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Michelle Steinemann · Die Mitte

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Stadtrat (BE)26.03.2026Mitglied

Michelle Steinemann (Mitte) für die Fraktion: Wir haben letztes Jahr schon über 10 Mio. Franken Nachkredite für Heiz- und Betriebskosten angenommen. Und jetzt geht es schon wieder um 5,3 Mio. Franken. Im Stadtratsvortrag steht: "In den Jahren 2024 und 2025 wurden die Akontozahlungen jedoch zu tief angesetzt." Und wenn ich mir die Gründe so anschaue, dann kann ich nicht glauben, dass man das nicht vorhergesehen hat. Es steht zum Beispiel: Wesentlich ist ein stetig wachsendes Immobilienportfolio, insbesondere Schul- und Sportanlagen. Ein Schulhaus oder eine Sportanlage kommt aber nicht wie ein Pilz hervor und steht plötzlich nächstes Jahr hier.

Ebenso ist es bei den Energiepreisen: Die Energiepreise sind gestiegen. Das wissen wir jetzt. Seit 2022, seit dem Krieg in der Ukraine, steigen die Energiepreise. Und zum Beispiel bei der Schwimmhalle habe ein Referenzobjekt gefehlt. Also eine Schwimmhalle hat es nicht nur in Bern. Das kann man irgendwie vergleichen. Man hätte sich wirklich Mühe geben können, um ein Budget zu machen, das näher ist an der Realität. Und ein Nachkredit ist für Unvorhersehbares. Und wie gesagt, die 3 Gründe, die hier genannt sind, sind nicht unvorhersehbar. Und dann noch ein Tipp für das nächste Budget: Die Energiepreise gehen im Fall nicht zurück oder bleiben auch nicht gleich. Die werden weiterhin steigen. Das kann man jetzt schon sehen und das kann man dann bitte in der nächsten Budgetrunde auch beachten.

Und ganz abgesehen davon: Jetzt sind wir schon beim dritten Nachkredit und wir hatten noch nicht einmal Pause in dieser Stadtratssitzung und haben, wenn dieser angenommen wird, schon über 10 Millionen Nachkredit in 2 Stunden bewilligt. Wir werden dem Nachkredit selbstverständlich nicht zustimmen. Danke vielmals.

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bern.recapp.ch
Institution
Stadtrat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0