Gerhard Andrey · VERDI
Ich erinnere mich gut an ein Erlebnis vor etwa zwanzig Jahren, als ich René, einen befreundeten Kollegen, den ich auf der Arbeit kennengelernt hatte, beobachten konnte, wie er mit dem damals brandneuen iPhone hantieren konnte mit einer Leichtigkeit und einer Geschwindigkeit, die ihm zu unglaublich viel mehr Autonomie verholfen hat. Ich war fasziniert. Er konnte mit Voice-over plötzlich selbstständig schreiben, surfen, sich orientieren, viel autonomer als ohne Smartphone. Diese Erinnerung begleitet mich bis heute. Digitalisierung ist eines der wirksamsten Instrumente, um Teilhabe zu ermöglichen, aber nur, wenn wir sie von Anfang an mitdenken.
Auch im Cyberspace setzt die Inklusions-Initiative an. Die digitale Barrierefreiheit wird heute immer noch als Problem vor uns hergeschoben, und zwar deutlich. Fast 96 Prozent der meistbesuchten Webseiten weltweit sind nicht oder nicht vollständig barrierefrei zugänglich. Das zeigt eine kürzlich durchgeführte Analyse von der in der Fachwelt sehr respektierten WebAIM, die das analysiert hat, und das ist eben ihre jüngste Erhebung. Diesen Herbst zeigt eine Recherche der Stiftung "Zugang für alle", dass keine einzige von 70 zufällig ausgewählten Schweizer Gemeindewebsites die Anforderungen erfüllt, obwohl das Behindertengleichstellungsgesetz die öffentliche Hand seit 2004 dazu verpflichtet. Für die Privatwirtschaft gilt das erst recht, denn dort bestehen bis heute keine verbindlichen Vorgaben. 2023 habe ich mich im Rat mit der Motion 23.3582, "Digitale Barrierefreiheit im Privatsektor", dafür eingesetzt. Der Bundesrat empfahl damals die Annahme, hier im Nationalrat hat das Geschäft dann aber ganz knapp die Mehrheit verfehlt: 91 zu 87 Stimmen. Es war etwas überraschend.
Das Anliegen kehrt jetzt aber über einen anderen Weg zurück. Die Behindertenverbände haben den bundesrätlichen Gegenvorschlag zur Initiative als ungenügend kritisiert, denn die Digitalisierung fehlte darin praktisch vollständig.
Dans le contre-projet indirect, la commission compétente a décidé, enfin, d'intégrer ce genre de mesure. Les prestataires privés devront prendre des mesures raisonnables pour prévenir les désavantages d'accessibilité numérique. C'est exactement le principe de ma motion, de retour sur la table, mais pas encore gravée dans le marbre.
Il faut donc maintenant de la clarté, que ce soit par le biais de l'initiative ou celui des dispositions légales efficaces d'un contre-projet indirect. Des standards clairs et vérifiables pour l'économie privée, aussi naturels qu'ils le sont aujourd'hui pour la protection des données ou la sécurité. Je connais l'argument qui vient d'habitude : les charges, les coûts. Mais qui conçoit des offres numériques accessibles les conçoit généralement mieux pour tout le monde.
Je repense de temps en temps à René et je me demande combien de moments de libération de ce genre nous avons manqués faute d'avoir été conséquents jusqu'ici. L'accessibilité numérique est souvent oubliée dans le débat sur l'inclusion, alors qu'elle est aujourd'hui au moins aussi déterminante pour la participation que les rampes ou les ascenseurs. L'initiative pour l'inclusion nous donne la possibilité de changer cela, non pas avec des déclarations d'intention, mais avec des règles contraignantes. C'est pourquoi je dis oui à l'initiative et vous invite à recommander de faire de même.