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Manuela Kocher Hirt · SP

de
Gran Consiglio (BE)11 set 2024
Manuela Kocher Hirt, Worben (SP), Einzelsprecherin. Ich war in dieser Gesetzesdebatte bei der Beratung nicht dabei, aber ich muss sagen: Als Frau finde ich dieses Gesetz nicht gut. Es ist nicht nur die SP-JUSO, die das wahrscheinlich so sehen wird. Und es ist nicht ein Gesetz für alle, Hans Schori, eben nicht. Es ist ein Gesetz für Frauen, Schweizer Frauen, Ausländerinnen und Ausländer. Ich muss dich hier korrigieren. Es wird sicher noch Auswirkungen haben. Es wird zu diskutieren geben.

Es ist auch fraglich, ob der Kanton Bern mit einem solchen Gesetzesartikel vorpreschen muss, solange auf Bundesebene noch Diskussionen darüber laufen, wie man den Zivilschutz organisieren will. Ich frage mich, ob das wirklich sinnvoll ist. Sie haben es jetzt überwiesen und wir werden sehen, was daraus entstehen wird.

Ich möchte in Bezug auf das, was Margrit Junker gesagt hat, noch nachdoppeln. Wir Frauen verdienen weniger, das wissen Sie alle. Unsere Löhne sind einfach tiefer als die Löhne der Männer, gerade wenn man am Anfang der Berufskarriere steht. Ich kann auch noch für die Pflegenden sprechen: Wir sind mit 23 Jahren noch in der Ausbildung. Wir verdienen 1000 Franken. Jetzt kann ich vielleicht nicht dorthin gehen, weil ich Schichtdienst habe oder weil ich kurzfristig einspringen muss, und dann darf ich mit meinen 1000 Fränkli auch noch eine Busse von 300 bis 600 Franken bezahlen.

Es wäre wichtig gewesen, dies in der Debatte zu berücksichtigen, und ich hoffe, dass wir in zukünftigen Gesetzesdebatten besser auf die Bedürfnisse und die Ausgangslage unserer Bevölkerung Rücksicht nehmen. Danke vielmals.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0