Hanspeter Steiner · EVP
Die Asiatische Hornisse breitet sich rasant in Europa aus und hat, wie man erwarten musste, mittlerweile auch den Kanton Bern erreicht. Als bedrohlicher Bienenschädling gefährdet sie nicht nur die Bienenpopulation, sondern stellt eine ernsthafte Bedrohung dar für die gesamte Bestäubungskette und die Nahrungssicherheit. Da geht es dann um mehr als vielleicht ein fehlendes Glas Honig.
Der Kanton Bern ist gemäss Bundesauftrag in der Pflicht, effektive Massnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung einzudämmen. Die Auswirkungen auf die Lebensgrundlage aller Bestäuber sind gravierend. Ein solches Hornissenvolk frisst unter optimalen Bedingungen ca. 11 Kilogramm Insekten pro Jahr. Die Asiatische Hornisse baut ihre Primärnester in der Nähe von Häusern und die Sekundärnester hoch oben in den Baumkronen, was eine grosse Herausforderung für die Bekämpfung ist. Angesichts dieser Bedrohung sind schnelle und koordinierte Massnahmen erforderlich, um Verluste in der Bestäubungskette zu verhindern und die Nahrungssicherheit zu gewährleisten.
Trotz dieser Dringlichkeit hat der Kanton Bern bisher nur zögerlich reagiert. Die Verantwortlichkeiten wurden hin- und hergeschoben und die Imkerschaft sah sich gezwungen, in Eigeninitiative eine kantonale Nest-Suchgruppe zu bilden. Die Gruppe hat bereits Erfolge erzielt, jedoch fehlen die notwendigen finanziellen Mittel und die personellen Fachressourcen. Die Verunsicherung in der Imkerschaft ist gross.
Wir müssen dringend allen vier Punkten als Motion zustimmen. Ein Postulat reicht hier nicht. Der Handlungsbedarf ist dringend. Die Fraktion der EVP stimmt dieser Motion einstimmig zu. Besten Dank, wenn Sie das auch tun können.