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Regina Fuhrer-Wyss

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Sozialdemokratische ParteiSP-JUSO
Grosser RatThun

Mandate
Party
Sozialdemokratische ParteiSource: SP
Parliamentary group
SP-JUSO
Electoral district
Thun
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Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1959
Occupation
Biobäuerin
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Burgistein
References & source
Source body
BE
Source updated
29.08.2026
Record updated
30.08.2026
First imported
14.08.2025
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Speeches(37)
  1. Speech
    Grosser Rat
    Regina Fuhrer-Wyss, Burgistein (SP), GPK-Sprecherin. Ich rede hier im Namen der GPK. Ich habe keinen konkreten Antrag, aber ich habe ein Anliegen, und zwar ein Anliegen zum Eintrag «Projekt und Einführung NeVo/Rialto bei der Kantonspolizei Bern – Empfehlungen der Geschäftsprüfungskommission». Sie können sich an diesen Bericht und an dieses Thema erinnern.

    Die GPK hat Abklärungen zum Projekt NeVo/Rialto getätigt und hat am Schluss ihrer Tätigkeiten doch einige Empfehlungen an den Regierungsrat gerichtet. Insbesondere ging es darum, dass Lehren aus diesem Projekt gezogen werden sollen, Lehren für laufende und kommende Projekte im Kanton Bern. Der Grosse Rat hat schliesslich eine Auflage überwiesen, eine Auflage, die dazu führt, dass der Gesamtregierungsrat sicherstellen soll, dass er im Bericht zur FiKo-Motion «Verbesserung der Aufsicht und Steuerung in der ICT» (M 228-2023) die Empfehlungen der GPK vollumfänglich berücksichtigt. Vollumfänglich berücksichtigen – das hat der Grosse Rat entschieden.

    Gemäss der Meldung der FIN in diesem Eintrag zu diesem Projekt soll jetzt ein Bericht in zwei Teilen erfolgen. Einer zur Erfüllung dieser FiKo-Motion und dann noch ein zusätzlicher zu den Inhalten der GPK-Empfehlungen. Und dieser zweite Bericht zu den GPK-Empfehlungen soll gemäss der Berichterstattung, die jetzt vorliegt, «zu einem noch nicht bestimmten späteren Zeitpunkt» folgen.

    «Noch nicht bestimmten späteren Zeitpunkt» – das heisst so viel wie nichts. Die GPK kann das nicht nachvollziehen. Die Erwartungen des Grossen Rates sind klar. Die Empfehlungen der GPK sind im Bericht zur Umsetzung dieser Motion umzusetzen, und eben nicht separat. Schliesslich geht es ja darum, Lehren aus NeVo/Rialto für zukünftige Projekte zu ziehen. Deshalb ist es wichtig, dass diese Punkte jetzt einbezogen und nicht separat abgehandelt werden.

    Wir haben aber vor allem auch eine zeitliche Dringlichkeit. Wir wissen alle, dass NeVo/Rialto nicht das letzte grössere Informatikprojekt war oder gewesen sein wird. Die GPK bittet den Regierungsrat darum, die vom Grossen Rat überwiesene Auflage ernst zu nehmen und die gezogenen Lehren jetzt zu berücksichtigen und einzubeziehen, und zwar im Rahmen der Umsetzung der FiKo-Motion, und nicht in einem separaten Bericht, wobei nicht einmal klar ist, wann man diesen Bericht dann erhalten würde. Danke für die Kenntnisnahme.

  2. Speech
    Grosser Rat
    Regina Fuhrer-Wyss, Burgistein (SP), Einzelsprecherin. Wir hatten auf unserem Bauernhof jahrelang ETH-Praktikantinnen. Das war damals, als die Agronomiestudentinnen noch ein halbes Jahr auf einem Bauernhof ein Praktikum machen mussten. Eine dieser vielen Praktikantinnen, die wir hatten, hat nach zwei Wochen gesagt: «Ist gut? Jetzt kann ich melken. Jetzt weiss ich, wie es geht.» Da habe ich gesagt: «Super, jetzt musst du noch erleben, erfahren, dass man 7 Tage in der Woche, zweimal am Tag, 365 Tage im Jahr melken muss, und nachher weisst du, wie melken geht.»

    Das Gleiche gilt bei den Pflanzen. Es reicht eben nicht einmal ein Besuch auf einem Weltacker oder auf einem Hof. Um die Zusammenhänge zu begreifen, muss man beim Säen, beim Pflegen und beim Ernten dabei sein, muss sehen, was es heisst, dass Schrauben zu produzieren nicht dasselbe ist wie Rüebli, die wachsen, bei denen nicht jedes Rüebli gleich lang oder gleich gerade ist.

    Das kann man nur erleben, erfahren, wenn man einen Schulgarten durch das ganze Jahr hindurch begleitet. Das ist die Verantwortung sicher der Lehrpersonen, aber auch dort kann man die Schüler, Schülerinnen in die Verantwortung miteinbeziehen, dass sie nämlich nachher wissen: Wenn du eine Bohne willst, oder wenn du nicht willst, dass der Salat aufschiesst, musst du vielleicht halt auch mal in den Sommerferien ernten helfen und ablesen. Also das ist für mich der Sinn der Schulgärten, dass man lernt, wie es wächst und nicht einfach einen Besuch hat, dass man lernt, was es heisst, eben Verantwortung auch für eine Pflanze zu übernehmen, dass man lernt, dass die Natur anders funktioniert als Schrauben zu produzieren.

    Die Verbundenheit der Schülerinnen mit der Natur wird durch das Postulat, durch die Schulgärten gefördert, und an die Landwirtschaft möchte ich auch sagen: Denken Sie daran, das sind unsere zukünftigen Konsumentinnen und Konsumenten, und dort lernen sie, was es heisst, ein Schweizer Rüebli zu pflegen, zu säen, zu ernten und nachher zu essen. Ich danke Ihnen, wenn Sie dieses Postulat nicht ablehnen.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Regina Fuhrer-Wyss, Burgistein (SP), GPK-Sprecherin. Ich spreche hier im Namen der GPK zum Eintrag zur FDP-Motion 200-2022, «Verbesserung des Ressourcenpotenzials durch Stärkung der Wirtschaftskraft». Der Vorstoss will, dass die auslaufende Wirtschaftsstrategie des Kantons Bern – diese läuft im Jahr 2025 aus – erneuert wird.

    Dieser Vorstoss wurde vom Grossen Rat als Motion überwiesen. Jetzt beantragt der Regierungsrat, diese abzuschreiben. Dazu folgende Bemerkungen: Aus Sicht der GPK ist das Vorgehen irritierend, und zwar deshalb, weil in der Begründung für die Abschreibung die gleichen Argumente aufgeführt werden, wie sie der Regierungsrat schon in der Grossratsdebatte erwähnt hat. Der Regierungsrat will die Wirtschaftsstrategie nicht als eigene Strategie erneuern und weiterführen, sondern die Grundsätze in den Regierungsrichtlinien festlegen.

    Den Grossen Rat haben damals diese Argumente nicht überzeugt, und er hat sich explizit dafür entschieden, dieses Anliegen gemäss einer Motion umzusetzen, das heisst, es soll eine neue Wirtschaftsstrategie erstellt werden. Dass der Regierungsrat jetzt ausführt, die WEU sei zusammen mit den Motionären zum Schluss gekommen, dass eine aktualisierte Strategie nicht zielführend sei, ist ein wenig speziell. Schliesslich handelt es sich um einen expliziten Auftrag des Grossen Rates, der mit der Berichterstattung abgeschrieben werden soll, ohne ihn umzusetzen.

    Sie fragen sich wahrscheinlich auch, weshalb sich die GPK überhaupt zu diesem Thema äussert. Es ist so, dass in der bisherigen Wirtschaftsstrategie festgehalten ist, dass die GPK alle vier Jahre den Controllingbericht der Wirtschaftsstrategie erhält und sich damit befasst. Für die GPK ist in der aktuellen Ausgangslage nicht klar, inwiefern dieses Instrument – der Controllingbericht – ganz verschwindet oder wie es damit weitergehen soll. Die GPK gibt zu bedenken, dass damit ihr bisheriges Instrument zur Oberaufsicht wegfallen würde. Aus Sicht der GPK wird ihre Aufgabe keineswegs durch die Vorberatung der Regierungsrichtlinien in der SAK ersetzt. Die SAK hat klar eine andere Rolle.

    Die GPK verzichtet zwar auf einen Antrag, dankt aber dem WEU-Direktor für eine Klärung dieser beiden Punkte. Merci.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Regina Fuhrer-Wyss, Burgistein (SP), Fraktionssprecherin. Es waren einmal eine Trinkwasser- und eine Pestizid-Initiative. Diese Initiativen haben unser Land tief gespalten. Die Befürworterinnen und Befürworter haben gesagt: «Wenn Sie diese Initiative ablehnen, haben wir Lebensmittel mit Pestizidrückständen, verseuchtes Trinkwasser und überdüngte Böden.» Die Gegnerinnen und Gegner der Initiative haben gesagt: «Wenn Sie diese Initiative annehmen, verhungern wir oder müssen alles importieren, denn ohne Pestizide, synthetische Dünger und Futtermittel aus Übersee können wir keine Lebensmittel mehr produzieren.» Die Gegnerinnen und Gegner haben aber auch gesagt: «Wenn Sie diese Initiative ablehnen, werden wir die schädlichsten Pestizide weglassen und genau aufschreiben, wo wir wann und was an Pestiziden und Nährstoffen einsetzen.» Aufgrund des Versprechens der Gegnerinnen und Gegner wurde ein Informationssystem digiFLUX erarbeitet.

    Jetzt will der vorliegende Vorstoss das Informationssystem abschwächen. Nicht mehr die Verwenderinnen und Verwender von Pflanzenschutzmitteln und Nährstoffen sollen aufzeichnungspflichtig sein, nur noch die Inverkehrbringer. Das heisst z. B.: Eine Landi muss ausweisen, wie viel Dünger sie verkauft hat. Wer ihn aber wann und wo genau eingesetzt hat, wäre nicht mehr Teil der Forderung, nur noch der Verkauf.

    Für mich ist der Widerstand gegen digiFLUX nicht nachvollziehbar, ist es doch schon heute so – wir haben es gehört –, dass wir auf unseren Bauernhöfen aufzeichnen, wo wir was einsetzen. Oder sonst verstehe ich etwas falsch, denn zumindest bei uns auf dem Hof wird z. B. von jedem Fuder Mist, das ausgeführt wird, parzellenscharf aufgeschrieben, wann wir es wo hingeworfen haben.

    Ich bin überzeugt, dass man ein digitales System erarbeiten kann, das eben keine Doppelaufzeichnungen ergibt, worin man das zusammennehmen kann. Und überhaupt, Sie müssen nicht so Angst haben, die Lobby im eidgenössischen Parlament funktioniert. Der Ständerat hat die Anforderungen an digiFLUX schon relativ stark abgeschwächt.

    Geschätzte Motionäre, dieser Vorstoss ist gegen Treu und Glauben, er bricht die gemachten Versprechen der Gegnerinnen und Gegner im Abstimmungskampf zur Initiative. Wer dieses Anliegen unterstützt, trägt meiner Meinung nach zu einem Imageschaden bei und gefährdet die Glaubwürdigkeit der Landwirtschaft. Danke. Und wir lehnen diese Motion ab.

  5. Speech
    Nutzerstrategie INFORAMANo. 2022.WEU.834
    Grosser Rat
    Regina Fuhrer-Wyss, Burgistein (SP), Einzelsprecherin. Ich nehme es vorweg: Ich unterstütze diese Strategie, ich stelle sie nicht grundsätzlich infrage. Es ist uns klar, dass es bei dieser Strategie nicht nur um Standorte und Gebäude geht, sondern auch um Inhalte und Bildungsinhalte.

    Ich habe jetzt aber trotzdem noch eine Frage, und zwar eine Frage zum Landwirtschaftsbetrieb auf der Rütti. Ich kann mich noch gut erinnern: Früher wurden die Bauernhöfe der Landwirtschaftsschulen durch den Kanton geführt. Die Bewirtschafter waren kantonale Angestellte. Im Rahmen der Veränderungen in der Agrarpolitik und mit der Einführung des Direktzahlungssystems Mitte der 1990er-Jahre wurden diese Bauernbetriebe von den Schulen abgespalten und verpachtet. Man wollte, dass sie wirtschaftlich geführt werden, man wollte, dass sie direkt zahlungsberechtigt sind. Und so ist auch der Betrieb auf der Rütti seit dem Jahr 2000 verpachtet.

    Jetzt wird im Rahmen der neuen Strategie dieser Pachtvertrag auf der Rütti auf Ende 2028 gekündigt. Neu ist dann dieser Bauernhof eben nicht mehr ein Landwirtschaftsbetrieb, der verpachtet ist, sondern ein Wissenstransfer- und Innovationsbetrieb. Dieser Betrieb wird wieder durch kantonale Angestellte geführt. Das ist also ein grundsätzlicher Systemwechsel – ein Systemwechsel, dem im Vortrag gerade mal eine halbe Seite gewidmet wurde.

    Dazu habe ich schon einige Fragen: Wurden die Vor- und Nachteile abgeklärt, wenn wir den Betrieb nicht mehr verpachten? Was bedeutet dieser Systemwechsel für die anderen Betriebe der landwirtschaftlichen Schulen? Wie gesagt: Das geht für mich aus dieser Strategie nicht hervor, dazu habe ich noch einige Fragen. Merci.

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