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Manuela Kocher Hirt · SP

de
Grosser Rat (BE)10.03.2026
Manuela Kocher Hirt, Worben (SP), Fraktionssprecherin. Es geht hier um die Beratung, um das Notfalltelefon, wenn jemand Gewalt erfahren hat. Es soll während 24 Stunden erreichbar sein. Wir hatten bis anhin im Kanton Bern ein sehr gutes Angebot: AppElle!, das auf private Initiative und von einer Stiftung geführt wurde. Es ist jetzt ersetzt worden, und zwar durch ein Modell, bei dem einerseits die Opferhilfe-Beratungsstellen durch den Tag und andererseits die Dargebotene Hand durch die Nacht abnehmen werden oder schon abnehmen. Das bedeutet ganz klar einen Leistungsabbau, und zwar im Bereich der Qualität der Beratung.

Wir haben es vorhin gehört: Der Unterschied liegt darin, dass es nicht mehr Fachpersonen sind, sondern dass es Freiwillige sind, die geschult werden. Es ist nicht so, dass sie weniger motiviert sind oder weniger Engagement zeigen, sondern sie haben einfach eine andere fachliche Qualifikation. Und hier geht es ganz klar um einen sensiblen Bereich, bei dem Menschen betroffen sind, die sich an eine Fachperson wenden können sollten, denn eine Fachperson ist eingebettet in die Strukturen, kennt die Regelabläufe, kennt auch eine Risikoabschätzung, die sie vornehmen kann, sodass sie auch die richtigen Lösungen empfiehlt und an die entsprechenden Stellen weiterverweist.

Wir sind hier also ganz klar auf der Ebene, dass wir eben eine ärztliche Behandlung möchten, wie das ein paar Tage vor mir unser Kollege von der SVP so schön ausgeführt hat, und nicht eine Person, die einfach geschult wird, obwohl sie als Freiwillige sicher ein hohes Engagement hat. Und hier appelliere ich wirklich an die Qualität. Es sind entscheidende Momente, dass, wenn jemand anruft, eine Fachperson die Situation richtig einschätzt und entsprechend auch die richtigen weiterverweisenden Schritte einleitet. Darum bitte: die Planungserklärung 12 annehmen, die Planungserklärung 13 ablehnen.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0