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Verena Aebischer · SVP

de
Grosser Rat (BE)27.11.2023
Verena Aebischer, Guggisberg (SVP), Einzelsprecherin. Der Jugend gehört die Zukunft, und der Zukunft sind wir verpflichtet. Ich stehe hier als Einzelsprecherin, vielleicht für eine Minderheit in unserer Fraktion, die diesen Vorstoss annehmen wird, aber sicher auch als neue Beirätin des Jupa des Kantons Bern. Wieso liegt mir dieser Vorstoss am Herzen? Zum einen: Es schadet uns ganz einfach nicht, im Gegenteil. Aktuell ist es so – das haben wir schon ein bisschen gehört –, dass in der Jugendsession einzelne Gruppen verschiedene Projekte und Forderungen erarbeiten. Das Plenum befindet nachher über die verschiedenen Anträge und darüber, ob es diese weiterziehen und übernehmen will. Es wird nachher – auch in Zusammenarbeit mit den Beiräten – seriös geprüft, wie diese Punkte weiterverfolgt werden können. Die Hauptversammlung des Jupa entscheidet dann darüber, was effektiv eingereicht wird.

Und jetzt haben wir wirklich Angst vor einer Vorstossflut? Wir wissen es alle: Wir alle hier in diesem Saal haben keine Verpflichtung, unsere Vorstösse einer solch eingehenden Überprüfung zu unterstellen. Wir alle könnten theoretisch nach bestem Wissen und Gewissen einfach direkt einreichen, was uns gerade so am Herzen liegt.

Wir haben das Jupa in der Herbstsession offiziell anerkannt. Bereits damals war auch der vorliegende Vorstoss bereits eingereicht und es wurde stets transparent darüber informiert. Der jetzt anstehende nächste Schritt ist eigentlich die logische Folge. Diese Anerkennung trifft aber auf andere Vereinigungen nicht zu. Dieser Vergleich greift also noch nicht ganz. Dementsprechend könnten wir hier in diesem Saal ja auch die mutmasslich geöffnete Büchse der Pandora gleich wieder schliessen, wenn es wirklich auszuufern drohte.

Ich sehe auch nicht ganz ein, inwiefern es eine Konkurrenz zu den Jungparteien sein sollte; das eine schliesst das andere ja nicht aus. Man kann im Jupa aktiv sein und gleichzeitig in den Jungparteien, und eben auch umgekehrt. Hey, noch so gerne! Es wird ja manchmal ein bisschen moniert, dass sich die jungen Leute zu wenig für die Politik einsetzen und interessieren, und es wird eine grössere Teilnahme gefordert. Jetzt haben wir hier ein Instrument, das Jupa und die Jugendsession, das allen eine Teilnahme ermöglicht, sei es ein erstes Hineinschnuppern in die Politik oder ein Weiterführen von bereits langjährigem Engagement.

Ich durfte am Samstag auch hineinschauen. Ich bin begeistert von der Vielfältigkeit und vom Interesse, das die jungen Menschen mitbringen. Es wäre doch schön, wenn die eine oder der andere einmal hier in diesem Saal sitzen würde und mithelfen könnte, die Geschicke unseres Kantons zu lenken. Wie motivierend wäre es jetzt für diese jungen Leute, wenn aus ihren Ideen nachher auch wirklich etwas werden würde. In diesem Sinn, wie ich es in der Einleitung gesagt habe: Der Jugend gehört die Zukunft, und der Zukunft sind wir verpflichtet. Sagen Sie Ja, helfen Sie mit. Merci.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0