Anne Speiser-Niess · SVP

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Grosser Rat (BE)04.06.2025
Anne Speiser-Niess, Zweisimmen (SVP), Mitmotionärin. Ich verzichte darauf, alles noch einmal aufzuzählen, was meine beiden Vorredner schon gesagt haben. Warum habe ich mitgeholfen bei dieser Motion? Es geht einmal mehr um einen Abbau in den dezentralen Regionen im Gesundheitswesen.

Der Punkt 1 verlangt, dass in Zusammenarbeit mit der FMI AG und mit den betroffenen Gemeinden aufgezeigt wird, welche finanziellen und strukturellen Massnahmen nötig sind, um den Spitalstandort langfristig zu sichern. Wir reden hier ganz klar von einer Tourismusregion. Es ist uns allen bewusst: Da hat man Schwankungen. Aber gerade in einer Tourismusregion ist es extrem wichtig, eine Spitalversorgung zu haben, für die Wohnbevölkerung wie für die Touristen. Den Punkt 1 will die Regierung abschreiben.

Das ist nicht etwas, das einfach abgeschlossen ist, liebe Kolleginnen und Kollegen. Das ist ein Prozess, der dauernd stattfinden wird. Wir haben heute wieder über Kredite gesprochen. Der Präsident der GSoK hat es klar ausgeführt: Wir werden immer wieder Kredite sprechen müssen, und es kann aber nicht sein, dass wir in Zukunft immer nur Kredite für das 4+-Regionen-Modell sprechen und man die anderen Regionen aussen vor lässt. Noch einmal: den Punkt 1 annehmen und nicht abschreiben.

Der Punkt 2 stützt sich eigentlich auf eine Interpellation, die Grossrat Matthias Matti einmal eingereicht hat (I 142-2024). Er hat gefragt: Welche Rolle spielen die Spitäler in der integrierten Versorgung? Die Antwort der Regierung war ganz klar: Die Spitäler spielen eine wichtige Rolle, um die integrierte Versorgung auch in den dezentralen Regionen sicherzustellen. Deshalb ist gerade dieser Punkt 2 wichtig, damit man die regionale Gesundheitsversorgung stärken kann und damit eine Zusammenarbeit stattfinden kann.

Zum Punkt 3, Geburtshilfe in Frutigen: Jetzt kann man sagen, die Würfel seien gefallen, man könne nichts mehr machen. Ich möchte Sie wirklich ermutigen, nicht gerade aufzugeben. Wir haben in unserer Region aufgrund der Schliessung der Geburtsabteilung im Spital Zweisimmen ein Geburtshaus gegründet. Wenn wir den Punkt 3 nicht gerade jetzt schon ablehnen, geben wir der Region – so, wie wir es gemacht haben – die Chance für «Hilfe zur Selbsthilfe» und die Chance, um eine Lösung zu finden für das Thema, um Geburtshilfe oder hebammengeleitete Geburten noch machen zu können.

Deshalb ermutige ich Sie wirklich herzhaft: Stimmen Sie dieser Motion zu, aus Solidarität mit der Grundversorgung, inklusive Frauen, schwangeren Frauen und Familien aus abgelegenen Regionen. Danke für die Aufmerksamkeit.

Institution
Grosser Rat

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