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Isabella Stäheli · SVP

deMitglied GR
Grosser Rat (TG)04/10/2010
Die GP-Fraktion dankt dem Regierungsrat für die sachliche Beantwortung der Interpellation. Sie entspricht unseren Vorstellungen von einer humanitären Schweiz, ist vernünftig und nicht tendenziös. Für eine begrenzte Zeit ist die Unterkunft in einer Zivilschutzanlage vertretbar. Meistens erfolgt die Verteilung auf die Gemeinden aber auf unbestimmte Zeit. Die Unterbringung kann mehr als ein Jahr dauern und ist nicht vergleichbar mit der Situation unserer Soldaten, die bis zu vier Wochen in engen Verhältnissen leben müssen. Es ist nicht fair, Asylsuchende mit Soldaten zu vergleichen, die in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen stehen. Hingegen können ausreisepflichtige Personen in einer Zivilschutzanlage untergebracht werden, wie es einige Gemeinden auch machen. Diese Leute kann man so motivieren, schneller aus der Schweiz auszureisen. Wir sind auch gegen eine Zentralisierung der Unterkünfte. Was dagegen spricht, hat der Regierungsrat sehr treffend formuliert. Die Platzierung von Asylsuchenden ist eine grosse Herausforderung. Der Regierungsrat unterstützt die Gemeinden dabei so gut er kann. Wir leben in einer Welt, in der es viel Krieg, Leid und grosse Ungerechtigkeiten gibt; damit müssen wir uns abfinden. Wir können keinen Zaun um unser Land ziehen, müssen uns den Problemen stellen, uns arrangieren und engagieren, um diese Probleme gemeinsam lösen zu können. Es sollte selbstverständlich sein, dass die Unterkünfte nach Geschlechtern getrennt werden. Ich hoffe, dass im Kanton Thurgau konsequent darauf geachtet wird.
Instituição
Grosser Rat

Dados: OpenParlData · CC BY 4.0