Ursula Zybach · SP
Ich möchte Sie ermuntern, den Punkt 1 nicht abzuschreiben, denn ich finde wirklich, dort muss man dranbleiben. Das ist ein ganz heftiger Punkt, wenn man sich vorstellt, wenn Sie wenig Ausbildung haben und in diesem Themenbereich unterwegs sind, wie viel Last auf Sie zukommt, weil wir eben einen Fachkräftemangel haben. Das ist auch einer der Punkte, wieso Fachkräfte aussteigen: weil sie überfordert sind, gerade mit psychischen Erkrankungen.
Ich möchte aber vor allem noch zu Punkt 3 etwas sagen. Die Regierung hat ja relativ kurze Antworten gegeben, und hier ist die Antwort also wirklich sehr zaghaft. Ich möchte Regierungsrat Schnegg und seine Mitarbeitenden wirklich sehr motivieren, nicht nur leicht zu testen mit der Uni Bern, sondern daran wirklich stark zu arbeiten: Wie könnte man ein interprofessionelles Institut für die psychische Gesundheit machen? Wie könnte man in diesem Themenfeld wirklich vorwärtskommen? Ich finde durchaus, der Kanton Bern dürfte hier auch eine Federführung übernehmen.
Wir haben viele tolle Fachleute. Wir haben z. B. die Thematik der Psychiatrie Interlaken und was sie dort seit ganz vielen Jahren machen; wir haben so viel Expertise, so viel Wissen. Sie sollten sich das hier wirklich zu Herzen nehmen und es nicht nur so sanft abtasten mit der Uni, sondern sehr fordernd und klar auf diesen Weg gehen. Merci, wenn Sie alles annehmen und nichts abschreiben.