Speech
Vielleicht dennoch zum Jahresbericht 2023 der Universität Bern gleich kurz ein paar wichtige Punkte. Tatsächlich hat die Universität Bern auch im vergangenen Jahr wieder und gerade besonders in den Bereichen Lehre und Forschung sehr beachtliche Ergebnisse vorweisen können. Die Universität Bern leistet eine grossartige Arbeit. Sie ist immer wieder auch in den internationalen Rankings ganz vorne mit dabei, und auch z. B. im Bereich Forschung ist sie sehr erfolgreich. So sind unter den insgesamt 67 Projekten, die in der Ausschreibung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ausgewählt worden sind, 11 Projekte der Universität Bern zu finden.
Und gleichzeitig muss sich unsere Universität immer wieder auch in dieser Situation sehen, in der sie vermehrt Aufwendungen, die ausserhalb ihrer Einflussmöglichkeiten liegen, aus ihren eigenen Reserven oder aus den Erträgen aus Drittmitteln decken muss. Das ist nicht eigentlich so gewollt. Das ist nicht eigentlich das, was wirklich in die Zukunft führt. Das wissen wir alle auch. Das führt zu einem raschen Rückgang der Grundmittelreserven. Der Kommissionssprecher Grossrat Arn hat dies sehr klar und deutlich erklärt. Ich muss hier nicht weiter ins Detail gehen. Auch die meisten Fraktionssprechenden haben es erwähnt.
Und in den vergangenen Jahren hat die Universität trotzdem hervorragende Arbeit geleistet. Da könnte man vielleicht auch sagen: «Ja, gut, was machen wir uns denn Sorgen? Sie machen es ja gut, auch wenn die Mittel knapp sind.» Irgendwo hat es eben dann ein Ende, wenn wir anfangen, diese Reserven anzubrauchen, und das haben sie jetzt getan. Es wird sehr schnell gehen, und dann sind sie nicht mehr da. Dann können sie nicht auf der gleichen Ebene und auf dem gleichen Niveau weiterarbeiten. Und das wäre ausserordentlich schade bei dieser erfolgreichen Universität, die wir hier in Bern haben.
Auch die Infrastruktur, das wissen wir alle, ist kritisch. Es fehlen Laborflächen. Diese Thematik beschäftigt auch den Regierungsrat sehr stark, das wissen Sie. Daran kauen wir schwer, dass wir der Universität und grundsätzlich den Hochschulen sehr oft nicht oder nicht in der nützlichen Frist, in der Zeit, die man einmal geplant hat, das bieten können in Sachen Infrastruktur, was sie eigentlich nötig hätten und was sie eigentlich verdient hätten. Da haben wir noch Arbeit vor uns. Das wissen wir alle. Es ist aber eine herausfordernde Situation. Ich sage nur: Die Priorisierung der Infrastrukturen, das war etwas ganz Schwieriges und ist etwas ganz Schwieriges und bleibt es für den Regierungsrat und ganz besonders für den Bereich der Bildung und auch der Hochschulen.
Bezüglich der Grundfinanzierung der Universität Bern konnten Sie kürzlich feststellen, als die Finanzdirektorin das Budget 2025 und den Finanzplan 2026 bis 2028 vorgelegt hat, dass wir hier bereits Korrekturmassnahmen vorgenommen haben. Wir sehen das. Der Regierungsrat ist sich dieser Problematik durchaus bewusst, dass das, was man bestellt, was wir alle bestellen bei den Hochschulen, und das, was wir dann im Kantonsbeitrag auch wirklich den Hochschulen zukommen lassen, auseinanderklafft. Da müssen wir nachbessern. Das weiss der Regierungsrat grundsätzlich, und gleichzeitig ist es natürlich nicht ganz so einfach.
In diesem Sinn komme ich jetzt zu den Planungserklärungen. Selbstverständlich würde es der Regierungsrat auch als eine Stärkung aus dem Grossen Rat anschauen, wenn eine solche Planungserklärung überwiesen würde, eine Stärkung in einem Bereich, von dem er selbst weiss, dass wir dort weitergehen können müssen. Was die Planungserklärung Krähenbühl angeht: Das kann ich sehr gut nachvollziehen, das können wir gut verstehen, das sehen wir übrigens auch so. Tatsächlich müssen die Studiengebühren auch regelmässig angepasst werden. Ob das gerade immer sein muss, wenn sich die Teuerung verändert – aber Grossrat Krähenbühl hat selbst gesagt, dass er es nicht so meint –, das würden wir auch nicht sinnvoll finden, aber sonst muss es selbstverständlich sein. Das ist aber bereits der Fall, die Semestergebühren beweisen das ja.
Also, ich stelle Ihnen frei, wie Sie mit der Planungserklärung Krähenbühl umgehen. Ich möchte dazu keine Empfehlung abzugeben. Es steht mir auch nicht zu. Aber ich kann sie sehr gut verstehen. In diesem Sinn danke vielmals für diese Hinweise, die sicher in die Richtung gehen, in der die Regierung daran arbeiten will. Merci.