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Martin Schlup

Active
Schweizerische VolksparteiSVP
Grosser RatBiel-Seeland

Mandate
Party
Schweizerische VolksparteiSource: SVP
Parliamentary group
SVP
Electoral district
Biel-Seeland
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Born
1960
Occupation
Meisterlandwirt / Lastwagenführer
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Address
Schüpfen
References & source
Source body
BE
Source updated
22.08.2026
Record updated
23.08.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(312494)
  1. Präsident
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Speeches(1039)
  1. Speech
    Grosser Rat
    Martin Schlup, Schüpfen (SVP), Fraktionssprecher. Ich komme natürlich nach vorne. Ich möchte es mir schon nicht nehmen lassen, dass ich nach etwa 70 Sessionen hier wohl mein letztes Votum halten darf, und da lasse ich mich nicht einfach abklemmen, gerade noch besonders zu meinem ... – es ist eigentlich nicht mein Lieblingsthema, aber ich sage jetzt einmal – Sensibilisierungsthema. Ich brauche die IT selber auch schon seit 30 Jahren. Sie ist für mich wichtig. Aber das ist für mich ein Thema, bei dem die Kosten-Nutzen-Verhältnisse leider in den letzten Jahren komplett auseinandergeraten sind. Daran müssen wir arbeiten und dort müssen wir hinschauen.

    Diese Motion will ja nicht mehr, als dass wir eine IT-Infrastruktur haben, die anwenderfreundlich ist. Eigentlich ist das für mich ein Selbstverständnis, dass man das will und man das braucht. Aus diesem Grund ist die SVP auch einstimmig für diese Motion, sie wird ihr zuzustimmen. Wir werden auch zustimmen, dass sie Weisungscharakter hat.

    Wie gesagt, dies wird sicher mein letztes Votum sein, hier an diesem Rednerpult. Ich habe es immer geschätzt, hier vor Ihnen. Letzte Woche habe ich Ihnen eine Wurst oder ein paar Wursträdchen geschenkt und auf den Tisch gelegt. Die Wurst habe ich eigentlich dorthin gelegt, weil ich Ihnen sagen wollte: Sie waren mir nie Wurst, Sie waren mir wichtig. Ich habe es als Grossratspräsident gesehen, als wir in Deutschland waren: Wir haben hier zwar andere Meinungen, das ist auch richtig. Es ist auch richtig, wenn man richtig debattiert, nicht nur ein bisschen Händchen halten. Aber wir können nachher ganz normal wie anständige Menschen miteinander reden. Wir können zusammen essen gehen oder über ein anderes Thema reden, und das ist etwas vom Wichtigsten. Tragen Sie dazu Sorge, hoffentlich noch so lange, wie es den Kanton Bern gibt oder noch darüber hinaus. Geniessen Sie Ihre Zeit, bleiben Sie gesund. Danke vielmals für diese Zusammenarbeit.

  2. Speech
    Grosser Rat
    Martin Schlup, Schüpfen (SVP), Einzelsprecher. Ja, das wissen wir, die Polizei hat ganz verschiedene Aufgaben, Sicherheitsaufgaben, Strassenverkehrsgesetz, bei Demonstrationen, Krawallen, muss sie hinschauen.

    Ich bin zwischendrin auch in so einer marginalisierten Gruppe, in der ich mich fühlen könnte. Wenn die Polizei bei uns am Morgen um 5 Uhr Viehtransporter kontrolliert, dann habe ich das Gefühl jeweils auch, und dann hätte ich vielleicht auch gerne so eine Ombudsstelle, bei der man dann vielleicht nachher im Kreis sitzen und das diskutieren würde. – Sorry, wir haben eine Gesetzgebung, wir haben Sachen, die funktionieren oder nicht.

    Zu dir, Marianne, möchte ich noch sagen: Ich war auch einmal als Zeuge vor Gericht. Es ging um einen Jugendlichen. Das Erste, was mich die Richterin gefragt hat, war: «Wollen Sie diese Anzeige nicht zurückziehen, denn es ist ja nicht gut für den Jugendlichen?» Dort musste ich auch selber entscheiden, ob ich das mache oder nicht, da brauche ich keine Ombudsstelle, dir mir dann sagt: «Willst du das machen oder nicht?» Wir sind erwachsene Leute, wir können dazu stehen, die Polizisten sind das auch, und ich bitte Sie, diese Motion abzulehnen.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Martin Schlup, Schüpfen (SVP), Einzelsprecher. Ich verstehe es nicht mehr ganz, aber ich bin zu hundert Prozent sicher, dass ich nicht der Einzige hier im Saal bin.

    Im vorherigen Geschäft haben wir etwa eine halbe Stunde über die gemeinnützige Arbeit diskutiert, die man ja hier im Kanton Bern machen kann. Jetzt haben wir ein Geschäft, das das ermöglichen will; es ist klar, dass es hier um die Ersatzfreiheitstrafe geht.

    Excusez, diese Leute haben vorher die Möglichkeit, zu reagieren! Sie haben irgendein Delikt begangen, sie bekommen eine Busse, sie können reagieren und sagen: «Ich will gemeinnützige Arbeit machen.» Aber sie machen nichts! Sie lassen es nachher einfach darauf ankommen, bis festgestellt wird: «Jetzt hast du halt eine Ersatzfreiheitstrafe.» Nachher steht man dann auf. Excusez, das geht einfach nicht! Und wenn Sie für die ganze Schweiz politisieren wollen, das wurde vorhin gesagt, dann gehen Sie ins nationale Parlament, excusez!

    Hier ist es möglich, man muss einfach reagieren. Und was mich jetzt vor allem so stört: Man verniedlicht all diese Delikte. Man hat einfach etwas angestellt! Ich habe auch schon etwas angestellt: Dann stehe ich hin, mache diese Strafe und erledige das. Diese Leute wollen das nicht, sie zögern es hinaus, und irgendwann sollte man dann da Leute zur Verfügung stellen, die ihnen dann helfen, das abzusitzen. Es wurde schon gesagt: Diese Leute kommen dann nicht einfach so motiviert, um gemeinnützige Arbeit zu leisten. Ich habe es vorhin schon gesagt: Träumen Sie weiter. Deswegen ist es für mich ganz klar: Ich werde diese Motion ablehnen.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Martin Schlup, Schüpfen (SVP), Einzelsprecher. Ich bin völlig mit Ihnen einverstanden: Gemeinnützige Arbeit kommt ganz sicher billiger als eine Gefängnisstrafe. Darüber müssen wir gar nicht diskutieren, da sind wir eins zu eins der gleichen Meinung. Aber man skizziert es jetzt schon ein bisschen einfach, wie wenn das so ganz einfach funktionieren würde.

    Mich stört auch etwas in Bezug auf die Zugänglichkeit. Es wird gesagt, dass es viel zu schwer zugänglich ist: Also, ich kann zwischen Freiheitsstrafe, Busse und gemeinnütziger Arbeit wählen. Dann muss ich schon ein bisschen bereit sein, an einem Ort zu suchen. Jetzt wurde schon gesagt, das sei schon schwierig. Aber die gleichen Leute, die das jetzt angeblich nicht können, können ihre Adressänderung angeben, wenn sie ein Zalando-Paket bekommen wollen, wenn sie Ferien buchen wollen, dann können sie das im Internet auch. So viel einmal zur Zugänglichkeit. Das ist für mich keine Diskussion.

    Ich kenne Leute, die gemeinnützige Arbeit gemacht haben, statt eine Busse zu zahlen. Das verstehe ich völlig. Sie haben mir nachher gesagt, dass die Institution ganz erstaunt war, dass sie jeden Morgen pünktlich eingetroffen sind, pünktlich die Arbeit gemacht haben, die ihnen aufgetragen wurde, und dass die Leute, die ihnen diese Arbeit gegeben hatten, eigentlich auch zufrieden waren. Sie müssen auch wissen, es ist dann nicht jeder, der nicht bereit ist, eine Busse zu zahlen oder eine Freiheitsstrafe anzutreten, bereit, einfach so frisch-fröhlich in eine Institution zu kommen und die aufgetragene Arbeit zu machen. Also, wenn Sie träumen wollen, dann träumen Sie weiter.

    Aus diesen Gründen ist für mich ganz klar, dass wir die Motion annehmen, aber abschreiben.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Martin Schlup, Schüpfen (SVP), Motionär. Vorher hatten wir für mich einen relativ theoretischen Umwelt- und Klimaschutz. Jetzt habe ich das Gefühl, dass es ein bisschen konkreter wird. Wir sprechen über eine Motion, die auf den ersten Blick aber auch sehr technisch tönt, in Wahrheit ist es aber eine zentrale Sicherheitsfrage, die unseren ganzen Kanton betrifft: Der Zustand von unseren Objektschutzwälder. Diese Wälder schützen uns Menschen, Siedlungen, Strassen, Bahnlinien und Infrastrukturen vor Lawinen, Steinschlag und Rutschungen. Wenn sie ihre Funktionen verlieren, wird es teuer und gefährlich. Genau dies passiert heute in verschiedenen Regionen unseres Kantons.

    In der Motion steht es klar: Es gibt eine Anzahl von Beispielen im Oberland, bei denen ausschliesslich der Altbestand, also die alten Bäume des Waldes, die NaiS-Kriterien (Nachhaltigkeit und Erfolgskontrolle im Schutzwald) erfüllt, da sich aufgrund der massiven Wildschadenssituation kein oder zu wenig Jungwuchs etablieren kann. NaiS vielleicht um schnell zu erklären, was das ist – ist die Abkürzung von Nachhaltigkeit im Schutzwald. Das heisst, dass waldbauliche Eingriffe dort faktisch verunmöglicht sind respektive wenn man sie macht, dann sind sie nutzlos, weil das Wild die jungen Bäume wieder wegfrisst. Genau diese gravierenden Fälle werden bis heute nicht systematisch erfasst. Das sind die blinden Flecken, die wir mit dieser Motion schliessen wollen.

    Was bestätigt der Regierungsrat? Der Regierungsrat anerkennt die Problematik ausdrücklich. Er schreibt, dass im aktuellen Wildeinflussgutachten 18 Prozent der Schutzflächen, also rund 17’700 Hektaren, als untragbar eingestuft werden. In diesem Gebiet ist natürlich eine Verjüngung nur mit erheblichem Zusatzaufwand möglich. Das heisst, dass bei neun Prozent der Objektschutzwälder ... (Die Präsidentin bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’orateur de conclure.) ..., bei knapp 4000 Hektaren, akute Gefahr besteht.

    Damit ist klar: Wir müssen die Motion aufrechterhalten und dürfen sie nicht abschreiben, denn wenn wir sie abschreiben, gehen wir die gefährliche Sache ein, dass der Wald uns nicht mehr schützen kann. Merci ... (Die Präsidentin schaltet das Mikrofon aus. / La présidente coupe le micro.)

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