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Remo Sägesser · Grünliberale

de
Municipio (BE)14 nov 2024Reto Nause, Direktor SUE

Reto Nause, Direktor SUE: Nach dieser hervorragenden, objektiven Präsentation von Bernadette wollte ich eigentlich gar nicht mehr hier vorne reden. Nachdem aber von Seiten vom Grünen Bündnis und der AL Falschaussagen gemacht wurden, muss ich diese richtigstellen.

Ihr könnt wohl wieder in eine Zieldiskussion einsteigen. Ihr könnt schon ein bisschen tänzerisch den Ausstieg aus dem Gas 2030 fordern. Ich erinnere einfach daran: Wir haben ein Klimareglement, wir haben eine Energie- und Klimastrategie. Das alles ist abgesegnet vom Rat und zeitlich terminiert. Unsere Absenkpfade sind im Gesetz festgeschrieben und an diese halten wir uns und dort ist leider Gottes die CO₂-Neutralität für 2045 festgelegt, und der Gasausstieg ist nicht für 2030 festgelegt. Unser Gasnetz hat im Moment einen Wert von 187 Mio. Franken. Also, wenn das GB einen Vorstoss macht, zusammen mit der AL, dass die Stadt EWB 187 Mio. Franken rüberschiebt, dann können wir das Gasnetz morgen stilllegen. Wenn wir das Geld nicht haben und ich sehe eigentlich nicht, woher wir das Geld nehmen sollten, dann müssen wir das Gasnetz schrittweise abschreiben, so wie wir das geplant haben, schrittweise abschreiben, damit wir es quasi auf null amortisieren können und damit wir dann, wenn die Fernwärme ready ist, auch das Gasnetz abstellen können. Es ist eben falsch, wenn behauptet wird, EWB habe kein klares Datum und keinen klaren Zeitpunkt genannt. Nein, EWB hat gesagt, bis 2045 ist das Gasnetz abgestellt beziehungsweise die Teile des Gasnetzes, die noch existieren, werden befüllt mit 100% erneuerbarem Gas. Und es ist auch falsch, wenn behauptet worden ist, man habe nichts erreicht und man habe das Zeug zu wenig schnell erreicht. Gerade im Gebäudebereich, wo EWB der wichtigste Player ist, haben wir seit 2008 40% CO₂-Emissionen senken können, obwohl die Stadt im gleichen Zeitraum um 10’000 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen ist. Das ist eine massive Leistung und da sind wir schweizweit Spitzenreiter. Es ist auch nicht so, dass man punkto Solarenergie nichts macht. (An Thomas Hofstetter) Du hast es gesagt: Wir haben einen der besten Rückliefertarife schweizweit mit 13,5 Rappen. Die BKW ist, glaube ich, irgendwo bei 3,5 oder 4 Rappen oder so was, also meilenweit daneben. Und der Rückliefertarif soll private Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer dazu animieren, dass sie auf ihr privates Dach eben Solarpanels hängen. Es ist nicht Aufgabe von EWB, auf jedes Einfamilienhäuschen und auf jeden Gartenschuppen noch irgendein Panel zu montieren. Aber es ist Aufgabe und Verantwortung der privaten Hauseigentümer, hier auch ihren Beitrag zu leisten. Und wenn man dann schon sagt, Solarenergie werde zu wenig gemacht: Wir sind beteiligt bei Belpmoos Solar. Aber das ist ja dann auch wieder nicht gut. Wir sind beteiligt bei Davos-Parsenn. Wir haben die neue Schwimmhalle mit Panels eingedeckt, eine Schwimmhalle mit einem geschwungenen Dach, die teuersten Panels überhaupt, die ihr bekommen könnt. Ich bitte euch einfach, dies zur Kenntnis zu nehmen. Dort macht EWB nicht nichts, dort macht auch ISB (Immobilien Stadt Bern) nicht nichts. Aber es sind primär die grossen Flächen, die städtischen Dachflächen, die attraktiv sind für einen Versorger wie EWB, dass man die ausrüstet. Und bei den kleinen Einfamilienhäuschen – es gibt eine private Verantwortung und das ist die der Häuschenbesitzenden. Ihr könnt das nicht alles EWB aufbürden.

Trascrizione
bern.recapp.ch
Istituzione
Municipio

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0