Ueli Augstburger · SVP
Der Preis der Rüben ist in den letzten 35 Jahren, in denen ich diesen Betrieb führe, auf einen Drittel abgesackt. In den letzten Jahren ist im Zeichen der Kriegswirren der Preis doch wieder ganz leicht gestiegen, aber natürlich nicht in dem Umfang, in dem er sollte, damit es überhaupt wirtschaftlich betrieben werden kann. Deshalb sind diese Stützungsmassnahmen auch derart wichtig. Wir fordern ja nicht präzise 70 Prozent. Das ist der Antwort der Regierung zu entnehmen.
Als langjähriger Ausbildner möchte ich aber noch auf etwas anderes hinweisen: Der Anbau von Zuckerrüben ist eine heikle Kultur. Fischer Ruedi hat vorhin die Kartoffeln erwähnt. Diese sind auch anspruchsvoll, aber die Zuckerrübe ist eigentlich noch einmal anspruchsvoller. Wenn Sie den Anbau jetzt einfach wegputzen, indem man alles negiert, ist es so, dass der Anbau nicht einfach wieder hochgefahren werden kann. Dieses Know-how muss man zuerst wieder holen, insbesondere, wenn man ökologischen Anbau von Zuckerrüben betreiben will.
Der Zucker, das hat die Anzahl Redner sicher gezeigt, ist nach wie vor gefragt, auch in schwierigen Zeiten. Deshalb: Der Kanton Bern als grosser Agrarkanton mit einer eigenen Fabrik in Aarberg darf sich durchaus auch im Interesse der Produktion von Zuckerrüben und Zucker national entsprechend engagieren. Ich bin froh, dass die Regierung auf diese Richtung eingeschwenkt ist und möchte sie damit auch stützen, etwas entgegen der Voten von Grossrat Köpfli und von Kollegin Esseiva, die es in eine andere Richtung etwas lapidar dargestellt haben. Merci.