Sarah Noger-Engeler
- Party
- Grünliberale Partei
- Parliamentary group
- SP-GRÜNE-GLP-Fraktion 2024/2028
- Parliament
- Kantonsrat
- Electoral district
- St.Gallen
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Female
- Born
- 1. Januar 1972
- Occupation
- Primarlehrerin, Dozentin PHSG
- Language
- German
- Wikidata
- Q124412061
- Source body
- SG
- Source updated
- 28.01.2026
- Record updated
- 18.06.2026
- First imported
- 14.08.2025
- JaKantonsratSystemwidrige Ergänzungsleistungen ohne Rentenanspruch (Interpellation)Result: 66 Yes · 1 No · 0 Abst. · 53 Absent
- JaKantonsratNachtrag zum Gesetz über die soziale Sicherung und Integration von Menschen mit Behinderung (Finanzierung ambulante Leistungen im Bereich Wohnen) (Gesetzgebungsgeschäft)Result: 107 Yes · 0 No · 0 Abst. · 13 Absent
- JaKantonsratReduzierter Anspruch auf finanzielle Sozialhilfe für Schutzbedürftige mit Aufenthaltsbewilligung (Motion)Result: 99 Yes · 15 No · 0 Abst. · 6 Absent
- JaKantonsratReduzierter Anspruch auf finanzielle Sozialhilfe für Schutzbedürftige mit Aufenthaltsbewilligung (Motion)Result: 98 Yes · 16 No · 1 Abst. · 5 Absent
- JaKantonsratResult: 69 Yes · 45 No · 1 Abst. · 5 Absent
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- Speech
- SpeechSpeechMitglied des KantonsratesKantonsrat
Noger-Engeler-Häggenschwil (im Namen der GLP-Gruppe): Auf die Motion ist einzutreten.
Die ursprüngliche Motion der bürgerlichen Mehrheit zum Lotteriefonds irritierte uns sehr. Zwar anerkennen wir, dass der Topf des Lotteriefonds aktuell gut gefüllt ist und die Kriterien für die Vergabe von Geldern einer Überarbeitung bedürfen. Die in der Motion vorgeschlagene Stossrichtung geht jedoch klar in die falsche Richtung. Mit dem vorgeschlagenen Kahlschlag für Kultur und Soziales sowie der Zweckentfremdung des Lotteriefonds für wirtschaftliche Zwecke wird der Ursprungsgedanke der Gemeinnützigkeit ausgehöhlt. Der Lotteriefonds ist kein Ersatzhaushalt für ordentliche Staatsausgaben, sondern soll gemeinnützige Projekte ermöglichen und stärken. Wir unterstützen deshalb die von der Regierung vorgeschlagenen Bandbreiten. Diese schaffen die notwendige Flexibilität, um auf unterschiedliche Bedürfnisse reagieren zu können, ohne den gemeinnützigen Charakter des Fonds preiszugeben. Wir möchten den Fonds nicht schleichend für reguläre wirtschaftspolitische Aufgaben zweckentfremden. Für uns ist klar: Vielfältige Kultur ist ein zentrales Schmiermittel unserer Gesellschaft. Sie verbindet Menschen und trägt wesentlich zur Lebensqualität im Kanton bei. Entsprechend darf sie nicht zum Sparposten oder zur Verfügungsmasse für andere politische Zwecke werden. Sehr geehrte Damen und Herren, Sie sind hier Vertreterinnen und Vertreter der Bevölkerung. Die Menschen sorgen sich um die Kulturprojekte in ihrer Region, in ihrer Stadt oder ihrem Dorf – im gesamten Kanton. Erkennen Sie die Tragweite, die sich vielleicht am Anfang nicht als offensichtlich gezeigt hat? Diese Motion vernichtet Kultur jeder Couleur in allen Regionen des Kantons.
Zum kurzfristig eingereichten Antrag der Mitte-EVP-Fraktion: Es ist beruhigend zu wissen, dass sich diese Fraktion – obwohl Erstunterzeichnende – nochmals vertieft mit den Konsequenzen der Motion auseinandergesetzt und einen besseren, moderaten und v.a. bundesrechtskonformen Antrag eingereicht hat. Für uns ist klar, dass dieser Antrag – insbesondere auch durch die Streichung von Bst. a Ziff. 3 und 4 – klar dem ursprünglichen Wortlaut, aber auch dem Antrag der Regierung vorzuziehen ist. Den Antrag der FDP-Fraktion / SVP-Fraktion lehnen wir gemäss dem Votum unserer Gesamtfraktion ab.
- SpeechSpeechMitglied des KantonsratesKantonsrat
Noger-Engeler-Häggenschwil (im Namen der SP-GRÜNE-GLP-Fraktion): M85 Bst. b führt die Kürzung bzw. Streichung verschiedener kleiner Staatsbeiträge auf.
Ein Beitrag, der gekürzt werden soll, ist der Beitrag an die Lungenliga. Die Lungenliga Ost leistet einen zentralen Beitrag zur regionalen Präventionsarbeit. In der Tabak- und Nikotinprävention stärkt sie mit evidenzbasierten Programmen die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen und fördert nachhaltige Verhaltensänderungen sowie gesundheitliche Chancengleichheit. In der Tertiärprävention setzt sich die Lungenliga dafür ein, dass Patientinnen und Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung oder anderen Lungen- und Atemwegserkrankungen eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten. Durch individuelle Beratung sowie spezifische Coachings und Kurse befähigt die Lungenliga die Betroffenen, ihre Erkrankung eigenständig und kompetent zu managen, Verschlechterungen vorzubeugen und ihren Alltag bestmöglich zu gestalten. Im Auftrag des Kantons übernimmt die Lungenliga in der Tuberkuloseprävention eine wichtige Rolle, indem sie Betroffene begleitet und durch koordinierte Massnahmen zur Früherkennung und Eindämmung der Krankheit beiträgt. Werden diese Staatsbeiträge gekürzt, ist diese präventive Leistung unmittelbar gefährdet. Eine Reduktion der Mittel schwächt nicht nur den bestehenden Präventionsauftrag, sondern erhöht langfristig auch das Risiko gesundheitlicher Belastung für die Bevölkerung und kann zu höheren Folgekosten im Gesundheitswesen führen. Wir danken Ihnen für die Kenntnisnahme der Wichtigkeit dieser Einrichtung und bedauern die Reduktion der Staatsbeiträge.
- SpeechSpeechMitglied des KantonsratesKantonsrat
Noger-Engeler-Häggenschwil (im Namen der GLP-Gruppe): Dem Antrag der SP-GRÜNE-GLP-Fraktion ist zuzustimmen.
Zurzeit mögen die in Frage kommenden Personen, die durch die Senkung der Altersobergrenze nicht mehr in den Genuss der Ausbildungsunterstützung kommen, gering sein. Aber es ist aus Sicht der Grünliberalen keineswegs sinnvoll, eine Umschulung nur bis zum 50. Altersjahr zu unterstützen. Die aktuellen Diskussionen gehen klar in die Richtung, das Rentenalter zu flexibilisieren oder sogar zu erhöhen. Eine 51-jährige Person hat damit noch wenigstens 14 Arbeitsjahre vor sich. Welches Signal senden wir diesen Menschen, wenn wir ihnen sagen: Für eine zusätzliche Qualifikation seid ihr schon zu alt. Auch wenn nur wenige Personen betroffen sein mögen, das Signal wäre grundlegend falsch. Wir brauchen mehr Weiterbildungschancen, nicht weniger – gerade für jene, die noch viele Jahre im Arbeitsmarkt stehen.
Gerade deshalb lohnt es sich, auch 50- bis 55-Jährige aktiv zu einer Umschulung zu motivieren, und zwar in jenen Bereichen, die in den nächsten Jahrzehnten unter massivem Druck stehen werden. Mit dem Eintritt der Babyboomer-Generation ins hohe Alter wächst der Bedarf an Pflegebetreuung und -unterstützung erheblich. Mehr Pflegefachpersonen, mehr Betreuungskapazitäten, mehr qualifizierte Fachkräfte in Gesundheits- und Sozialberufen – wer heute in diese Berufe einsteigt, arbeitet nicht in irgendeiner Branche, sondern in einem der zentralen Zukunftsfelder unserer alternden Gesellschaft.
Die Pflegeinitiative wurde deutlich angenommen: ein klarer Auftrag, die Versorgung langfristig zu sichern. Gleichzeitig zeigt die demografische Entwicklung unmissverständlich: Der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal wird weiter steigen. Diese Realität ist nicht neu. Schon länger ist klar: Der Fachkräftemangel ist kein theoretisches Zukunftsszenario, sondern gelebter Alltag, gerade in der Betreuung älterer Menschen. Heute gilt das noch stärker als zum Zeitpunkt der Abstimmung. Eine Verschlechterung der Situation ist deshalb nicht angezeigt. Belassen wir die von uns beschlossenen Altersgrenzen und stehen wir zu unseren Massnahmen zur Umsetzung der Pflegeinitiative und zur Behebung des Fachpersonalmangels in der Pflege.
- SpeechSpeechMitglied des KantonsratesKantonsrat
Noger-Engeler-Häggenschwil legt ihre Interessen als Primarlehrerin in der Stadt St.Gallen, Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen und Mitglied des KLV St.Gallen offen.
Bei den vorliegenden Sparmassnahmen, welche die PHSG umsetzen will, fällt mir als Primarlehrerin die Untermassnahme Bst. d besonders negativ ins Auge. Die PHSG plant aus Spargründen, die beiden RDZ Gossau und Rorschach zusammenzulegen, d.h. den Standort in Gossau aufzulösen. Sie stellt einen «Innovation-Hub» in Aussicht, für den jedoch noch kein konkretes Konzept vorgelegt werden konnte oder die Wertschöpfung für die Praxis abgeschätzt werden kann. Falls Sie die RDZ nicht kennen: Sie stellen einerseits vielseitige, hochaktuelle Lernumgebungen bereit, die Lehrpersonen mit ihren Klassen besuchen können. Diese sind lebensweltnah, kindgerecht sowie nach neuesten Methoden gestaltet und ermöglichen es den Kindern, in die Thematik einzutauchen, wie es dezentral in einzelnen Schulzimmern nie möglich wäre. Ich selbst war zuletzt im Mai 2025 mit meiner Klasse im RDZ Rorschach in der Lernumgebung «Körper». Das war wirklich ein Erlebnis für alle Kinder. Darüber hinaus können Lehrpersonen Weiterbildungen im RDZ besuchen. Die pädagogischen Mitarbeitenden des RDZ unterstützen insbesondere Studierende und Junglehrpersonen, aber auch alle anderen Lehrpersonen in der Praxis, indem sie zusätzliches Lernmaterial und Lernkisten für den Unterricht vor und nach dem RDZ-Besuch zur Verfügung stellen. Diese zentralisierten Angebote bündeln Ressourcen und verhindern verschiedene Ausgaben auch in den einzelnen Schulgemeinden.
Wir haben im Zusammenhang mit dem Haushaltsgleichgewicht schon mehrfach im Kantonsrat über die RDZ gesprochen, meist über deren Finanzierung, ob diese vom Kanton oder von den Standortgemeinden getragen werden soll. Die Wichtigkeit dieser Institutionen wurde dabei von Bildungspolitikern aller Fraktionen stets anerkannt. Auch über die Kernaufgaben der PHSG wurde in anderen Sessionen von links bis rechts viel gesagt und insbesondere eine vermehrte Praxisnähe der PHSG gefordert. Welche Leistung der PHSG neben der direkten Ausbildung der Lehrpersonen ist so eng verbunden mit der Praxis und ermöglicht Kindern eindrückliche Lernerlebnisse und unterstützt sowie entlastet die Lehrpersonen? Es sind die RDZ. Die Zusammenlegung der beiden Standorte Gossau und Rorschach ist für die Schulklassen und Lehrpersonen ganz einfach ein klarer Leistungsabbau. Schulklassen in der Region St.Gallen und Wil besuchen heute rege das RDZ Gossau. Entfällt dieser Standort, werden die RDZ in Wattwil und Rorschach der steigenden Nachfrage wegen Überbuchung nicht nachkommen können. Zudem würden sich die Anfahrtskosten und der Zeitaufwand für die betreffenden Schulklassen erhöhen und de facto den Lehrpersonen die Nutzung des Angebots verunmöglichen. Dass diese Zusammenlegung der RDZ im Entlastungspaket steht, hat das Rektorat der PHSG entschieden. Ich als langjährige Lehrperson in unserem Kanton bedaure das sehr, da die RDZ eine wichtige und unterstützende Brücke zwischen der PHSG und der Praxis sind. Schade, wird dieser Wert einmal mehr nicht erkannt.
- Einfache AnfrageErstunterzeichner/-in
- InterpellationErstunterzeichner/-in
- InterpellationErstunterzeichner/-in
- InterpellationErstunterzeichner/-inVerantwortung übernehmen – Tierleid mindernNo. 51.25.92
- MotionErstunterzeichner/-inEinführung von Jokertagen an den MittelschulenNo. 42.25.09
- Interessengruppe des Kantonsrates
- Mitgliedsince 11.06.2026
- Mitgliedsince 11.06.2026
- Mitglied08.06.2021 – 04.06.2024
- Vorberatende Kommission
- Mitgliedsince 02.03.2026
- Interessengruppe des Kantonsrates
- Interessengruppe des Kantonsrates
- Vorberatende Kommission
- Mitglied15.09.2025 – 03.03.2026
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- Version 101.01.2025 – 04.10.2025
- Version 204.10.2025
- Version 304.10.2025 – 31.12.2199
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