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Michael Burkard · Grüne Freie Liste

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Stadtrat (BE)16.05.2024Michael Burkard (GFL) für die

Michael Burkard (GFL), Einzelvotum: Es gibt ja 2 Arten von Fans oder Fan-Kurven. Ich bin jetzt Fankurve KKJPD, ein Ultra, und ich finde, die KKJPD ist auf dem richtigen Weg gewesen. Warum sage ich das? Zum Formellen zuerst einmal: Es wurde unterlassen, in der Antwort, ich weiss nicht warum, zu fragen, ob das überhaupt eine Motion ist im Sinne der Motion. Dort heisst nämlich, man müsste eine Regelung verlangen, die im Zuständigkeitsbereich des Stadtrats ist. Aber die Bewilligungsbehörde ist der Gemeinderat, die Exekutive, und der Stadtrat ist nicht die Bewilligungsbehörde und hat eigentlich hier überhaupt nichts zu sagen. Das ist auch richtig so, weil es ein Ermessensspielraum der Behörden ist und das soll auch so bleiben und das kann der Stadtrat auch mit einer Richtlinienmotion nicht ändern. Zum Inhalt: Ich verstehe David Böhner, dass man sagt, man solle das aus liberaler oder freiheitlicher Sicht – im Zweifel für die Freiheit, Reitschule – gleichbehandeln wie andere Formen von vielleicht kritikwürdigem Verhalten. Das kann ich nachvollziehen.

Hier aber muss man vielleicht einmal eine Stufe höher gehen und sagen: Was ist denn der Kern? Es sind nicht die Fans das Problem, sondern es sind kommerzielle Veranstaltungen. Es ist ein Geschäftsmodell, das darauf basiert, dass man die Kosten externalisiert. Die Kosten tragen nämlich das Gemeindewesen, die SBB, die Polizei, die hingehen muss und, und, und. Das ist ein Geschäftsmodell, das darauf basiert, dass man Kosten externalisieren kann. Und ich sehe nicht ein, warum man das so toll findet. Wenn der Dialog nicht nichts fruchtet – die KKJPD hat es probiert, die andere Seite ist offenbar ausgestiegen. Was soll man dann noch machen? Als Ultima Ratio anschliessend die Androhung einer Sektorsperre, damit man wieder das Gespräch findet, ist aus meiner Sicht legitim. Und wenn man das nicht will, was will man dann? Man muss ihnen halt beim Geld..., dann tut es ihnen weh. Wenn niemand mehr kommt, haben sie diese Einnahmen nicht mehr. Das ist offenbar der einzige Weg, wie man die Clubs zum Dialog zwingen kann und das muss man offensichtlich, denn ich habe das Tagesgespräch gehört mit dem Verantwortlichen. Das ist nur Passivität, nur blablaba, Zeit zu gewinnen, Zeit schinden und jeden Monat in der Saison kommt der Stutz rein. Und das ist ein Geschäftsmodell, das so nicht funktioniert. Ich sehe nicht ein, warum man das weiter toleriert. Darum: Für mich ist das eine sportpädagogische Massnahme und keine Kollektivstrafe.

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Institution
Stadtrat

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