Anna Tanner
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- 1989
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- Biel/Bienne
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- 29.08.2026
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- 30.08.2026
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Naginas cartas d'access emessas.
- DiscursEs braucht genügend Schutzplätze und Anschlusslösungen für gewaltbetroffene Frauen und ihre KinderNr. 2024.RRGR.263Grosser RatAnna Tanner, Biel/Bienne (SP), Fraktionssprecherin. Auch kurz zu meiner Interessenbindung: Ich bin seit acht Jahren Opferhilfeberaterin im Frauenhaus Bern. Das hier ist meine letzte Wortmeldung, und nächste Woche ist auch meine letzte Woche im Frauenhaus.
In der Antwort des Regierungsrates steht, dass die Anzahl der betroffenen Frauen gesunken ist. Wenn wir in die Geschäftsberichte der beiden Frauenhäuser und der Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern schauen, sehen wir, dass die Variation nicht gross ist, es handelt sich etwa um vier Frauen. Ich finde, dort müsste man sehr vorsichtig mit dieser Zahl umgehen.
Eine andere wichtige Zahl ist jene zu Frauen, die zum Täter zurückkehren, und diese ist nämlich gesunken. Der Zusammenhang ist zwar nicht erforscht, aber man kann aus der Praxis sagen: Wenn wir es schaffen, richtig gut zu arbeiten, wenn wir es schaffen, genügend Zeit für die Frauen zu haben, genügend Plätze zu haben, genügend auf die Bedürfnisse einzugehen, dann gehen die Frauen auch weniger rasch zum Täter zurück in eine gewaltvolle Beziehung. Sie können hingegen schneller und sicherer ein gutes Leben aufbauen, sie sind weniger auf zusätzliche Unterstützung angewiesen, wenn wir sie begleiten können, um ein sicheres und gutes Leben zu starten.
Und es wurde auch schon gesagt: Die Unterbringung in den Hotels oder ausserkantonal ist auch extrem gestiegen. Die Nachfrage ist extrem gross. Sie ist im Kanton Bern von 71 Personen im Jahr 2023 auf 143 Personen gestiegen, und das ist eine grosse Zahl. Dieser müssen wir Rechnung tragen.
Stellen Sie sich vor, nochmals kurz aus der Praxis, eine weinende Frau ist am Telefon, die Gewalt erfährt und fast verzweifelt. Sie findet keinen Platz, und Sie müssen Ihr sagen: «Sie müssen jetzt nach Zürich. Es bringt zwar sehr viel Mehrkosten, und wir wissen nicht, wann Sie zurückkommen.» Sie hat Angst, dass sie gefunden wird. Sie hat Angst, ihr Leben ist bedroht. Die Kinder können nicht in die Schule ... (Die Präsidentin bittet die Rednerin, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’oratrice de conclure.)
Deshalb ist es extrem wichtig, dieser Motion zuzustimmen. Danke vielmals.
- DiscursKostenloser ÖV für Kinder und JugendlicheNr. 2024.RRGR.181Grosser RatAnna Tanner, Biel/Bienne (SP), Fraktionssprecherin. Es wurden schon viele wichtige Punkte genannt. Ich möchte zuerst kurz darauf eingehen, was mein Vorredner gesagt hat, Herr Blatti: Dass es unfair sei, wenn ein Teil der Bevölkerung jetzt diese Billette bezahlt erhält und der andere Teil nicht.
Das Gute ist ja: Wir waren alle einmal Kinder und Jugendliche, und alle, die jetzt neu kommen, sind Kinder und Jugendliche. Klar, wir konnten selbst nicht davon profitieren, aber alle die, die nach uns kommen. Irgendwann muss man ja damit beginnen, und dann hat es eine Gerechtigkeit, weil alle davon profitieren, unsere Kinder und Jugendlichen. Das ist die Zukunft, und in die Zukunft müssen wir investieren.
Vielleicht noch dies: Der Vorstoss hat zwei wichtige Aspekte, wie der Motionär schon gesagt hat, Klimaschutz und Sozialpolitik. Ich werde jetzt vor allem die Sozialpolitik erläutern. Denn eine der grössten Armutsfallen, vor allem gerade im Kanton Bern, ist die Familiengründung. Ein Fakt, der sicher hier in diesem Saal schon viel genannt wurde. Ein Drittel der Sozialhilfebeziehenden sind Kinder und Jugendliche, weil die Fixausgaben für Familien eben wirklich extrem teuer und eine extreme finanzielle Belastung sind. Das Leben wird immer teurer, und dadurch ist auch die Gefahr gross, dass die Menschen entweder in die Sozialhilfe oder einfach in die Armut rutschen.
Wir haben im Kanton Bern leider keine Familien-Ergänzungsleistungen. Der kostenlose ÖV wäre eine etwas andere Form einer Unterstützung. Mobilität ist wichtig und notwendig. Durch die Mobilität können nämlich die Jugendlichen in ihre Ausbildungsstätte gelangen, Freizeitaktivitäten ausführen und wichtige soziale Kontakte knüpfen und pflegen. Es gab Zeiten, in denen das nicht so gut möglich war. Zum Beispiel hat Corona exemplarisch gezeigt, was passieren kann, wenn Jugendliche zu stark isoliert werden. Zugegeben, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Aber es gibt immer noch Jugendliche, die sich aus unterschiedlichen Gründen viel zuhause aufhalten.
Die Mobilität, beziehungsweise das fehlende Geld für die Mobilität, ist ein Grund. Mobilität hilft also, der Isolation entgegenzuwirken, was sehr hilfreich ist, insbesondere auch für die psychische Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen. Ausserdem kann es nicht sein, dass Mobilität eine Frage des Einkommens der Eltern sein kann. Mobilität soll allen Kindern zustehen, und den Jugendlichen auch. Deshalb schafft dieser Vorstoss bei einer Annahme und bei der Umsetzung auch mehr soziale Gerechtigkeit.
Wir haben uns vorhin noch kurz mit dem Motionär ausgetauscht. Er fand auch, wenn jetzt sehr viele von Ihnen finden würden: «Okay, bei einem Postulat wären wir dabei», würde er, würden wir auch wandeln. Merci vielmals. Aber ansonsten empfiehlt die SP-Fraktion natürlich Zustimmung.
- DiscursSoziale Arbeit in der Psychiatrie sichern und stärkenNr. 2024.RRGR.96Grosser RatAnna Tanner, Biel/Bienne (SP), Mitmotionärin, Fraktionssprecherin. Genau, vielleicht zuerst am Anfang eine kleine Interessenbindung: Ich bin selber Sozialarbeiterin, habe selber mein erstes Ausbildungspraktikum beim Sozialdienst der UPD gemacht, habe dort auf dem Sozialdienst gearbeitet. Einfach kurz: Unsere Hauptaufgabe dort war es, grundlegende organisatorische Herausforderungen zu lösen, eben eine neue Wohnung zu suchen, mit den Sozialversicherungen zu schauen, finanzielle Absicherungen zu machen, mit den Arbeitgebern zu schauen, wie es weitergehen soll, Nachfolgelösungen, wo die Leute wohnen können, wenn sie aus der Psychiatrie herauskönnen.
Also alles Aufgaben, die helfen, damit diese Menschen möglichst schnell wieder ein eigenständiges Leben können führen, und dass das gut und stabil organisiert wird und nicht, dass es dann gerade wieder zum Drehtüreneffekt kommt: Kaum tritt jemand aus der Psychiatrie aus, muss er gerade wiederkommen, weil das Leben nicht gut organisiert war, denn das ist wirklich ganz wichtig, auch die für die psychische Gesundheit.
Das hat auch zur Folge, wenn das Leben gut organisiert ist, dass es dem Menschen besser geht und auch die Würde des Menschen gewahrt und gewährleistet werden kann, und dass die Menschen nicht Ewigkeiten in der Psychiatrie bleiben müssen, was auch für die Betroffenen selber sehr belastend kann sein, aber auch die Gesundheitskosten erheblich in die Höhe treibt. Es hat auch zur Folge, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, weil die Psychiatrien wie die Spitäler teilweise wirklich sehr übervoll sind und nachher auch keine neuen Patientinnen mehr aufnehmen können.
In anderen Kantonen ist es auch schon gang und gäbe, dass die zusätzliche Finanzierung für die Sozialarbeit in den Psychiatrien vom Kanton übernommen wird und nicht in der Verantwortung der Kliniken ist. Dann gibt es nämlich auch mehr Handlungsspielraum für die Kliniken selber, und der Kanton kann die Richtlinien vorgeben, was eigentlich umgesetzt werden sollte. Darum möchte sich auch die SP-JUSO-Faktion Grossrätin Seraina Patzen anschliessen: den Punkt 1 zurückziehen und den Punkt 3 in ein Postulat wandeln. Merci vielmals, danke.
- DiscursGemeindeautonomie für politische Rechte!Nr. 2023.RRGR.346Grosser RatAnna Tanner, Biel/Bienne (SP), Fraktionssprecherin. Wie schon oft gesagt wurde, ist die Mitbestimmung für eine Demokratie wirklich von sehr grosser Bedeutung. Wir sind auch darauf angewiesen, dass sich die Menschen aktiv am Leben in den Gemeinden – es geht eben hier wirklich um die Gemeinden – beteiligen, denn das hilft an jedem Ort, damit die politischen, geplanten Projekte auch wirklich den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen.
Als Stadtparlamentarierin von Biel kann ich sagen, dass es gerade in Biel, wo wir einen grossen Anteil von Menschen ohne Schweizer Pass haben, die deswegen eben ausgeschlossen sind, eben extrem zentral wäre. Und ich möchte gern wissen, ob ein Grossteil der Bevölkerung für die Schulhäuser ist, für die Turnhalle, die geplant wurde, für die Trottoirs, ob die Velowege okay sind und ob auch die Leistungsverträge mit den Kulturinstitutionen wirklich den Willen der Bevölkerung widerspiegeln.
Auch bei der Unterschriftensammlung mache ich oft die Erfahrung, dass mir viele Leute zurückmelden: «Ich würde sehr gern unterschreiben, kann aber leider nicht.» Oft geht es um konkrete Vorlagen für die Gemeinden.
Und hier möchte ich auch meinem Vorredner recht geben, der auf den ersten Redner antwortete: Es geht hier nicht um Partikularinteressen, es geht darum, die Meinung äussern zu können. Und interpretiert wird auch das als Menschenrecht. Und wenn wir jetzt anfangen, die Menschenrechte zu verhandeln, wie das der erste Redner gemacht hat, dann weiss ich nicht ... – aber ich würde die Mitsprachemöglichkeit gern als Menschenrecht verorten.
Gerade den Menschen ohne Schweizer Pass ermöglicht eine Mitbestimmung eine Teilhabe am öffentlichen Leben, was auch zu einer besseren Inklusion und zu einem besseren Zugehörigkeitsgefühl führt. Und das wirkt sich nicht zuletzt positiv aus, auf den allgemeinen Zusammenhang, auf die Mitbestimmung dieser Leute, auf das Interesse, was passiert, und schlussendlich auch auf den Fachkräftemangel, was auch ein positives Argument sein könnte, das eventuell die eine oder andere Person hier interessieren könnte.
Manchmal geht es auch darum, dass den Parteien – Sie kennen das sicher auch – motivierte Personen fehlen, um die offenen Ämter zu besetzen oder wirklich mitzuarbeiten. Die Möglichkeit, mitzubestimmen zu können, würde dem ganz bestimmt entgegenwirken, und wir hätten mehr motivierte Politikerinnen und Politiker, die mithelfen und mitziehen würden.
Wie Samantha Dunning schon gesagt hat: Wir wären nicht die Ersten, es gibt schon andere Kantone, die das eingeführt haben, und jetzt müssen wir einfach nachziehen. Lassen wir doch die Bevölkerung mitreden und verschliessen uns nicht von dieser Möglichkeit.
Die SP-JUSO-Fraktion ist übrigens hocherfreut, dass der Regierungsrat die Annahme empfohlen hat, und wir werden dem natürlich auch folgen. Das machen wir. Danke vielmals.
- DiscursGrosser RatAnna Tanner, Biel/Bienne (SP), Fraktionssprecherin. Gerne schliessen wir uns als SP-JUSO-Fraktion Maurane Riesen an, denn die SP unterstützt diesen Änderungsantrag. Wie es im Antrag steht: Es soll geprüft werden. Es gibt drei Varianten: privat, halb öffentlich und öffentlich. Und der letzte Zusatz dieses Antrags macht eigentlich klar, in welche Richtung es gehen soll. Der Antrag ist sehr offen formuliert und lässt auch mehrere Prüfvarianten zu. Klar, Sie können jetzt gut sagen: Was hat eigentlich die juristische Organisationsform mit diesem Rettungsschirm zu tun? Und wir sagen: Genau dort liegt der Hund begraben.
Wir haben in der Diskussion in der Fraktion festgestellt, dass der Rettungsschirm eine Symbolbekämpfung einer Fehlfunktion in einem System ist, das wirklich nicht funktioniert. Jetzt müssen wir wieder durch öffentliche Gelder Institutionen finanzieren, die in AG ausgegliedert werden oder bereits wurden. Das zeigt, dass die wichtigen, systemrelevanten Spitäler nicht nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionieren.
Vergleichen wir doch diesen wichtigen Service public mit anderen Institutionen, z. B. aus der Bildung: die öffentlichen Schulen, oder auch die Existenzsicherung oder andere soziale Dienstleistungen. Diese Institutionen funktionieren staatlich wirklich bestens. Sie schaffen für alle Menschen die gleichen Bedingungen, die gleichen Startmöglichkeiten und die gleichen Möglichkeiten und alle haben Zugang dazu, und das ist wichtig – und dies auch in hoher Qualität. Nehmen wir sie doch als Vorbild für einen guten Service public, denn der Staat kann das und unser Kanton kann das. Merci vielmal.
- InterpellationMitvorstösserin/MitvorstösserInnerfamiliäre oder häusliche Gewalt: VerbrechenspräventionNr. 2024.GRPARL.99
- MotionHauptvorstösserin/HauptvorstösserHohe Prämienlast im Kanton Bern stoppenNr. 2024.RRGR.205
- InterpellationMitvorstösserin/Mitvorstösser
- InterpellationHauptvorstösserin/Hauptvorstösser
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserSoziale Arbeit in der Psychiatrie sichern und stärkenNr. 2024.RRGR.96
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