Tamara Jost-Morandi
- Party
- Grünliberale Partei
- Parliamentary group
- GLP
- Parliament
- Grosser Rat
- Electoral district
- Oberaargau
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Female
- Born
- 1984
- Occupation
- HR-Fachfrau, Geschäftsführerin
- Language
- lang_d
- Address
- Herzogenbuchsee
- Source body
- BE
- Source updated
- 06.07.2026
- Record updated
- 06.07.2026
- First imported
- 14.08.2025
- NeinUntitled votingGrosser Rat
- JaUntitled votingGrosser Rat
- JaUntitled votingGrosser Rat
- JaUntitled votingGrosser Rat
- JaUntitled votingGrosser Rat
- Bezahlt
- Ehrenamtlich
- Ehrenamtlich
- Bezahlt
- —
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- SpeechGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNo. 2024.FINFV.765Grosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Fraktionssprecherin. 873 Mio. Franken Überschuss – das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass der Kanton Bern den strategisch eingeschlagenen Weg konsequent verfolgt, und es ist sogar gelungen, Schulden abzubauen. Aber wir müssen das Ergebnis genauer anschauen und mit einem gewissen Zukunftsblick beurteilen. Ein beträchtlicher Teil des Überschusses ist auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Auflösung von Rückstellungen und weitere einmalige Effekte haben wesentlich zu diesem guten Resultat beigetragen.
Nicht alle Entwicklungen sind vollständig planbar, deshalb wäre es zu einfach, der Regierung pauschal schlechte Budgetierung vorzuwerfen. Aber die Differenz zwischen Budget und Rechnung bleibt gross, zu gross. Rund 600 Mio. Franken Abweichung sind eine Grössenordnung, die analysiert und auch ernst genommen werden muss. Ein Budget ist ein zentrales Führungsinstrument. Wenn die Abweichungen systematisch so hoch ausfallen, verliert es einen Teil seiner Steuerungsfunktion. Die Qualität der Budgetierung muss deshalb aus unserer Sicht weiter verbessert werden.
Bei den Investitionen zeigt sich ein bisschen ein ähnliches Bild. Wir investieren erneut weniger als vorgesehen. Die Projekte verschieben sich, und die Vorhaben verzögern sich. Das ist leider nicht neu. Es stellt sich schon die Frage: Wenn wir wissen, dass sowieso nicht alle Projekte umgesetzt werden können, wieso planen wir dann nicht mutiger mit ein bisschen Reserven im Portfolio?
Jetzt noch ein Blick in die Zukunft. Trotz des erfreulichen Ergebnisses sollte uns v. a. eines bewusst sein: Dieser Überschuss darf nicht ein Freipass für mehr Ausgaben sein. Wir haben Aufgaben des Kantons zu erfüllen, effizient, zielgerichtet, aber nicht mehr. Es wäre falsch, aus einem guten Rechnungsabschluss abzuleiten, dass jetzt aufgrund eines guten Jahresabschlusses der Kanton plötzlich mehr und andere Aufgaben erfüllen soll.
Wir von der GLP stehen dazu, dass der Kanton seine politisch beschlossenen Aufgaben selbstverständlich erfüllt. Die demokratisch legitimierte Leistung soll weder pauschal gekürzt noch abgebaut werden, aber genauso klar sind wir der Meinung, dass eine gute Jahresrechnung nicht automatisch zu mehr Staatstätigkeiten führen darf. Die Frage sollte nicht sein, wie wir mehr Geld ausgeben, die Frage sollte sein, wie wir unsere Aufgaben effizient, wirksam und nachhaltig erfüllen. Staatliche Mittel sind kein Selbstzweck. Sie sollen dort eingesetzt werden, wo sie für die Bevölkerung, für die Wirtschaft und für die zukünftige Generation den grössten Nutzen stiften.
Öffentliche Ausgaben müssen klar definierte politische Ziele erfüllen, nicht mehr und nicht weniger, denn trotz des Schuldenabbaus ist die Verschuldung des Kantons Bern immer noch hoch. Die Nettoschuld beträgt immer noch mehr als 5 Mrd. Franken. Das entspricht rund 5000 Franken pro Einwohner und Einwohnerin. Im interkantonalen Vergleich gehört Bern damit weiterhin zu den stärker verschuldeten Kantonen, und die Steuerlast der Bürgerinnen und Bürger ist einfach zu hoch, zu hoch.
Der erfreuliche Abschluss sollte uns deshalb nicht dazu verleiten, mehr auszugeben, sondern dazu motivieren, den eingeschlagenen Weg der finanzpolitischen Vernunft konsequent weiterzugehen, mit realistischen Budgets, mit konsequent umgesetzten Investitionen, mit wirksamen Leistungen und mit Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Die GLP nimmt aber diesen Abschluss sehr positiv zur Kenntnis. Wir danken v. a. auch den Mitarbeitenden für die aufwendige und gute Arbeit und stimmen dem Geschäftsbericht selbstverständlich einstimmig zu.
Jetzt noch kurz zu den Anträgen. Die Planungserklärung der FiKo nehmen wir einstimmig an. Die beiden spät eingereichten Anträge konnten wir nicht detailliert besprechen, aber wer verhindern will, dass die PFAS-Kosten (PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) über Abfallgebühren auf die Bevölkerung und die Gemeinden abgewälzt werden, kann eine Finanzierungsstrategie verlangen. Deshalb lehnen wir das ab. Der zweite Antrag ist finanzrechtlich aus unserer Sicht verfehlt. Die Ziffer 2 der Motion ist als Postulat überwiesen worden, also als Prüfauftrag und nicht als Auftrag für die rückwirkende Umschreibung einer Jahresrechnung. Ich kürze deshalb ab, und auch diesen Antrag lehnen wir ab. Merci.
- SpeechGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNo. 2024.FINFV.765Grosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Fraktionssprecherin. 873 Mio. Franken Überschuss – das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass der Kanton Bern den strategisch eingeschlagenen Weg konsequent verfolgt, und es ist sogar gelungen, Schulden abzubauen. Aber wir müssen das Ergebnis genauer anschauen und mit einem gewissen Zukunftsblick beurteilen. Ein beträchtlicher Teil des Überschusses ist auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Auflösung von Rückstellungen und weitere einmalige Effekte haben wesentlich zu diesem guten Resultat beigetragen.
Nicht alle Entwicklungen sind vollständig planbar, deshalb wäre es zu einfach, der Regierung pauschal schlechte Budgetierung vorzuwerfen. Aber die Differenz zwischen Budget und Rechnung bleibt gross, zu gross. Rund 600 Mio. Franken Abweichung sind eine Grössenordnung, die analysiert und auch ernst genommen werden muss. Ein Budget ist ein zentrales Führungsinstrument. Wenn die Abweichungen systematisch so hoch ausfallen, verliert es einen Teil seiner Steuerungsfunktion. Die Qualität der Budgetierung muss deshalb aus unserer Sicht weiter verbessert werden.
Bei den Investitionen zeigt sich ein bisschen ein ähnliches Bild. Wir investieren erneut weniger als vorgesehen. Die Projekte verschieben sich, und die Vorhaben verzögern sich. Das ist leider nicht neu. Es stellt sich schon die Frage: Wenn wir wissen, dass sowieso nicht alle Projekte umgesetzt werden können, wieso planen wir dann nicht mutiger mit ein bisschen Reserven im Portfolio?
Jetzt noch ein Blick in die Zukunft. Trotz des erfreulichen Ergebnisses sollte uns v. a. eines bewusst sein: Dieser Überschuss darf nicht ein Freipass für mehr Ausgaben sein. Wir haben Aufgaben des Kantons zu erfüllen, effizient, zielgerichtet, aber nicht mehr. Es wäre falsch, aus einem guten Rechnungsabschluss abzuleiten, dass jetzt aufgrund eines guten Jahresabschlusses der Kanton plötzlich mehr und andere Aufgaben erfüllen soll.
Wir von der GLP stehen dazu, dass der Kanton seine politisch beschlossenen Aufgaben selbstverständlich erfüllt. Die demokratisch legitimierte Leistung soll weder pauschal gekürzt noch abgebaut werden, aber genauso klar sind wir der Meinung, dass eine gute Jahresrechnung nicht automatisch zu mehr Staatstätigkeiten führen darf. Die Frage sollte nicht sein, wie wir mehr Geld ausgeben, die Frage sollte sein, wie wir unsere Aufgaben effizient, wirksam und nachhaltig erfüllen. Staatliche Mittel sind kein Selbstzweck. Sie sollen dort eingesetzt werden, wo sie für die Bevölkerung, für die Wirtschaft und für die zukünftige Generation den grössten Nutzen stiften.
Öffentliche Ausgaben müssen klar definierte politische Ziele erfüllen, nicht mehr und nicht weniger, denn trotz des Schuldenabbaus ist die Verschuldung des Kantons Bern immer noch hoch. Die Nettoschuld beträgt immer noch mehr als 5 Mrd. Franken. Das entspricht rund 5000 Franken pro Einwohner und Einwohnerin. Im interkantonalen Vergleich gehört Bern damit weiterhin zu den stärker verschuldeten Kantonen, und die Steuerlast der Bürgerinnen und Bürger ist einfach zu hoch, zu hoch.
Der erfreuliche Abschluss sollte uns deshalb nicht dazu verleiten, mehr auszugeben, sondern dazu motivieren, den eingeschlagenen Weg der finanzpolitischen Vernunft konsequent weiterzugehen, mit realistischen Budgets, mit konsequent umgesetzten Investitionen, mit wirksamen Leistungen und mit Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Die GLP nimmt aber diesen Abschluss sehr positiv zur Kenntnis. Wir danken v. a. auch den Mitarbeitenden für die aufwendige und gute Arbeit und stimmen dem Geschäftsbericht selbstverständlich einstimmig zu.
Jetzt noch kurz zu den Anträgen. Die Planungserklärung der FiKo nehmen wir einstimmig an. Die beiden spät eingereichten Anträge konnten wir nicht detailliert besprechen, aber wer verhindern will, dass die PFAS-Kosten (PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) über Abfallgebühren auf die Bevölkerung und die Gemeinden abgewälzt werden, kann eine Finanzierungsstrategie verlangen. Deshalb lehnen wir das ab. Der zweite Antrag ist finanzrechtlich aus unserer Sicht verfehlt. Die Ziffer 2 der Motion ist als Postulat überwiesen worden, also als Prüfauftrag und nicht als Auftrag für die rückwirkende Umschreibung einer Jahresrechnung. Ich kürze deshalb ab, und auch diesen Antrag lehnen wir ab. Merci.
- SpeechGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNo. 2024.FINFV.765Grosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Fraktionssprecherin. 873 Mio. Franken Überschuss – das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass der Kanton Bern den strategisch eingeschlagenen Weg konsequent verfolgt, und es ist sogar gelungen, Schulden abzubauen. Aber wir müssen das Ergebnis genauer anschauen und mit einem gewissen Zukunftsblick beurteilen. Ein beträchtlicher Teil des Überschusses ist auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Auflösung von Rückstellungen und weitere einmalige Effekte haben wesentlich zu diesem guten Resultat beigetragen.
Nicht alle Entwicklungen sind vollständig planbar, deshalb wäre es zu einfach, der Regierung pauschal schlechte Budgetierung vorzuwerfen. Aber die Differenz zwischen Budget und Rechnung bleibt gross, zu gross. Rund 600 Mio. Franken Abweichung sind eine Grössenordnung, die analysiert und auch ernst genommen werden muss. Ein Budget ist ein zentrales Führungsinstrument. Wenn die Abweichungen systematisch so hoch ausfallen, verliert es einen Teil seiner Steuerungsfunktion. Die Qualität der Budgetierung muss deshalb aus unserer Sicht weiter verbessert werden.
Bei den Investitionen zeigt sich ein bisschen ein ähnliches Bild. Wir investieren erneut weniger als vorgesehen. Die Projekte verschieben sich, und die Vorhaben verzögern sich. Das ist leider nicht neu. Es stellt sich schon die Frage: Wenn wir wissen, dass sowieso nicht alle Projekte umgesetzt werden können, wieso planen wir dann nicht mutiger mit ein bisschen Reserven im Portfolio?
Jetzt noch ein Blick in die Zukunft. Trotz des erfreulichen Ergebnisses sollte uns v. a. eines bewusst sein: Dieser Überschuss darf nicht ein Freipass für mehr Ausgaben sein. Wir haben Aufgaben des Kantons zu erfüllen, effizient, zielgerichtet, aber nicht mehr. Es wäre falsch, aus einem guten Rechnungsabschluss abzuleiten, dass jetzt aufgrund eines guten Jahresabschlusses der Kanton plötzlich mehr und andere Aufgaben erfüllen soll.
Wir von der GLP stehen dazu, dass der Kanton seine politisch beschlossenen Aufgaben selbstverständlich erfüllt. Die demokratisch legitimierte Leistung soll weder pauschal gekürzt noch abgebaut werden, aber genauso klar sind wir der Meinung, dass eine gute Jahresrechnung nicht automatisch zu mehr Staatstätigkeiten führen darf. Die Frage sollte nicht sein, wie wir mehr Geld ausgeben, die Frage sollte sein, wie wir unsere Aufgaben effizient, wirksam und nachhaltig erfüllen. Staatliche Mittel sind kein Selbstzweck. Sie sollen dort eingesetzt werden, wo sie für die Bevölkerung, für die Wirtschaft und für die zukünftige Generation den grössten Nutzen stiften.
Öffentliche Ausgaben müssen klar definierte politische Ziele erfüllen, nicht mehr und nicht weniger, denn trotz des Schuldenabbaus ist die Verschuldung des Kantons Bern immer noch hoch. Die Nettoschuld beträgt immer noch mehr als 5 Mrd. Franken. Das entspricht rund 5000 Franken pro Einwohner und Einwohnerin. Im interkantonalen Vergleich gehört Bern damit weiterhin zu den stärker verschuldeten Kantonen, und die Steuerlast der Bürgerinnen und Bürger ist einfach zu hoch, zu hoch.
Der erfreuliche Abschluss sollte uns deshalb nicht dazu verleiten, mehr auszugeben, sondern dazu motivieren, den eingeschlagenen Weg der finanzpolitischen Vernunft konsequent weiterzugehen, mit realistischen Budgets, mit konsequent umgesetzten Investitionen, mit wirksamen Leistungen und mit Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Die GLP nimmt aber diesen Abschluss sehr positiv zur Kenntnis. Wir danken v. a. auch den Mitarbeitenden für die aufwendige und gute Arbeit und stimmen dem Geschäftsbericht selbstverständlich einstimmig zu.
Jetzt noch kurz zu den Anträgen. Die Planungserklärung der FiKo nehmen wir einstimmig an. Die beiden spät eingereichten Anträge konnten wir nicht detailliert besprechen, aber wer verhindern will, dass die PFAS-Kosten (PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) über Abfallgebühren auf die Bevölkerung und die Gemeinden abgewälzt werden, kann eine Finanzierungsstrategie verlangen. Deshalb lehnen wir das ab. Der zweite Antrag ist finanzrechtlich aus unserer Sicht verfehlt. Die Ziffer 2 der Motion ist als Postulat überwiesen worden, also als Prüfauftrag und nicht als Auftrag für die rückwirkende Umschreibung einer Jahresrechnung. Ich kürze deshalb ab, und auch diesen Antrag lehnen wir ab. Merci.
- SpeechGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNo. 2024.FINFV.765Grosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Fraktionssprecherin. 873 Mio. Franken Überschuss – das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass der Kanton Bern den strategisch eingeschlagenen Weg konsequent verfolgt, und es ist sogar gelungen, Schulden abzubauen. Aber wir müssen das Ergebnis genauer anschauen und mit einem gewissen Zukunftsblick beurteilen. Ein beträchtlicher Teil des Überschusses ist auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Auflösung von Rückstellungen und weitere einmalige Effekte haben wesentlich zu diesem guten Resultat beigetragen.
Nicht alle Entwicklungen sind vollständig planbar, deshalb wäre es zu einfach, der Regierung pauschal schlechte Budgetierung vorzuwerfen. Aber die Differenz zwischen Budget und Rechnung bleibt gross, zu gross. Rund 600 Mio. Franken Abweichung sind eine Grössenordnung, die analysiert und auch ernst genommen werden muss. Ein Budget ist ein zentrales Führungsinstrument. Wenn die Abweichungen systematisch so hoch ausfallen, verliert es einen Teil seiner Steuerungsfunktion. Die Qualität der Budgetierung muss deshalb aus unserer Sicht weiter verbessert werden.
Bei den Investitionen zeigt sich ein bisschen ein ähnliches Bild. Wir investieren erneut weniger als vorgesehen. Die Projekte verschieben sich, und die Vorhaben verzögern sich. Das ist leider nicht neu. Es stellt sich schon die Frage: Wenn wir wissen, dass sowieso nicht alle Projekte umgesetzt werden können, wieso planen wir dann nicht mutiger mit ein bisschen Reserven im Portfolio?
Jetzt noch ein Blick in die Zukunft. Trotz des erfreulichen Ergebnisses sollte uns v. a. eines bewusst sein: Dieser Überschuss darf nicht ein Freipass für mehr Ausgaben sein. Wir haben Aufgaben des Kantons zu erfüllen, effizient, zielgerichtet, aber nicht mehr. Es wäre falsch, aus einem guten Rechnungsabschluss abzuleiten, dass jetzt aufgrund eines guten Jahresabschlusses der Kanton plötzlich mehr und andere Aufgaben erfüllen soll.
Wir von der GLP stehen dazu, dass der Kanton seine politisch beschlossenen Aufgaben selbstverständlich erfüllt. Die demokratisch legitimierte Leistung soll weder pauschal gekürzt noch abgebaut werden, aber genauso klar sind wir der Meinung, dass eine gute Jahresrechnung nicht automatisch zu mehr Staatstätigkeiten führen darf. Die Frage sollte nicht sein, wie wir mehr Geld ausgeben, die Frage sollte sein, wie wir unsere Aufgaben effizient, wirksam und nachhaltig erfüllen. Staatliche Mittel sind kein Selbstzweck. Sie sollen dort eingesetzt werden, wo sie für die Bevölkerung, für die Wirtschaft und für die zukünftige Generation den grössten Nutzen stiften.
Öffentliche Ausgaben müssen klar definierte politische Ziele erfüllen, nicht mehr und nicht weniger, denn trotz des Schuldenabbaus ist die Verschuldung des Kantons Bern immer noch hoch. Die Nettoschuld beträgt immer noch mehr als 5 Mrd. Franken. Das entspricht rund 5000 Franken pro Einwohner und Einwohnerin. Im interkantonalen Vergleich gehört Bern damit weiterhin zu den stärker verschuldeten Kantonen, und die Steuerlast der Bürgerinnen und Bürger ist einfach zu hoch, zu hoch.
Der erfreuliche Abschluss sollte uns deshalb nicht dazu verleiten, mehr auszugeben, sondern dazu motivieren, den eingeschlagenen Weg der finanzpolitischen Vernunft konsequent weiterzugehen, mit realistischen Budgets, mit konsequent umgesetzten Investitionen, mit wirksamen Leistungen und mit Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Die GLP nimmt aber diesen Abschluss sehr positiv zur Kenntnis. Wir danken v. a. auch den Mitarbeitenden für die aufwendige und gute Arbeit und stimmen dem Geschäftsbericht selbstverständlich einstimmig zu.
Jetzt noch kurz zu den Anträgen. Die Planungserklärung der FiKo nehmen wir einstimmig an. Die beiden spät eingereichten Anträge konnten wir nicht detailliert besprechen, aber wer verhindern will, dass die PFAS-Kosten (PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) über Abfallgebühren auf die Bevölkerung und die Gemeinden abgewälzt werden, kann eine Finanzierungsstrategie verlangen. Deshalb lehnen wir das ab. Der zweite Antrag ist finanzrechtlich aus unserer Sicht verfehlt. Die Ziffer 2 der Motion ist als Postulat überwiesen worden, also als Prüfauftrag und nicht als Auftrag für die rückwirkende Umschreibung einer Jahresrechnung. Ich kürze deshalb ab, und auch diesen Antrag lehnen wir ab. Merci.
- SpeechGeschäftsbericht 2025 mit JahresrechnungNo. 2024.FINFV.765Grosser RatTamara Jost-Morandi, Herzogenbuchsee (GLP), Fraktionssprecherin. 873 Mio. Franken Überschuss – das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass der Kanton Bern den strategisch eingeschlagenen Weg konsequent verfolgt, und es ist sogar gelungen, Schulden abzubauen. Aber wir müssen das Ergebnis genauer anschauen und mit einem gewissen Zukunftsblick beurteilen. Ein beträchtlicher Teil des Überschusses ist auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Auflösung von Rückstellungen und weitere einmalige Effekte haben wesentlich zu diesem guten Resultat beigetragen.
Nicht alle Entwicklungen sind vollständig planbar, deshalb wäre es zu einfach, der Regierung pauschal schlechte Budgetierung vorzuwerfen. Aber die Differenz zwischen Budget und Rechnung bleibt gross, zu gross. Rund 600 Mio. Franken Abweichung sind eine Grössenordnung, die analysiert und auch ernst genommen werden muss. Ein Budget ist ein zentrales Führungsinstrument. Wenn die Abweichungen systematisch so hoch ausfallen, verliert es einen Teil seiner Steuerungsfunktion. Die Qualität der Budgetierung muss deshalb aus unserer Sicht weiter verbessert werden.
Bei den Investitionen zeigt sich ein bisschen ein ähnliches Bild. Wir investieren erneut weniger als vorgesehen. Die Projekte verschieben sich, und die Vorhaben verzögern sich. Das ist leider nicht neu. Es stellt sich schon die Frage: Wenn wir wissen, dass sowieso nicht alle Projekte umgesetzt werden können, wieso planen wir dann nicht mutiger mit ein bisschen Reserven im Portfolio?
Jetzt noch ein Blick in die Zukunft. Trotz des erfreulichen Ergebnisses sollte uns v. a. eines bewusst sein: Dieser Überschuss darf nicht ein Freipass für mehr Ausgaben sein. Wir haben Aufgaben des Kantons zu erfüllen, effizient, zielgerichtet, aber nicht mehr. Es wäre falsch, aus einem guten Rechnungsabschluss abzuleiten, dass jetzt aufgrund eines guten Jahresabschlusses der Kanton plötzlich mehr und andere Aufgaben erfüllen soll.
Wir von der GLP stehen dazu, dass der Kanton seine politisch beschlossenen Aufgaben selbstverständlich erfüllt. Die demokratisch legitimierte Leistung soll weder pauschal gekürzt noch abgebaut werden, aber genauso klar sind wir der Meinung, dass eine gute Jahresrechnung nicht automatisch zu mehr Staatstätigkeiten führen darf. Die Frage sollte nicht sein, wie wir mehr Geld ausgeben, die Frage sollte sein, wie wir unsere Aufgaben effizient, wirksam und nachhaltig erfüllen. Staatliche Mittel sind kein Selbstzweck. Sie sollen dort eingesetzt werden, wo sie für die Bevölkerung, für die Wirtschaft und für die zukünftige Generation den grössten Nutzen stiften.
Öffentliche Ausgaben müssen klar definierte politische Ziele erfüllen, nicht mehr und nicht weniger, denn trotz des Schuldenabbaus ist die Verschuldung des Kantons Bern immer noch hoch. Die Nettoschuld beträgt immer noch mehr als 5 Mrd. Franken. Das entspricht rund 5000 Franken pro Einwohner und Einwohnerin. Im interkantonalen Vergleich gehört Bern damit weiterhin zu den stärker verschuldeten Kantonen, und die Steuerlast der Bürgerinnen und Bürger ist einfach zu hoch, zu hoch.
Der erfreuliche Abschluss sollte uns deshalb nicht dazu verleiten, mehr auszugeben, sondern dazu motivieren, den eingeschlagenen Weg der finanzpolitischen Vernunft konsequent weiterzugehen, mit realistischen Budgets, mit konsequent umgesetzten Investitionen, mit wirksamen Leistungen und mit Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Die GLP nimmt aber diesen Abschluss sehr positiv zur Kenntnis. Wir danken v. a. auch den Mitarbeitenden für die aufwendige und gute Arbeit und stimmen dem Geschäftsbericht selbstverständlich einstimmig zu.
Jetzt noch kurz zu den Anträgen. Die Planungserklärung der FiKo nehmen wir einstimmig an. Die beiden spät eingereichten Anträge konnten wir nicht detailliert besprechen, aber wer verhindern will, dass die PFAS-Kosten (PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) über Abfallgebühren auf die Bevölkerung und die Gemeinden abgewälzt werden, kann eine Finanzierungsstrategie verlangen. Deshalb lehnen wir das ab. Der zweite Antrag ist finanzrechtlich aus unserer Sicht verfehlt. Die Ziffer 2 der Motion ist als Postulat überwiesen worden, also als Prüfauftrag und nicht als Auftrag für die rückwirkende Umschreibung einer Jahresrechnung. Ich kürze deshalb ab, und auch diesen Antrag lehnen wir ab. Merci.
- InterpellationMitvorstösserin/Mitvorstösser
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserZügige Einführung der Individualbesteuerung im Kanton BernNo. 2026.GRPARL.137
- MotionMitvorstösserin/MitvorstösserBaubewilligungen im Blindflug? – Transparenz und Effizienz endlich sicherstellenNo. 2025.GRPARL.1512
- InterpellationMitvorstösserin/MitvorstösserTransparenz bei KI-gestützten Entscheiden der KantonsverwaltungNo. 2025.GRPARL.1520
- InterpellationMiteinreichendeTransparenz bei KI-gestützten Entscheiden der KantonsverwaltungNo. 2025.GRPARL.1520
- committee
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- Version 101.01.2025 – 31.12.2199
Data: OpenParlData · CC BY 4.0