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SK

Stefan Kohler

Active
Die MitteDie Mitte-EVP-Fraktion 2024/2028
KantonsratSarganserland
Mandate
Party
Die Mitte
Parliamentary group
Die Mitte-EVP-Fraktion 2024/2028
Parliament
Kantonsrat (SG)
Electoral district
Sarganserland
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Occupation
Gemeindepräsident
Language
German
References & source
Source body
SG
Source updated
28.01.2026
Record updated
17.08.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(378)
  1. Ja
    Kantonsrat
    Result: 110 Yes · 0 No · 2 Abst. · 8 Absent
  2. Nein
  3. Nein
  4. Nein
  5. Nein
    Kantonsrat
    Result: 27 Yes · 54 No · 30 Abst. · 9 Absent
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Speeches(2)
  1. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat
  2. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Kohler-Sargans: Auf die Vorlage ist nicht einzutreten. Ich lege meine Interessen offen: Ich bin Gemeindepräsident von Sargans und mit dem Tempo 30 schon seit meinem Amtsantritt regelmässig beschäftigt.

    Wir diskutieren heute nicht nur über Symbolpolitik, sondern über die Frage, wie wir unsere Städte und Gemeinden so gestalten, dass sie sicher, gesund und lebenswert bleiben. Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, das dort eingesetzt wird, wo es nachweislich wirkt: bei der Reduktion von Lärm und der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Unfälle auf Hauptstrassen haben oft besonders schwere Folgen. Die internationale Forschung zeigt seit einigen Jahren, dass bereits eine Reduktion von 50 auf 30 km/h die Überlebenschancen von Fussgängerinnen und Velofahrern massiv erhöht. Viele Schweizer Städte haben diese Erfahrung bestätigt – weniger Unfälle, klarere Situationen, mehr Rücksichtnahme. Wenn wir wissen, dass eine Massnahme Leben schützt, ist es unsere Aufgabe, sie dort einzusetzen, wo es sinnvoll ist.

    Die Lärmgrenzwerte werden in vielen dicht bebauten Strassenabschnitten überschritten. Die Bevölkerung hat Anspruch auf Schutz. Tempo 30 ist in zahlreichen Fällen die wirksamste und kostengünstigste Massnahme, um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Es geht hier nicht um Ideologie, sondern um Rechtskonformität. Wenn wir Tempo 30 generell ablehnen möchten, müssten wir erklären, wie wir die Lärmschutzpflicht sonst erfüllen wollen und wenn ja zu welchem Preis.

    Oft wird behauptet, Tempo 30 führe zu Stau oder beeinträchtige den öV. Die Erfahrungen aus verschiedenen Städten zeigen ein anderes Bild: Der Verkehrsfluss bleibt stabil, weil Tempo 30 zu gleichmässigerem Fahren führt. Auch der öV kann hier problemlos integriert werden. Niemand fordert Tempo 30 auf jeder Hauptachse, sondern eine differenzierte, fachlich begründete Anwendung.

    Unsere Hauptstrassen sind längst nicht mehr reine Durchfahrtsachsen. Sie sind Wohn- und Arbeitsräume, Schulwege und Einkaufsstrassen. Wenn wir wollen, dass Menschen zu Fuss gehen, das Velo nutzen oder den öV wählen, müssen wir diese Räume so gestalten, dass sie sicher und angenehm sind. Tempo 30 ist ein Baustein einer modernen menschenorientierten Verkehrspolitik.

    Föderalismus bedeutet Verantwortung vor Ort. Gemeinden und Städte kennen ihre Strassenräume am besten. Sie wollen weiterhin die Möglichkeit haben, dort Tempo 30 einzuführen, wo es fachlich begründet ist. Eine übermässige Einschränkung durch den Bund und den Kanton würde die lokale Planung schwächen sowie die Umsetzung von Lärmschutz- und Sicherheitsmassnahmen erschweren.

    Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen ist kein Angriff auf die Mobilität, sondern ein Beitrag zu einer sicheren, gesunden und funktionierenden Gemeinde oder Stadt. Es ist eine Massnahme, die wirkt, rechtlich notwendig sein kann und von der Bevölkerung breit unterstützt wird, wenn sie gut begründet und sorgfältig umgesetzt wird. Solche Beispiele gibt es – auch in Sargans. Ich bin zuversichtlich gestimmt, dass spezielle Situationen auch weiterhin möglich sein sollen.

Contributions(45)
Memberships(22)

Images(2)

  • Version 1
    01.01.2025 – 04.10.2025
  • Version 2
    04.10.2025 – 31.12.2199

Data: OpenParlData · CC BY 4.0