Markus Aebi · SVP

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Grosser Rat (BE)09.09.2024
Markus Aebi, Hellsau (SVP), Motionär. Wir – meine Mitmotionäre und ich – haben einen etwas anderen Ansatz gewählt. Aus landwirtschaftlicher Sicht ist die Domaine Witzwil eine Art Tafelsilber. Es ist der grösste Betrieb in der Schweiz, und wir haben gewisse Vorbehalte bezüglich der Aufteilung dieser frei werdenden Fläche. Weshalb?

Das Gebiet rund um Witzwil ist ein ganz sensibles Gebiet, mehrheitlich Torfböden, mehrheitlich kontaminiert durch den Abfall, den man in den Fünfzigerjahren von der Stadt Bern dort deponiert hat. Das heisst, es ist zum Teil nicht labeltauglich, was man dort anbaut, und ganz sicher auch nicht gemüsebaufähig. Es hat ein Vogelreservat in der Nähe usw.

Ganz, ganz viele Rahmenbedingungen spielen dort hinein. Der Landwirtschaftsbetrieb hat es in den letzten Jahren verstanden mit all diesen Rahmenbedingungen gut umgehen zu können. Dies ist doch ein ganz wesentlicher Punkt. Wenn Sie diesen Frühling durch Witzwil fuhren, als es derart regnete, sahen Sie genau, wo Witzwil anfängt und wo die Gemüsebauern aufhören. Dies einleitend.

Ich komme zu drei Punkten, die für uns wesentlich sind, weshalb wir die Motion eingereicht haben: Es ist eine ökonomische Betrachtungsweise, es ist eine ökologische Betrachtungsweise und auch eine Frage des Kulturlandverlusts insgesamt.

Zum ökonomischen Bereich: Wir haben einen Betrieb mit 600 Hektaren, halbieren ihn, haben aber eine Infrastruktur, die man wahrscheinlich desinvestieren muss. Es wurde in den letzten Jahren relativ viel investiert, auch in Getreidesilos usw.

Ein weiterer Punkt ist der ganze ökologische Bereich: Es ist wirklich ein ganz sensibler Boden und mit dem Neubau eines Betriebs in einem Gebiet, das geruht hat, wo die Vögel haben nisten können usw., macht man Verkehr ... (Die Präsidentin bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’orateur de conclure.) ... mit einem Landwirtschaftsbetrieb.

Und nun noch der letzte Punkt, der mir auch wichtig ist. (Die Präsidentin fragt, ob der Redner auch für die Fraktion spreche, was dieser bejaht, worauf ihm die Präsidentin mehr Redezeit bestätigt. / La présidente demande à l’orateur s’il parle également au nom du groupe, ce à quoi celui-ci répond par l’affirmative. Sur ces entrefaites, la présidente lui indique qu’il dispose d’une rallonge pour s’exprimer.) Nein, Spass beiseite. (Die Präsidentin fragt den Redner erneut, ob er SVP-Sprecher sei. Dieser verneint. Die Präsidentin erlaubt ihm, noch einen letzten Satz zu sagen. / La présidente demande à nouveau à l’orateur s’il est porte-parole de l’UDC. Celui-ci répond par la négative. La présidente l’autorise à prononcer une dernière phrase.) Gut, danke. Das Ganze hängt auch mit dem Betrieb Tanner zusammen, wo letztlich auch Kulturland verloren geht, weil man dieses für einen möglichen Realersatz Autobahnausbau braucht, möglichen Ersatz von Fussballfeldern und Entwicklungsgebieten in der Stadt Bern. (Die Präsidentin unterbricht erneut mit dem Hinweis, dass dies ein langer Satz sei und die Redezeit nun zu Ende ist. / La présidente interrompt à nouveau l’orateur, lui faisant remarquer que la phrase est longue et que le temps de parole est désormais écoulé.) Ich bitte Sie, diese Motion anzunehmen. Merci.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0