Bruno Martin · EDU

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Grosser Rat (BE)25.11.2025
Bruno Martin, Gerolfingen-Täuffelen (EDU), Mitmotionär, Fraktionssprecher. Ich versuche, Kollegin Clauss zu folgen. Es heisst: kämpfen. Ich weiss das aus eigener Erfahrung; mein Vater kämpfte seit 1958 für eine Umfahrung von Ligerz. Ich ging dort zur Schule, mit dem Velo nach Twann. Oder können Sie sich La Neuveville vorstellen ohne Umfahrung? La Neuveville mit so vielen Autos? Ich lade Sie einmal ein, wenn der Ligerz-Tunnel wegen eines Unfalls gesperrt ist. Innert acht Minuten gibt es Stau bis nach Thielle.

Kämpfen heisst, dass man eine Lösung findet, aber eine Lösung haben wir in Biel nicht. Ich will Ihnen nicht dreinreden, ich will auch keine Studien irgendwie umkrempeln oder so, aber diese Lösung ist definitiv keine Lösung. Das ist die schlechteste, die wir bis jetzt dort hatten.

Vielleicht noch eine ein bisschen laienhafte Vorstellung: Während der Expo – für alle, die an der Expo waren, ich ging nicht hin – hatte man eine Überführung für Fussgänger. Ich denke jetzt mal, beim Gymnasium, beim Campus, wo künftig 2000 Personen zum Mittagessen an den See hinuntergehen werden: Zwei Überführungen für Fussgänger, für Trottinette und Velos wären wohl schon eine gute Lösung. Ich zweifle daran, dass in Biel eine so kleine Lösung in Zukunft überhaupt zustande kommen wird. Ich weiss nicht, warum, aber ich sehe einfach einen riesengrossen Unterschied zur ganzen restlichen Schweiz. Ich habe es heute schon einmal gesagt: St. Gallen und Neuenburg haben Lösungen, und es sind nicht die schlechtesten.

Von den Kosten her: Ja, solche Umfahrungen sind teuer, sehr teuer, aber die andere Seite darf man auch sehen: Lebensqualität. Ich glaube, den Bielern ginge es besser mit einer Umfahrung, wenn man – egal welches –, wieder einmal ein Projekt an die Hand nimmt. Denn ohne zu kämpfen und ohne neues Projekt wird es auch keine Lösung geben. Deshalb stehen wir für diese Motion ein und helfen mit, sie zu unterstützen. Danke.

Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0