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Christoph Leuppi · Grüne Freie Liste

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Stadtrat (BE)20.11.2025Christoph Leuppi (GFL) für die Fraktion

Christoph Leuppi (GFL) für die Fraktion: Die GFL wird diese Richtlinienmotion annehmen. Wir unterstützen das Ziel, die Solarflächen auf den Dächern der Stadt zu verdoppeln und weiter zu erhöhen. Das ist zwingend notwendig, wenn wir unsere Energie- und Klimastrategie wirklich ernst nehmen wollen. Das gleiche Anliegen wurde ja, wie auch schon bereits erwähnt, mit der überwiesenen Planungserklärung der RWSU in der Energie- und Klimastrategie 2030 in der Massnahme EGG 10 verankert. Dort sind Umsetzungsschritte definiert, die das Maximum aus den kantonalen Vorgaben herausholen sollen. Aber klar ist auch: Für den Solarausbau braucht es auch ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen. Es wäre widersinnig, ambitionierte Ziele zu beschliessen und dann bei der Umsetzung zu sparen. Genau das wurde ja zum Glück mit einer Planungserklärung in der Budgetdebatte verankert. Wir hoffen sehr, dass das auch entsprechend umgesetzt wird. Gleichzeitig sind wir der Meinung – und dabei möchte ich auch auf den Vorredner der GLP eingehen –, dass es sich lohnt, den Blick etwas zu weiten. Denn das sehe ich gleich. Die Diskussion über Dachflächen ist wichtig, aber fast zu kleinteilig. Entscheidend wäre, endlich einen verbindlichen Solarstromanteil von mindestens 10% in der Grundversorgung festzulegen. Doch Ausbau allein genügt nicht. Bei Gesprächen mit EWB wurde der GFL-Fraktion gesagt, dass insbesondere die Netzstabilität und Einspeisungstarife problematisch seien. Hier braucht es zwingend Innovationen, wie etwa dynamische Tarife. Die Zentralschweizerischen Kraftwerke haben diese beispielsweise bereits eingeführt. Dadurch können Lastspitzen geglättet und auch der Netzausbau auf ein vernünftiges Mass begrenzt werden. Das wäre ein echter Hebel für Kosten und Klimaschutz zugleich. Offenbar möchte EWB das im Moment aber nicht, was sehr schade ist. Stattdessen wurde ein Förderprogramm für Speicher von Solarstrom eingeführt. Der Beitrag mit nur 100 Franken pro Kilowattstunde ist aber sehr tief. Wir finden, EWB müsste hier bei der Integration von Solarstrom ins Verteilnetz offensiver sein. Die Verdoppelung der Solarflächen ist ein notwendiger Schritt. Davon kommen wir nicht weg, aber noch wichtiger ist es, dass wir das System als Ganzes denken: Wir brauchen klare Ausbauziele, faire Tarife und intelligente Netze. Nur so kommen wir vorwärts und nur so wird Bern zu einer wirklichen Solarstadt.

Transcript
bern.recapp.ch
Institution
Stadtrat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0