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Cécile Casado-Schneider

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Sozialdemokratische ParteiSP-GRÜNE-GLP-Fraktion 2024/2028
KantonsratWil
Mandate
Party
Sozialdemokratische ParteiSource: SP
Parliamentary group
SP-GRÜNE-GLP-Fraktion 2024/2028
Parliament
Kantonsrat
Electoral district
Wil
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Occupation
Leiterin Fachstelle Sonderpädagogik, Schulische Heilpädagogin
Language
German
References & source
Source body
SG
Source updated
28.01.2026
Record updated
04.07.2026
First imported
14.08.2025
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Speeches(3)
  1. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    M36 (Gebührenerhöhung Mittelschulen). Casado-Schneider-Flawil beantragt im Namen von Casado-Schneider-Flawil / Bosshard-St.Gallen, M36 zu streichen.

    Mit der Erhöhung von Gebühren kann jährlich viel Geld verdient werden. Das ist unbestritten. Diese Massnahme trifft weder die Gemeinden noch die Angestellten, also die Lehrpersonen, und sie hat auch keine Auswirkungen auf die Aufgabenerfüllung. Sie trifft aber die Familien von Schülerinnen und Schülern am Gymnasium. Kürzlich habe ich von einer Kollegin aus diesen Reihen gehört: «100 Franken, das ist ja nicht viel.» Aber als Mutter von zwei Söhnen, die gerade die Kantonsschule besuchen, weiss ich, dass es eben nicht nur diese Gebühren sind, die bezahlt werden müssen. Es kommen noch die Anschaffung eines Computers und Geld für das Schulmaterial dazu, ein Zugbillett muss bezahlt werden und einiges mehr. Für viele Eltern von Jugendlichen, welche die Kantonsschule besuchen, ist es wahrscheinlich kein Problem, das zu finanzieren. Ich denke aber an diejenigen Familien, die nicht einfach so einen Gebührenaufschlag von 50 Prozent bewerkstelligen können. Das Portemonnaie der Familien ist mit Krankenkassenprämien, Steuern und weiteren Ausgaben bereits stark belastet. Mit dieser Massnahme wird der Kantonshaushalt auf dem Rücken der Familien aufgebessert, ohne dass inhaltlich begründet wird, wieso die Gebühren erhöht werden müssen. Unsere Gymnasien stehen allen Jugendlichen aus dem Kanton offen. Die Realität sieht leider anders aus. Kinder, die zuhause auf inhaltliche und finanzielle Unterstützung zählen können, haben es viel einfacher, ein Gymnasium zu besuchen. Für einige Familien ist es aber eine finanzielle Herausforderung, obwohl die Jugendlichen schulisch dazu durchaus in der Lage wären. Da die Schulen die Erhöhung der Gebühren nicht mit einem inhaltlichen Mehraufwand begründen, brauchen wir diese Massnahme nicht. Ich bitte Sie, für unsere Familien auf die Erhöhung der Gebühren zu verzichten.

  2. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Casado-Schneider-Flawil: Dem Antrag Broger-Altstätten / Dürr-Widnau ist zuzustimmen.

    Mit der Untermassnahme Bst. c soll die aktuelle Praxis des Sportkontingents an den Mittelschulen beibehalten werden, das entgegen den Abmachungen aus dem Schlussbericht zum «Gymnasium der Zukunft» vom Frühling 2024. Der Bund schreibt drei Turnlektionen je Schuljahr vor. Im Kanton St.Gallen wurde im Rahmen von Kürzungen im Jahr 1997 der sogenannte Turnfaktor eingeführt. Dieser besagt, dass die Jugendlichen an den Mittelschulen viermal drei Lektionen Sport haben, das sind zwölf Lektionen, die Turnlehrpersonen davon aber nur elf unterrichten. Die zwölfte Lektion halten die Jugendlichen in Selbstverantwortung ab. Das machen sie, soweit mir bekannt ist, sehr unterschiedlich. Teilweise wird diese Lektion einfach abgesessen. Das liegt selbstverständlich in der Verantwortung der Schülerinnen und Schüler, sie sind alt genug dafür.

    Diese Sparmassnahme hätte mit der Einführung des «Gymnasiums der Zukunft» im kommenden Sommer wieder aufgehoben werden sollen. So steht es im Bericht vom Frühling 2024. Mit dem Entlastungspaket wird in der Untermassnahme Bst. c dieses Versprechen aber nicht eingehalten und durch die Fortführung eines kontingentierten obligatorischen Sportunterrichts langfristig eine Jahreslektion in allen Ausbildungslehrgängen gespart. Die Schulen sind trotzdem immer noch verpflichtet, die Vorgaben des Bundes einzuhalten.

    Ich verstehe den Unmut der Sportlehrpersonen, wurde ihnen doch etwas versprochen, was nun nicht eingehalten wird. Diese schweizweit einzigartige Regelung stösst bei den Lehrpersonen auf viel Unverständnis, da die Massnahme einen Eingriff auf die Unterrichtsgestaltung darstellt und die Stundenplanung dadurch noch herausfordernder wird. Zudem wird keine wirkliche Sparwirkung erzielt. Aus diesen Gründen appelliere ich an Sie und v.a. an die Mitglieder der IG Sport, diese Massnahme abzulehnen.

  3. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Casado-Schneider-Flawil (im Namen von Casado-Schneider-Flawil / Wyss-Vilters-Wangs / Lüthi-St.Gallen): Dem Antrag Casado-Schneider-Flawil / Wyss-Vilters-Wangs / Lüthi-St.Gallen ist zuzustimmen.

    Aus pädagogischer Sicht habe ich bisher nur wenige Argumente gehört, wieso gerade Französisch auf die Oberstufe verschoben werden soll. Es geht in der Motion darum, die Schülerinnen und Schüler zu entlasten. Dies wäre durchaus auch durch eine Verschiebung von Englisch auf die Oberstufe denkbar. Ich kenne sogar Kinder, die liebend gerne den Mathe-Unterricht auf die Oberstufe schieben würden.

    Für mich ist nicht schlüssig, wieso wir bei mangelnden Kompetenzen im Französisch mit einer Verschiebung des Fachs auf die Oberstufe reagieren. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler weniger Französischunterricht erhalten. Wo hat man schon einmal gehört, dass bei einem Mangel an Kompetenz und Können mit weniger Unterricht reagiert wird? Diese Überlegung kann ich nicht nachvollziehen. Falls es die Idee ist, dass die Jugendlichen die verpassten Lektionen aus der Mittelstufe dann in der Oberstufe noch nach- und aufholen sollen, so wird mit dieser Änderung ganz sicher nicht die angestrebte Entlastung der Schülerinnen und Schüler erreicht.

    Nur weil die Kinder im Englisch motivierter sind und sich mit dieser Sprache auch ausserhalb der Schule befassen, können wir doch nicht den Lehrplan danach ausrichten. Ja, Französisch ist für uns nicht so leicht zu erlernen. Diese Erfahrung haben wohl viele von uns gemacht. Das hat man heute Morgen ein bisschen gemerkt. Die Unterschiede zwischen Deutsch und Französisch sind grösser, und für mich als Lehrperson führt dies zu der Idee, den Kindern möglichst früh und spielerisch diese schwierige Sprache nahezubringen und nicht möglichst spät damit anzufangen, Wörter zu büffeln und schwierige Konjugationen zu üben. Französisch ist noch viel mehr, und wenn der Lehrplan umgesetzt würde, dann wären unsere Schülerinnen und Schüler bereits heute entlastet, weil im Lehrplan nämlich gar nicht so viel über Rechtschreibung und über Verbformen geschrieben steht. Übrigens bin ich davon überzeugt, dass unsere Haltung, die wir als Erwachsene und Eltern dem Französisch gegenüber haben, die Motivation unserer Schülerinnen und Schüler, unserer Kinder, sehr stark beeinflusst.

    Ich glaube, dass die Diskussion über den Französischunterricht hier nicht pädagogisch geklärt werden kann. Es geht aber um eine Entscheidung über den Wunsch nach mehr Miteinander. In einem viersprachigen Land können wir uns doch nicht darüber auslassen, dass wir kein Italienisch und Rätoromanisch lernen, und uns dann nicht einmal für die zweitgrösste Landessprache entscheiden. Für die Verständigung in der Schweiz und ein gelingendes Miteinander kann uns durchaus auch das Erlernen der Sprache helfen. Nicht nur, aber es wäre ein kleiner Beitrag dazu. Ein Beitrag zu mehr Einigkeit und Verständigung in unserem Land. «Je vous remercie de votre attention.»

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  • Version 1
    01.01.2025 – 04.10.2025
  • Version 2
    04.10.2025 – 31.12.2199

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