Dominik Fitze · Sozialdemokratische Partei
Dominik Fitze (SP) für die Kommission: Apropos das Beste für die Stadt machen – wir kommen jetzt, glaube ich, zu einem sehr, sehr coolen und unbestrittenen Projekt, und das Problem bei meinem Votum ist: Was erzähle ich jetzt alles? Denn in der Kommission habe ich, glaube ich, eine halbe Stunde geredet, weil es ganz, ganz viele Details gibt, die man erwähnen kann und muss. Und ich probiere das jetzt so rasch als möglich zu machen, auch, weil es, glaube ich, am Ende unbestritten ist. Also es geht um diesen Viaduktraum innerhalb des ESP (Entwicklungsschwerpunkt) Ausserholligen, also um den Raum dort, wo jetzt im Prinzip eine Industriebrache Schrägstrich ein Parkplatz ist. Dieser soll neu die Räume innerhalb dieses grossen ESP verbinden und sie eben auch zu einem Ort verbinden, der durchlässig ist, wo man aber andererseits auch eine gute Aufenthaltsqualität hat. Dieser Viaduktraum dort unter der Autobahn, nördlich des heutigen Europaplatzes, verbindet dann im Süden die neue Haltestelle, die dann Europaplatz Nord heisst, im Osten den FH Campus, aber auch die Beachvolleyballhalle, im Westen zum Beispiel das Weyerli, aber auch das neue Stadtquartier Weyermannshaus West, das dort entstehen wird. Dafür wird der Viaduktraum zu einem guten Teil abgesenkt, so dass man daneben auch sinnvoll, das heisst, ohne allzu grosse Höhenunterschiede, zum Bahnhof gelangt. Er wird belebt mit Plätzen für Sport, mit einem Eventraum für Hunderte oder gar Tausende Leute, wird beleuchtet, so dass man sich auch in der Nacht wohlfühlt und nicht nur am Tag. Er wird aber auch Raum bieten für Zwischennutzungen und Pop-ups von einem Tag bis zu 2 Jahren und Flächen haben, auf denen die zukünftigen Nutzenden experimentieren können, wobei heute noch nicht geklärt ist, was da genau draufkommt. Er wird auch nach Re-Use-Prinzipien mit recycelten, schon gebrauchten Bausteinen und Baustoffen gemacht und mit möglichst wenig neuem Beton. Und damit es nicht allzu grau wird, gibt es sogar noch eine Sprayerwand. Gestaltet wird dieser Raum in einer breiten Partizipation, in der das Quartier, die Wirtschaft, die Kultur, aber auch zukünftige Nutzende beteiligt waren – eben an der Ausarbeitung. In der Kommission gaben noch die Veloführung und die Veloparkierung zu reden, weil es an einigen Ecken Überschneidungen zwischen den Fussgängerwegen und den Velofahrenden gibt. Schlussendlich, so scheint mir – und ich glaube auch der Mehrheit der Kommission –, wurde hier eine sehr zielführende Variante gewählt. Dass wir aber auch vor allem über das gesprochen haben, zeigt, glaube ich, schon auch, dass es einfach ein stimmiges, gutes Konzept ist, das hier umgesetzt werden soll. Und deshalb empfiehlt euch die Kommission PVS einstimmig die zustimmende Kenntnisnahme. Noch ein Wort dazu, warum wir überhaupt die zustimmende Kenntnisnahme machen und nicht einen Beschluss. Wie ihr ja wisst, sind die Gelder für den ESP Ausserholligen schon letztes Jahr in einer Volksabstimmung gesprochen worden. Und dieses Projekt ist eben ein Teil dieses noch viel grösseren Projekts, der eben zu diesem neuen Stadtquartier beitragen wird. Der Stadtrat hat damals – da war ich noch nicht dabei, das musste ich im Protokoll nachlesen – beschlossen, dass er über dieses Teilprojekt nochmals einen Beschluss fassen will. Das Wort Beschluss ist hier wichtig. Er hat nämlich zum Beispiel über ein anderes Teilprojekt gesagt, er wolle dort noch etwas entscheiden. Prinzipiell hat man damals aber die genaue Ausführung der meisten Teilprojekte dem Gemeinderat übertragen. Deshalb hat die Stadtkanzlei gesagt, dass hier der definitive Entscheid beim Gemeinderat liegt. Der Stadtrat will aber einen Beschluss fassen und die Kenntnisnahme sei eben ein Beschluss. Diese Einschätzung hat durchaus zu Diskussionen geführt. Aber letztendlich empfehlen wir euch, wie gesagt, einstimmig die zustimmende Kenntnisnahme. Falls ihr noch Fragen habt oder Visualisierungen wollt, ich habe, glaube ich, eine 50-Megabyte-Powerpointpräsentation. Aber das wäre jetzt der falsche Ort. Damit schliesse ich das Votum. Danke.