Katharina Baumann · EDU
Ich bin stolz auf die Zweisprachigkeit unseres Kantons. Es ist eine grosse Chance, oder es wäre eine grosse Chance, wenn sie denn auch genutzt würde. Zumindest ein Teil dieser Chance fällt in den Bereich der Volksschule, und hier wird ja auch einiges gemacht. Aber in den letzten Jahren hat sich viel verändert. Deutsch und Französisch können sehr wohl eine Drittsprache bedeuten. Fremdsprachenerwerb setzt stabile Umstände voraus. Sprachaustauschprojekte werden nur von sprachaffinen Lehrpersonen durchgeführt. Es ist kompliziert. Das ist ein bisschen salopp heruntergebrochen, ich weiss es.
Wir sind überzeugt, dass diese ganze Thematik sehr tiefgreifend und umfassend ist. Gerade deshalb macht hier die geforderte Überprüfung der Bildungsstrategie absolut Sinn. Evidenzbasiert soll die aktuelle Situation erfasst werden, was zu neu definierten Zielen führen soll. Eine Auslegeordnung von Fakten und Bedürfnissen hilft immer, zu klären. Die daraus folgende, der Zeit und dem Bedürfnis angepasste Neuorientierung wird echte, neue Chancen bieten. Sprache soll Freude und Sinn machen. Es geht jedenfalls etwas. C’est tout à fait dans l’intérêt d’un canton bilingue. Die EDU-Fraktion als offene und kritische Fraktion unterstützt sämtliche drei Punkte und will diese auch nicht abschreiben. Wir freuen uns auf die daraus resultierenden Erkenntnisse.