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Corina Liebi · Junge Grünliberale

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Stadtrat (BE)23.01.2025Corina Liebi (JGLP) für die Kommission

Corina Liebi (JGLP) für die Kommission: Die geplante Neugestaltung der Statthalterstrasse ist ein wichtiger Schritt, um die Verkehrssicherheit, die Aufenthaltsqualität und die räumliche Verbindung zwischen den Schularealen in diesem Perimeter zu verbessern. Der rund 130 Meter lange Abschnitt zwischen der Morgenstrasse und der Wangenstrasse befindet sich zwischen der Volksschule Statthalter und der 2023 neu gebauten Besonderen Volksschule Bern. Eine Strasse trennt die zwei Bereiche, darum fehlen sichere Überquerungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler. Ziel des Projekts ist es, die Trennungswirkung aufzuheben, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen und ökologische sowie klimafreundliche Massnahmen umzusetzen. Im Zentrum des Projekts steht die Umwandlung der Statthalterstrasse in eine Begegnungszone mit Tempo 20. Diese Massnahme sorgt für eine merkliche Verbesserung der Sicherheit auf dem Schulweg und im Verkehr. Die Breite der Fahrbahn wird von 7,40 m auf 5 m reduziert. 15 Parkfelder werden entlang der Strasse aufgehoben, damit Platz für eine neue Grün- und Aufenthaltsfläche entsteht. Die versiegelte Fläche wird so um fast 700 Quadratmeter verringert. Die Fahrbahn wird mit einem hell eingefärbten, wasserdurchlässigen Belag ausgestattet. Er ermöglicht, dass das Regenwasser zum Teil gerade in die Fahrbahn versickert und entlastet so auch die Kanalisation. Zudem werden die nördlichen und südlichen Trottoirs neugestaltet. Das nördliche Trottoir wird chaussiert und neu in einen Grünstreifen entwässert. Ein wichtiges Element der Neugestaltung ist die Schaffung eines Querungsbereichs, der die beiden Schulareale verbindet. Die Querung wird mit Granitplatten gestaltet, die sich optisch am Eingang der Besonderen Volksschule orientieren. Zusätzlich wird die Fahrbahn in diesem Bereich leicht erhöht, um die Sicherheit der Querung zu erhöhen und eine optische Verbindung zwischen den beiden Schulen herzustellen. Die Aufenthaltsqualität entlang der Statthalterstrasse wird dadurch merklich verbessert. Im neuen Grünsteifen im nördlichen Teil werden zudem verschiedene Sitzgelegenheiten installiert. Zudem wird bei der Einmündung zur Morgenstrasse ein neuer Baum gepflanzt. Die geplanten Massnahmen berücksichtigen umfassend die Klimaziele der Stadt. Die Reduktion der versiegelten Fläche, das Nutzen von wasserdurchlässigen Materialien und die Schaffung von neuen Grünflächen fördern die Regenwasserversickerung und reduzieren die Wärmebelastung im Sommer. Die sogenannten Schwammstadt-Prinzipien sorgen dafür, dass das Regenwasser vor Ort zurückgehalten und verdunstet wird, was die Umgebung spürbar abkühlt. Die Stadt überprüft die Massnahmen systematisch, um auch ihre Wirkung zu messen und dieses Wissen wieder in künftige Projekte einzufliessen zu lassen. Die Umsetzung des Projekts wird koordiniert mit den Arbeiten von EWB, die zurzeit das Fernwärmenetz entlang der Statthalterstrasse ausbauen. Die Arbeiten werden bis Ende 2025 fertig sein und somit kann die Neugestaltung der Statthalterstrasse ab 2026 in Angriff genommen werden. Der beantragte Ausführungskredit beläuft sich auf 1,12 Millionen Franken. Der Kommission sind zum damaligen Zeitpunkt keine Anträge zur Diskussion vorgelegen. Sie empfiehlt dem Stadtrat den Kredit bei 9 Ja und 1 Nein zur Annahme.

Transcript
bern.recapp.ch
Institution
Stadtrat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0