Janina Aeberhard · Grünliberale
Janina Aeberhard (GLP) für die Fraktion: Die Fraktion EVP-GLP würdigt die grosse Bedeutung des Jugend- und Kulturzentrums Gaskessel für die Stadt Bern und ihre Jugend. Der Gaskessel ist seit Jahrzehnten, ich habe in meiner Jugend selbst so manchen schönen Abend im Gaskessel verbracht, ein zentraler Ort für junge Menschen, um Kultur zu erleben, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Mit zahlreichen und sehr diversen Veranstaltungen und einer starken Nachwuchsförderung leistet der Verein einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zur gesellschaftlichen Teilhabe in unserer Stadt. Der Gaskessel leistet enorm wichtige Arbeit, die wir ausdrücklich würdigen. Wir stimmen dem vorliegenden Geschäft mit dem beantragten Verpflichtungskredit für die Jahre 2026 und 2027 zu. Damit wird die Planungssicherheit für den Gaskessel gewährleistet und die Stadt unterstützt das Angebot, das für Jugendliche und junge Menschen von grosser Bedeutung ist.
Zum Antrag auf Erhöhung des Verpflichtungskredits um rund 96'000 Franken für die beiden Jahre: Diesen Antrag lehnt unsere Fraktion ab. Wir erachten es grundsätzlich nicht als zielführend, dass Leistungsvertragnehmende das städtische Personalreglement umsetzen müssen. Wenn die Stadt diese Vorgabe macht, ist es zwar konsequent, den Mehraufwand abzugelten. Aber wir sind überzeugt, dass alle Leistungsvertragnehmenden gleichbehandelt werden müssen und man nicht den einen Mehraufwände abgelten kann, die aus dem städtischen Personalreglement resultieren, während man das anderen Organisationen verwehrt. Wir finden, solche Vorgaben aus dem Personalreglement sollten überhaupt nicht Bestandteil der Leistungsverträge sein, und wir wünschen uns, dass dieser Passus künftig aus den Leistungsverträgen gestrichen würde. Ausserdem weist der Gaskessel mit über 70% Eigenfinanzierung einen hohen Eigenfinanzierungsgrad auf. Es mutet deshalb etwas seltsam an, wenn der Vorstand des Gaskessels in einer Mail an uns Stadträtinnen und Stadträte schreibt, der Gaskessel sei seit Jahren strukturell unterfinanziert und man sei existenziell. darauf angewiesen, dass die Erhöhung des Verpflichtungskredits genehmigt wird.
Wir danken dem Verein Gaskessel für sein grosses Engagement und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg bei seiner wichtigen Arbeit.