Monika Stampfli · GLP
In der Schweiz haben über 800’000 Personen gleichzeitig Mühe im Lesen, Rechnen und Probleme Lösen; das sind 15 Prozent der 16- bis 65-Jährigen. Ich gehe davon aus, dass es diese 15 Prozent auch im Kanton Bern gibt. Betroffene Personen sind seltener erwerbstätig, verdienen weniger, und fast die Hälfte hat keinen nachobligatorischen Bildungsabschluss. Auch wichtig zu erwähnen ist: Mangelnde Grundkompetenzen betreffen nicht nur fremdsprachige Personen. Jede und jeder in unserem Kanton sollte nicht nur die Möglichkeit erhalten, sondern muss Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben Deutsch, Französisch, Elementarmathematik usw. erlangen können. Dasselbe gilt auch für Umschulungen. Wenn es an der Arbeitsstelle neue Qualifikationen braucht, muss die Weiterbildung unterstützt werden. Dank der Angebotsförderung der BKD können sich betroffene Personen schon heute günstig aus- und weiterbilden oder umschulen lassen.
Ich bin erstaunt, dass weder die Regierung noch die Motionäre die nationale Kampagne «Einfach besser!» erwähnen, die von der Schweizerischen Weiterbildungskonferenz (SWBK) und vom Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben geleitet wird und vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterstützt wird. Auch auf dieser Plattform werden sehr günstige Aus- und Weiterbildungen im Kanton Bern zur Verfügung gestellt. Entsprechend unterstützen die Grünliberalen den Antrag des Regierungsrates, das heisst, wir unterstützen das Postulat nicht.