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Melanie Mettler · Grünliberale

de
Stadtrat (BE)26.03.2026Gemeinderätin

Melanie Mettler, Direktorin FPI: Vielen Dank. Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Parlamentsmitglieder, geschätzte Anwesende, ja, Sie haben natürlich recht, dass das ein unbefriedigendes Geschäft ist. Ich kann auch nachvollziehen, dass das auch ein bisschen schwer verständlich ist. Sie haben nämlich tatsächlich schon im letzten, im vergangenen Jahr über einen Nachkredit für die Heiz- und Betriebskosten der Abrechnungsperioden 2022/2023 und 2023/2024 befunden.

Vielleicht noch einmal ein Blick zurück: Es war tatsächlich so, dass man die Nebenkosten-Akontozahlungen zu tief angesetzt hatte. Das war damals auch ein Ansinnen des letzten Sparprogramms. Man wollte so genau wie möglich reingehen, und just in diesem Moment kamen halt dann die Energiekostensteigerungen. Das konnte damals niemand vorhersehen. Und dann geht es aber lange, bis so etwas korrigiert werden kann; insbesondere, weil es dann infolge einer Verquickung von unglücklichen Umständen wegen eines Systemwechsels bei ISB (Immobilien Stadt Bern) auch noch zu einer Verzögerung bei den Heiz- und Nebenkostenabrechnungen kam, so dass erst Ende 2024 die definitiven Abrechnungen der Perioden 2022/2023 respektive 2023/2024 gemacht werden konnten. Als dann die definitiven Zahlen dieser zwei Perioden bekannt waren, war natürlich das Budget 2025 schon längst erstellt. Also wenn man Ende 2024 merkt, dass von Abrechnungsperioden ab 2022 die Akontozahlungen falsch waren, kann man das schon korrigieren. Aber im Budget 2025 ist es dann schon entsprechend eingestellt.

Und hier vielleicht noch einmal zur Natur von Nachkrediten: Über Nachkredite befinden Sie, wenn eine Budgetabweichung höher ist, als das die Finanzkompetenzen des Gemeinderats zulassen. Es sagt also nicht viel darüber aus, ob ein Nachkredit danach wirklich rechnungsrelevant ist. Ob sich der dann auch in der Rechnung so zeigt oder nicht, ist eine unabhängige Frage davon, dass wir Ihnen sagen müssen, wenn wir das Geld anders ausgegeben haben, als es im Budget war. Und das ist in diesem Fall so. Das wird auch noch einmal so kommen. Natürlich wurden diese Akontozahlungen jetzt angepasst, denn wir wissen jetzt, wie viel es kostet und es ist jetzt auch, das können wir mit Selbstvertrauen sagen, realistisch gerechnet. Aber weil die Abrechnungsperioden halt immer auf den Sommer fallen, wird es auch noch einmal so sein, dass in der Rechnung 2026 noch einmal ein Nachkredit kommt, weil dieser Teil des Budgets 2025 war.

Ich weiss, das ist ein bisschen komplex, weil auch verschiedene Abrechnungsperioden da sind. Die Budgetierungsperiode ist immer schon im Budget. Das Budget wird im ersten Halbjahr. des Jahres für das Folgejahr gemacht. Und das ist dann halt immer ein bisschen früh. Und die Rechnung kommt dann auch wieder ein Jahr später. Und wir können in Zukunft natürlich nicht ganz ausschliessen, dass sich auch wieder bei den Kosten Änderungen ergeben. Was wir Ihnen aber sagen können, ist, dass immer, wenn es möglich ist und man verlässliche Prognosen machen kann, wir auch die Akontozahlungen entsprechend anpassen. Herzlichen Dank.

Transcript
bern.recapp.ch
Institution
Stadtrat

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