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TT

Toni Thoma

Former member
Schweizerische Volkspartei
KantonsratSt.Gallen
Mandate
Party
Schweizerische VolksparteiSource: SVP
Parliament
Kantonsrat (SG)
Electoral district
St.Gallen
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Occupation
Unternehmer, Gemeindepräsident
Language
German
References & source
Source body
SG
Source updated
28.01.2026
Record updated
17.08.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(149)
  1. Ja
    Kantonsrat
    Result: 110 Yes · 0 No · 2 Abst. · 8 Absent
  2. Ja
  3. Ja
  4. Ja
  5. Nein
    Kantonsrat
    Result: 27 Yes · 54 No · 30 Abst. · 9 Absent
Access badges

No access badges issued.

Speeches(5)
  1. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Thoma-Andwil: Dem Antrag der Regierung ist zuzustimmen.

    In diesem Fall unterstütze ich Gull-Flums, denn ich darf feststellen, dass in unserem Kanton die Gemeinden die Verteilung der Flüchtlinge untereinander sehr gut regeln. Wir haben eine gute, einvernehmliche Lösung unter den Gemeinden. Wir haben einen Frieden untereinander, wie wir das lösen. Ich finde sogar, dass es ein gutes Signal ist, wie es andere Kantone auch lösen könnten. Dass dabei die Regierung wieder mitmachen müsste, finde ich den falschen Weg. Deshalb unterstütze ich den Antrag der Regierung. Ich bitte Sie, dies im Sinn der Sache auch zu tun.

    Es geht nicht darum zu diskutieren, welche Kompetenzen und welchen Stellenwert der VSGP hat. Ich stelle sachlich-nüchtern fest und appelliere an alle Föderalisten im Kantonsrat, ich bin einer davon: Die Gemeinden und nicht der VSGP als Organisationsorgan lösen das untereinander mit dem TISG und dem VSGP hervorragend. Diesbezüglich etwas zu ändern, ist der absolut falsche Weg.

  2. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Thoma-Andwil (im Namen der SVP-Fraktion): Dem Antrag der Finanzkommission ist zuzustimmen.

    Wir haben das in der Finanzkommission intensiv beraten. Es handelt sich hier aus unserer Sicht ganz klar um einen Eingriff in die Privatwirtschaft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Inhalte herzustellen und zu verbreiten. Ich werde jetzt keine Wertung des Angebots von «Spatz» machen, obwohl ich eine Haltung dazu habe. Ist es gut oder nicht? Bringt hier staatliches Geld wirklich qualitativ besseren Journalismus oder besseren Content? Diese Diskussion kann man führen, das möchte ich aber bewusst nicht. Es ist ein Eingriff in die Privatwirtschaft. Einige Gemeinden können das anwenden, andere nicht. Darum ist es auch aus unserer Sicht nicht richtig, hier Gelder aus dem Lotteriefonds beizusteuern.

  3. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Thoma-Andwil (im Namen der SVP-Fraktion): Auf die Vorlage ist einzutreten.

    Die Rechnung ist ein Blick zurück und bereits Vergangenheit, aber dieser Blick muss uns ein bisschen zu denken geben und muss uns für die Zukunft ein Wegweiser sein. Gegenüber dem Budget schliesst die Rechnung rund 73 Mio. Franken schlechter ab. Das operative Defizit beträgt eine knappe Viertelmilliarde bzw. rund 243 Mio. Franken. Nicht beruhigend, aber ich nehme es zur Kenntnis: Die Staatsquote hatte eine geringe Zunahme und bleibt auf einem hohen Niveau. Sie sank also nicht, sondern blieb hoch. Was auch beunruhigend ist, wenn auch verschiedentlich zu begründen: Der Aufwand stieg um 2,9 Prozent und das BIP nur um 2,2 Prozent. Es stimmt, dass der Kanton St.Gallen in den letzten Jahren etwas gut gemacht hat: Wir haben ein Polster, damit wir solche Zeiten überstehen können. Wir dürfen diese Herausforderungen mit einem guten Gefühl angehen, aber wir müssen sie angehen.

    Das freie Eigenkapital nimmt um 211 Mio. Franken ab. Wir haben einen neuen Stand von einer guten Milliarde freies Eigenkapital. Tönt eigentlich gut. Trotzdem nimmt die SVP-Fraktion diese Entwicklung mit Besorgnis zur Kenntnis. Wir haben neben den finanziellen Herausforderungen auch noch andere. Wir müssen gleichzeitig auch unsere Standortattraktivität verbessern. Im Benchmark sind wir da nicht zuoberst. Mit dem noch vorhandenen freien Eigenkapital können wir uns solche Rechnungsjahre vielleicht noch vier bis fünf Jahre leisten. Es darf auch nicht das Ziel sein, dass wir kein freies Eigenkapital mehr haben. Ganz herunterfahren wollen wir es nicht. Es ist also ein dringender Handlungsbedarf ausgewiesen. Das müssen wir aus dieser Rechnung lernen. Das scheint breit akzeptiert zu sein. Der Teufel liegt im Detail. Das wird schwierig, v.a. wenn man bedenkt, wie lange es dauert, bis diese beschlossenen Massnahmen wirklich greifen. Die Wintersession 2025, an der die Entlastungsmassnahmen diskutiert werden, wird sicher eine richtungsweisende Session sein.

  4. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Thoma-Andwil (im Namen der SVP-Fraktion): Dem Antrag der Finanzkommission zu Ziff. 1 der Aufträge ist zuzustimmen.

    Selbstverständlich ist ein Entlastungspaket eine Herausforderung – es führt aber kein Weg daran vorbei. Das strukturelle Defizit wächst, Massnahmen sind unausweichlich. Die Ausgaben sollen in Zukunft nicht mehr so stark wachsen. Zum Verständnis: Die Ausgaben werden auch in Zukunft wachsen, aber nicht mehr so stark. Von einem Kahlschlag kann kaum die Rede sein. Wir haben einen Haushalt von fast 6 Mrd. Franken. Wir sprechen von 60 Mio. Franken je Jahr. Es ist für mich klar, dass das eine Herausforderung ist. Wir werden auf Dinge verzichten müssen, und dies ist unangenehm. Es ist auch unangenehm, wenn Sie zuhause mit der Familie nicht jeden Abend auswärts essen gehen, sondern vielleicht nur noch zweimal. Oder vielleicht gehen Sie in den Ferien nicht mehr auf einen anderen Kontinent, sondern bleiben in der Schweiz. Es ist trotzdem schön, aber Wohlstand abzugeben ist unangenehm.

    Ich gebe dem Vorsteher des Finanzdepartementes recht: Wir werden das diskutieren und das Parlament wird gefordert sein. Aber ich erwarte auch von der Regierung kooperative, gute Vorschläge, wo der Staat entschlackt werden kann, ohne dass die Massnahmen die Bevölkerung – wie es die Ratslinke sagt – gefährden. Das glaube ich nämlich nicht. Ich bin überzeugt, dass dies nicht der Fall sein wird. Im Gegenteil bin ich positiv eingestellt, dass das Volumen der Entlastung vertretbar ist und dass wir das als Chance für die Zukunft sehen sollten.

  5. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Thoma-Andwil (im Namen der SVP-Fraktion): Auf die Vorlage ist einzutreten.

    Es geht hier nicht um rechte Ratsseite oder linke Ratsseite, sondern darum, dass dieser Rat Verantwortung übernimmt für die aktuellen Finanzen und für die Zukunft dieses Kantons. Wir hatten sprudelnde Einnahmen. Wir hatten positive Abschlüsse bis ins Jahr 2022: erfreuliche Steuererträge, SNB-Ausschüttungen. Wir konnten das freie Eigenkapital äufnen. Der Rat war ausgabefreudig. Wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir zurückblickend sagen: In dieser Zeit haben wir etwas über unseren Verhältnissen gelebt. Wir haben den Staat ausgebaut, wir haben ein bisschen Fett angesetzt, wir wurden unbeweglicher – es war gemütlich.

    Positiv ist sicher, dass der Kanton einen Entscheid gefällt hat: Er hat Steuersenkungen gemacht. Im Rückblick viel zu wenig, weil wir zu wenig auf das Budget schauen mussten. 5 Prozent waren zu wenig, aber trotzdem haben wir die richtige Entscheidung gefällt. Wir haben ein gutes Eigenkapital. Das ist eine sehr gute Sache. Wir gaben jedes Jahr mehr aus, nahmen aber auch mehr ein. Das Blatt hat sich nun so gewendet, dass wir mehr ausgeben als einnehmen. Es ist klar, dass wir uns entschlacken müssen. Wenn wir den Benchmark mit anderen Kantonen machen, sehen wir, dass wir nicht sehr gut unterwegs sind. Wir müssen attraktiver werden. Die Ressourcenkraft ist zu wenig gut, also müssen wir unseren Staat analysieren. Statt auf Tristesse zu gehen und von schmerzhaften Abbauplänen zu sprechen, ist es eine riesige Chance. Sehen wir es als eine Chance. Es ist eine Aufbruchstimmung. Es ist positiv, dass unser Kanton mit einem grossen freien Eigenkapital die Möglichkeit hat, innerhalb einer nützlichen Frist wegweisende Entscheidungen zu fällen.

    Wir können uns in den nächsten Jahren ohne Not entschlacken. Das sind nicht schmerzhafte Eingriffe. Entschlacken ist etwas Positives. Wir können den Kanton fit machen für die Zukunft. Die Finanzkommission hat den Vorschlag von 150 Mio. Franken diskutiert. Sie ist der Meinung, dass es mindestens 180 Mio. Franken sein müssen. Vergessen Sie nicht, dass 2029 zusätzlich rund 90 Mio. Franken dazukommen. Wenn wir so weitermachen, haben wir in den nächsten Jahren unser Eigenkapital aufgebraucht. Wir machen aber jetzt nicht so weiter. In den nächsten drei Jahren wollen wir je Jahr 60 Mio. Franken weniger ausgeben. Ich vermeide das Wort «sparen». Am Ende des Tages werden wir einige Staatsaufgaben nicht mehr wahrnehmen. Das ist Entschlackung: Fit machen für die Zukunft. Das ist Verantwortung übernehmen und auch unseren zukünftigen Generationen einen gesunden Haushalt zu überlassen. Das Positive in der Zukunft wäre, wenn wir in einigen Jahren auch das Eigenkapital wieder äufnen könnten.

    Entgegen der Ratslinken, die meint, dass dies eine unglaubliche Sparübung sei, welche die Grundfesten des Staats angreife, finde ich, dass diese Debatte eine unglaubliche Chance für den Kanton St.Gallen darstellt, mit einem gesunden Eigenkapital innert nützlicher Frist den Staat zu entschlacken und gleichzeitig – ich komme auf den Antrag der Finanzkommission zu Ziff. 2 der Aufträge – die Ressourcenkraft zu stärken, damit wir fit werden für die Zukunft. Es ist eine unglaublich gute Aufgabe in einer guten Situation.

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  • Version 1
    01.01.2025 – 04.10.2025
  • Version 2
    04.10.2025 – 31.12.2199

Data: OpenParlData · CC BY 4.0