Florian Kobler
- Party
- Sozialdemokratische Partei
- Parliamentary group
- SP-GRÜNE-GLP-Fraktion 2024/2028
- Parliament
- Kantonsrat
- Electoral district
- St.Gallen
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Male
- Occupation
- Abteilungsleiter
- Language
- German
- Source body
- SG
- Source updated
- 28.01.2026
- Record updated
- 30.06.2026
- First imported
- 14.08.2025
- JaKantonsratSystemwidrige Ergänzungsleistungen ohne Rentenanspruch (Interpellation)Result: 66 Yes · 1 No · 0 Abst. · 53 Absent
- JaKantonsratII. Nachtrag zum Gesetz über die soziale Sicherung und Integration von Menschen mit Behinderung (Behindertengleichstellungsrechte) (Gesetzgebungsgeschäft)Result: 74 Yes · 41 No · 0 Abst. · 5 Absent
- JaKantonsratNachtrag zum Gesetz über die soziale Sicherung und Integration von Menschen mit Behinderung (Finanzierung ambulante Leistungen im Bereich Wohnen) (Gesetzgebungsgeschäft)Result: 107 Yes · 0 No · 0 Abst. · 13 Absent
- NeinKantonsratReduzierter Anspruch auf finanzielle Sozialhilfe für Schutzbedürftige mit Aufenthaltsbewilligung (Motion)Result: 99 Yes · 15 No · 0 Abst. · 6 Absent
- NeinKantonsratReduzierter Anspruch auf finanzielle Sozialhilfe für Schutzbedürftige mit Aufenthaltsbewilligung (Motion)Result: 98 Yes · 16 No · 1 Abst. · 5 Absent
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- Speech
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- SpeechSpeechMitglied des KantonsratesKantonsrat
Kobler-Gossau (im Namen von Kobler-Gossau / Hasler-Balgach): Die Interpellantin und der Interpellant sind mit der Antwort der Regierung nicht zufrieden.
Die Antwort zeigt leider deutlich, dass es beim Rückzug der SBB aus dem kombinierten Güterverkehr in der Ostschweiz an Engagement und Gegenwehr fehlt. Die Regierung nimmt einen Entscheid mehr oder weniger hin. Ein Entscheid, der für unseren Kanton weitreichende Folgen hat – für die Wirtschaft, die Bevölkerung und die Klimaziele. Der Strassenverkehr ist einer der grössten Verursacher von CO2 und Luftschadstoffen. Gleichzeitig ist er der Bereich, in dem wir die geringsten Fortschritte erzielen. Wenn nun Güter von der Schiene auf die Strasse verlagert werden, verschlechtert sich der Modalsplit weiter. Die Ostschweiz liegt heute schon unter dem Schweizer Durchschnitt. Künftig wird der Bahnanteil im Güterverkehr praktisch marginalisiert. Die Verlagerungspolitik wird damit faktisch den Privaten überlassen, wie wir es im Rheintal erleben. Das kann nicht unser Anspruch sein.
Besonders stossend ist, dass die positive Entwicklung in Gossau zunichtegemacht wird. Wir haben dort bald eine nigelnagelneue Anlage, die nun ohne Wert dasteht. Die SBB verweist auf ihre Strategie und verspricht einen möglichen Anschluss der Ostschweiz ab dem Jahr 2032. Doch bis dahin sind die Weichen längst gestellt – und zwar gegen den Güterverkehr auf der Schiene. Wie beim Fernverkehr endet die Strategie der SBB einmal mehr vor der Ostschweiz. Die Folgen für die Bevölkerung sind klar: mehr Lastwagen, mehr Lärm und mehr Luftbelastung. Die Regierung selbst spricht von bis zu 25 zusätzlichen Fahrten je Tag. Das führt zu weiterem Druck auf die Strassen. Das ist verkehrs- und klimapolitisch der falsche Weg. Ohne nennenswerte Gegenwehr wird St.Gallen im Bereich Schiene – im Fern- wie auch im Güterverkehr – auf das Abstellgleis gestellt.
Ich erwarte, dass die Regierung sich noch aktiver einsetzt und hier etwas unternimmt. Sie soll Druck machen, dass die Ostschweiz verkehrspolitisch nicht abgehängt wird.
- SpeechSpeechMitglied des KantonsratesKantonsrat
Kobler-Gossau: Auf die Motion ist nicht einzutreten.
Huber-Wildhaus-Alt St.Johann, ich schätze Sie aus der gemeinsamen Tätigkeit in der Staatswirtschaftlichen Kommission. Wir haben dort gute Diskussionen. Aber hier sind Sie und Ihre Partei wirklich brutal auf dem Holzweg. Ich weiss nicht, von welcher Partei die Sache mit dem Wecker kommt. Aber den Wecker hören viele Menschen, die jeden Tag dafür kämpfen, dass sie über die Runden kommen. Diese Menschen stehen früh auf. Ich kann Ihnen ein Beispiel schildern: Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern steht jeden Morgen früh auf, weckt die Kinder, bereitet sie für die Schule vor und geht nachher arbeiten. Sie kämpft um jeden Franken. Nun kommen Sie mit dieser Motion und wollen diesen Leuten, die sich teilweise in prekären Situationen befinden, das Geld noch mehr kürzen. Das ist schlichtweg falsch.
Mich stört vieles an dieser Motion – eigentlich stört mich alles. Aber am schlimmsten ist, dass Sie schreiben, dass die Motion Anreiz für eine aktive Teilnahme am Arbeitsmarkt schaffe. Das stimmt nicht. Das ist nicht richtig. Eine Kürzung der Sozialhilfe schafft eher Panik bei diesen Leuten, die Ende Monat eh schon knapp bei Kasse sind und um jeden Franken kämpfen. Sozialhilfekürzungen motivieren nicht, sie verunsichern, sorgen für Ängste und erschweren den Weg in den Arbeitsmarkt. Echte Motivation entsteht nicht durch die Angst, sondern durch Unterstützung, Sicherheit und realistische Chancen. Menschen arbeiten, wenn sie können, und nicht, wenn sie gedrückt werden. Wir müssen Armut bekämpfen und sicher nicht verschärfen.
- SpeechSpeechMitglied des KantonsratesKantonsrat
Kobler-Gossau: Dem Antrag auf Dringlicherklärung ist zuzustimmen. Ich lege meine Interessen offen: Ich bin Präsident des Gewerkschaftsbunds St.Gallen-Appenzell.
Frei-Rorschacherberg: Doch, diese Dringlichkeit ist wichtig, denn sie zeigt auf, dass man die Sorgen und Ängste des Personals ernst nimmt. Diese sind vorhanden, das weiss ich aus vielen Gesprächen. Es ist wichtig, dass diese Interpellation eingebracht wurde, und es ist wichtig, dass wir diese Interpellation dringlich erklären. Es herrscht tatsächlich – und ich will hier nicht übertreiben – Verunsicherung bei Teilen des Personals. Diese zusätzlichen Einsparungen von 60 Mio. Franken sind gefährlich, auch für die weitere Entwicklung unseres Kantons.
Wenn bei Sicherheit, Bildung und Gesundheitswesen auf dem Rücken des Personals gespart wird, dann bedeutet das auch eine schlechtere Bildung, weniger Sicherheit und eine schlechtere Gesundheitsversorgung. Darum bitte ich Sie: Nehmen wir diese Sorgen des Personals in verschiedensten Bereichen des Kantons ernst. Unterstützen Sie die Dringlichkeit, damit wir die Antworten auf die Fragen dieser Interpellation möglichst rasch erhalten und so ein Zeichen senden, dass wir diese Sorgen und Ängste ernst nehmen.
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- Vorberatende Kommission
- Mitgliedsince 02.03.2026
- Vorberatende Kommission
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- Interessengruppe des Kantonsrates
- Vorberatende Kommission
- Mitgliedsince 01.12.2025
- Vorberatende Kommission
- Mitglied02.12.2024 – 04.06.2025
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- Version 204.10.2025 – 31.12.2199
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