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Manuela Kocher Hirt · SP

de
Gran Consiglio (BE)2 giu 2026
Manuela Kocher Hirt, Worben (SP), Mitmotionärin. Wir haben jetzt schon viel gehört. Die Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Apothekerinnen und Apothekern ist wichtig, und sie wird auch in Zukunft eben immer wichtiger werden, denn beide Berufsgruppen tragen eine grosse Verantwortung für die Patientinnen und Patienten, für eine kontinuierliche Versorgung, aber auch für eine gute Medikation und die Abstimmung unter diesen Medikamenten.

Trotzdem kennen viele die konkrete Arbeit der jeweiligen anderen Seite nur so aus der Distanz, und hier setzt diese Motion an. Wir verlangen nicht einfach eine weitere Studie oder einen Bericht, wir wollen konkrete Austauschtage ermöglichen, damit eben Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker die praktische Realität des jeweiligen anderen Berufs kennenlernen. Das ist eine pragmatische, kostengünstige und v. a. wirksame Idee. Wir denken, der Regierungsrat hat in seiner Antwort selbst schon die hohe Bedeutung dieser interprofessionellen Zusammenarbeit betont. Auch in der Gesundheitsstrategie wird darauf hingewiesen und auf die bestehenden Angebote an der Universität Bern.

Das ist erfreulich, aber gerade diese Beispiele zeigen eben auch, dass es im Moment im heutigen System Grenzen gibt. Die bestehenden Angebote sind auf Studierende ausgerichtet. Das ist sicher ein wichtiger Ansatzpunkt, die Weiterbildungsprogramme, aber die Motion möchte weiter gehen, nämlich in die ambulante Grundversorgung hinein und in die konkrete Zusammenarbeit im Berufsalltag. Wer einmal einen Tag in einer Arztpraxis oder in einer Apotheke mitgearbeitet hat und die täglichen Herausforderungen direkt erlebt hat, entwickelt einfach auch ein anderes Verständnis für die Aufgaben, Kompetenzen und Grenzen der jeweiligen anderen Berufsgruppe. Das verbessert die Kommunikation, und wir haben es gehört: Das ist im Moment auch ein wichtiger Aspekt, den wir mit unserer Motion fördern möchten. Es stärkt das gegenseitige Vertrauen und hilft letztlich auch, die Patientenversorgung zu verbessern.

Deshalb reicht es nicht, einfach zu prüfen, ob solche Austauschtage sinnvoll sind. Gehen wir doch einen Schritt weiter. Wir wissen bereits heute, dass die interprofessionelle Zusammenarbeit einen Mehrwert schafft. Der Regierungsrat teilt diese Einschätzung ja auch ausdrücklich, und jetzt braucht es einfach den nächsten Schritt, um die Rahmenbedingungen zu schaffen, ein Pilotprojekt durchzuführen und die Ergebnisse auszuwerten. Deshalb: Unterstützen Sie bitte diese Motion, und ermöglichen Sie das. Besten Dank.

Trascrizione
tagblatt.gr.be.ch
Istituzione
Gran Consiglio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0