Skip to main content

Karin Berger-Sturm · SP

de
Grosser Rat (BE)07.03.2024
Karin Berger-Sturm, Grosshöchstetten (SP), Mitmotionärin und Fraktionssprecherin. Ich bin hier als Mitmotionärin, als Imkerin und als SP-Fraktionssprecherin. In seiner Antwort erkennt der Regierungsrat die Dringlichkeit, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen, und unterstützt inhaltlich sämtliche Forderungen der Motion. Warum ist die Regierung dann nur bereit für ein Postulat und nicht für eine Motion?

Die Krux ist – und da bin ich ganz klar anderer Meinung als Kollege Matti – die Bereitstellung von Mitteln. Dafür sind wir hier im Grossen Rat verantwortlich. Die SP-JUSO-Fraktion ist überzeugt, dass eine Koordinationsstelle der richtige Weg ist. Sie muss mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet sein, damit sie auch wirksam arbeiten kann, damit sie überhaupt arbeiten kann. Es braucht einen Gesamtblick, der mit den Nachbarkantonen und dem Bund abgestimmt werden muss. Die geplanten Sofortmassnahmen sind wichtig. Das Notbudget, das die WEU innerhalb der Direktion bereitstellen kann, ist ein guter erster Schritt. Ein Beispiel ist die sehr gut besuchte, ganztätige Informationsveranstaltung des Inforama, des Amts für Landwirtschaft und Natur (LANAT) und des VBBV im Februar im Inforama Rütti. Es bestand ein grosses Interesse und ein Bedürfnis bei Fachpersonen, Imkerinnen und Imkern sowie bei der Bevölkerung für die vermehrte Information.

Aber worauf wir hier wirklich drängen müssen, ist, dass der Grosse Rat auch Mittel und persönliche Ressourcen dafür zur Verfügung stellt und dass er die jetzt geäusserte Dringlichkeit gegenüber der Gefahr durch die Hornisse wirklich auch noch in der Budgetdebatte vertritt. Sonst sind die Forderungen nach Massnahmen wirklich nur substanzlose Lippenbekenntnisse. Nicht wie z. B. bei der Quagga-Muschel, bei der drei Direktionen beteiligt sind und der Stand der Aktivitäten nach anderthalb Jahren, gemäss meiner Anfrageantwort in der letzten Session, ein Merkblatt ist, das alle Bootsbesitzer informiert und dass Abklärungen laufen zu einer möglichen Zusammenarbeit mit anderen Kantonen. So können wir nicht arbeiten. Wenn wir jetzt noch für Tigermücken, aquatische Organismen, die Hornisse und auch noch alle invasiven Pflanzen einzeln mehrere Direktionen beschäftigen, können wir uns vorstellen, wann wie viel passiert.

Die Asiatische Hornisse ist keine Eintagsfliege. Wir müssen jetzt handeln und dranbleiben, und dafür braucht es ein koordiniertes Vorgehen und Mittel. Die SP unterstützt die Motion in allen Punkten und bestreitet die Abschreibung des Punkts 4. Besten Dank.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0