Cornel Blöchlinger · SVP
Blöchlinger-Eschenbach (im Namen von Blöchlinger-Eschenbach / Freund Christian-Eichberg / Schweizer-Neckertal): Die Interpellanten sind mit der Antwort der Regierung zufrieden. Ich lege meine Interessen offen: Ich bin Inhaber eines Beratungsunternehmens für die Kreislaufwirtschaft, Mitinhaber eines Baustoffunternehmens und leite das Kieswerk Ballwil in Luzern.
Das Beispiel WILWEST zeigt, dass es wichtig ist, Fruchtfolgeflächen zu kompensieren. Damit mehr Landwirtschaftsland zu Fruchtfolgeflächen aufgewertet werden könnte, wäre es jedoch notwendig, auch natürlich gewachsene Böden zu verbessern, denn nicht jeder von Mutter Natur geschaffene Boden ist optimal fruchtbar oder für die Landwirtschaft nutzbar. Das verhindert jedoch aktuell das eidgenössische Umweltschutzgesetz (SR 814.01; abgekürzt USG), das für Eingriffe im Boden vorschreibt, dass dieser anthropogen, d.h. vom Menschen beeinflusst, oder degradiert ist. Zusätzlich sollten die Kompensationen auch projektunabhängig, zeitlich und räumlich getrennt möglich sein. Das bedingt jedoch ein System zum Handel von Fruchtfolgeflächen im Kanton St.Gallen. Aus den Interessen der Bauwirtschaft nach sinnvoller Verwertung der Bodenmaterialien aus Bauprojekten und dem Interesse nach Fruchtfolgeflächen der Landwirtschaft sollte viel öfter eine Win-win-Situation entstehen, bei der, wie der Name beschreibt, beide Seiten profitieren.