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Dominik Blatti · EDU

de
Grosser Rat (BE)06.09.2023
Dominik Blatti, Oberwil i. S. (EDU), Fraktionssprecher. Geschätzte Anwesende, liebe Gäste auf der Tribüne. (Heiterkeit / Hilarité.) – Es ist manchmal so, dass niemand dort oben sitzt.

Wir haben hier einen Vorstoss, bei dem es um den ÖV geht. Wir haben es vorhin schon gehört: Wir haben einen tipptoppen ÖV, wir haben gute Zugverbindungen. Ich kann von dieser guten Bahnverbindung auch profitieren. Wir haben den Lötschberger, der das Simmental hinunterfährt und direkt nach Bern geht. Das ist natürlich eine top Sache.

Vorhin haben wir es gehört: Betriebswirtschaftlich wird es schwierig sein, wenn wir eine bessere Leistung haben, es tiefer abzurechnen. Ja, und ich und wir als Fraktion finden es vor allem auch nicht ganz sozial, wenn wir Ticketpreise kalkulatorisch tiefer ansetzen. Irgendjemand muss das ja bezahlen. Hier soll es der Kanton sein.

Wir finden, das Problem ist damit nicht gelöst. Es ist verschoben. In der Randregion haben wir auch Menschen, die keinen ÖV-Anschluss haben. Ja, die müssen mit dem Auto gehen, und sie können keine Verbilligung haben.

Diese Woche konnte man in der Presse lesen, dass die SBB Rekordzahlen mit den Zugreisenden erzielt. Es sind also sehr viele Leute in den Zügen. Ich merke auch, wenn ich an die Session komme, wie viele Leute eben Zug fahren. Infolgedessen macht es die Bahn eben nicht ganz falsch. Der ÖV funktioniert. Sonst würden nicht so viele Leute Zug fahren. Die Züge sind in den Randzeiten voll, ja sogar übervoll.

Wir haben das Gefühl, wenn man die Ticketpreise anpasst, wenn man sie runterschraubt, haben wir auf einmal das Problem, das wir in unserem Nachbarland hatten: dass die Züge dann eben wirklich aus allen Nähten platzen, weil es so viele Leute darin hat.

Deshalb: Die EDU-Fraktion lehnt die Motion aus diesen Gründen ab. Wir finden es nicht ganz den richtigen Ort, um das zu diskutieren. Merci fürs Zuhören.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0