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Christoph Brutschin · SP

de
Grosser Rat (BS)13-01-2021

Ich bin froh, mit welcher Intensität und Ernsthaftigkeit Sie sich mit dieser Materie auseinandergesetzt haben. Ich danke dafür. Ich habe sehr gerne gehört, dass Sie das Werk in seiner Gesamtheit als positiv beurteilen. Ich gebe das gerne weiter in die Abteilung von Samuel Hess, und dort an diejenigen Frauen, die zuständig dafür sind, dass dieser Bericht so gut geworden ist. Ich finde ihn auch sehr gut. Ich kann wirklich sagen, in der Abteilung von Samuel Hess gibt es einige Talente, was das volkswirtschaftliche Wissen betrifft, aber auch das Umsetzen und Übersetzen. Und das freut mich ausserordentlich. Vielen Dank auch an Beat Schaller für die seriöse und vertiefte Auseinandersetzung mit dem Bericht. Er hat klar aufgezeigt, dass wir Stärken haben, zu denen wir schauen müssen, dass es aber auch nicht schwarze Flecken aber doch Punkte gibt, in denen wir noch einen Schritt weiterkommen müssen und gemeinsam werden. Beat Braun sagt zu Recht, dass Life Sciences bislang wirtschaftlich ein Glücksfall waren. Aber wir sind unterdessen bei etwa 40% des BIP, das diese Branche beiträgt. Es ist nichts Aussergewöhnliches. Die Finanzwirtschaft ist mindestens so prominent oder auch dominant im Raum Zürich, und die Werkzeugs- und Maschinenindustrie in der Ostschweiz. Aber ich glaube, wir haben Chancen und Herausforderungen, und diese treffen insbesondere die Finanzwirtschaft, Versicherungen. Wir sind durch die Steuerreform auch für Versicherungen deutlich attraktiver geworden fiskalisch. Das wird ein Schwerpunkt sein müssen in der nächsten Legislatur, und dann die Stärkung der IT-Unternehmenslandschaft, wo wir wissen, dass Vieles in den Grossunternehmen selbst passiert. Aber ich glaube, dass wir hier noch Entwicklungspotenzial. Damit kann ich überleiten zu Oliver Thommen, der zu Recht darauf hinweist, dass uns bevorsteht, diese dauernde Suche des ökonomischen und ökologischen Gleichgewichts voranzutreiben. Wenn diese Einschränkung auch so zu verstehen ist, es braucht, damit die Ökonomie und damit auch die Arbeitsplätze keinen nachhaltigen Schaden nehmen, Absenkpfade und keine Brüche. Das ist wichtig. Wir müssen uns auf Absenkpfade beim CO2-Ausstoss einigen. Das steht schon in der Verordnung des Energiegesetzes. Dort ist klar definiert, wie viel CO2-Ausstoss noch zulässig ist mit dem Ziel, netto Null im Jahr 2050 zu erreichen. Ich möchte aber auch daran erinnern, dass es neben dem Gebäudesektor die Wirtschaft und Industrie waren, die die grössten Einsparungen in den letzten 15 Jahren beim CO2-Ausstoss gemacht haben. Das grösste Problem haben wir im Bereich Mobilität. Hier hängen die Früchte noch am tiefsten, da können wir noch mehr machen. Dann wird ein etappiertes Vorgehen bei der weiteren Reduktion des CO2-Ausstosses, bei dem auch die Wirtschaft ihre Verpflichtungen und Aufgaben hat, wahrzunehmen sein. Ich bedanke mich noch einmal für die freundliche Aufnahme dieses Berichts. Ich werde ausserhalb dieses Saales mit Interesse die nächste Ausgabe lesen und hoffe, dass wir dann ein paar Schritte weitergekommen sind in den Bereichen, von denen wir wissen, dass es noch Hausaufgaben zu machen gibt.

Protocol dal pled
bs.recapp.ch
Instituziun
Grosser Rat

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0