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Ruth Keller-Gätzi · FDP

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Kantonsrat (SG)02-12-2025Mitglied des Kantonsrates

Keller-Gätzi-Wittenbach: Dem Antrag der SP-GRÜNE-GLP-Fraktion ist zuzustimmen. Ich lege meine Interessen offen: Ich bin Leiterin des ambulanten Haushilfe- und Entlastungsdienstes der Frauenzentrale St.Gallen. Im Rahmen eines Leistungsvertrags mit der Stadt St.Gallen unterstützen wir einen sehr grossen Teil von Menschen, die an einer Suchterkrankung leiden, jedoch noch zuhause leben können.

Die in Bst. b vorgeschlagene Reduktion der Beiträge ist weder zielführend noch kostensparend. Sie würde nicht die Zahl der Bedürftigen senken, sondern lediglich dazu führen, dass kostengünstige private Einrichtungen, wie z.B. das Wohnhaus Florida oder die Herberge zur Heimat, gefährdet wären. Diese leisten ohne teure staatliche Strukturen pragmatische Hilfe in schwierigen Lebenslagen. Bei einer Plafonierung müssen solche Institutionen eine kantonale Zertifizierung anstreben, was höhere Kosten für den Kanton bedeutet. Heute werden rund 50 Prozent der Kosten privat getragen, und die Beiträge sind seit dem Jahr 2007 unverändert. Eine Kürzung wäre eine Bestrafung privater Initiative und würde letztlich die öffentliche Hand mehr belasten als entlasten.

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