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BW

Belinda Nazan Walpoth

Attivo
Partito SocialistaSP-JUSO
Gran ConsiglioBern

Mandato
Partito
Partito SocialistaFonte: SP
Gruppo parlamentare
SP-JUSO
Circondario elettorale
Bern
Pagina del Parlamento
Profilo ufficiale
Dati personali
Sesso
Femminile
Nato/a il
1965
Professione
Aerztin, Lehrbeauftragte
Contatto
Indirizzo
Bern
Riferimenti e fonte
Organo d'origine
BE
Fonte aggiornata
10.09.2026
Record aggiornato
11.09.2026
Prima importazione
14.08.2025
Comportamento di voto(352310)
  1. Ja
    Votazione senza titolo
    Gran Consiglio
  2. Enthalten
    Votazione senza titolo
    Gran Consiglio
  3. Nein
    Votazione senza titolo
    Gran Consiglio
  4. Ja
    Votazione senza titolo
    Gran Consiglio
  5. Ja
    Votazione senza titolo
    Gran Consiglio
Relazioni d'interesse(5)
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Interventi(28)
  1. Intervento
    Gran Consiglio
    Belinda Nazan Walpoth, Bern (SP), Einzelsprecherin. Unsere Gesundheitsversorgung ist eines der zentralen Themen unserer Gesellschaft und die Realität zeigt deutlich: Wir stehen von einer Zeitwende. Die Fachkräfte fehlen, wir erwarten alle eine hochwertige, flächendeckende, medizinische Grundversorgung. Wir haben aber teilweise in einigen Regionen eine Unterversorgung. Wir sprechen über Engpässe in der Hausarztmedizin und über Spitäler, die an ihre Belastungsgrenze stossen.

    Diese Motion fordert deshalb Transparenz, Zielgerechtigkeit und Verantwortung beim Mitteleinsatz für Innovationen. Es geht darum, klare Prioritäten für Projekte zu setzen, die für die ambulante Versorgung sind und diese auch stärken, die digitale Transformation vorantreiben und die integrierte Versorgung in den Regionen sichern.

    Jede investierte Million muss dann auch den Menschen dienen, nicht den Verwaltungsstrukturen. Der Kanton soll also hier ein aktiver Steuermann sein. Das wünschen die Motionäre. Die Verwaltung muss optimal personell ausgestattet werden, um die Teilstrategien umzusetzen, Innovationsprojekte zu begleiten und die Versorgungslandschaft aktiv zu gestalten. Es geht nicht um Verwaltung, um der Verwaltung willen, es geht um Menschen, um Patientinnen und Patienten, um eine sichere und faire Gesundheitsversorgung für alle in den Regionen.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben die Mittel, wir haben das Wissen, wir haben auch die Verpflichtung, sie gerecht und effektiv einzusetzen. Deshalb bitte ich Sie, diese Motion in allen Punkten anzunehmen und die Punkte 2 und 3 nicht abzuschreiben.

    Und zuletzt: Das ist wohl meine letzte Rede hier, wenn ich mich zurückhalten kann und nicht noch einmal rede. Ich bedanke mich für die tolle Zeit. Es war mir eine grosse Ehre, ein Teil dieses ehrwürdigen Parlaments zu sein. Vielen Dank.

  2. Intervento
    Gran Consiglio
    Belinda Nazan Walpoth, Bern (SP), Einzelsprecherin. Ich unterstütze diesen Vorstoss und kann es nicht verstehen, dass wir nicht einmal ein Postulat durchbringen können. Man kann es ja überprüfen.

    Die Weiterbildung ist heute wichtiger denn je. Digitalisierung und Automatisierung verändern den Arbeitsmarkt schnell, viele einfache Tätigkeiten verschwinden oder werden anspruchsvoller. Wir riskieren, dass wir diese Menschen dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausschliessen. Der Regierungsrat oder die Regierungsrätin setzt auf bestehende Förderprogramme. Diese sind wichtig, aber nicht immer leicht zugänglich. Bildungsgutscheine bieten einen einfachen und unkomplizierten Zugang. Andere Kantone haben ja gezeigt, es ist möglich und es funktioniert. Mehr Menschen nehmen an Weiterbildungen teil, wenn sie selber wählen können. Man kann ja die anderen Programme nur reicher machen mit diesem Programm.

    Wir brauchen einfache Lösungen für die Direktbetroffenen, deshalb bitte ich Sie, zumindest, wenn Sie schon nicht die Motion, dann ein Postulat anzunehmen. Man sollte es überprüfen für den Kanton. Vielen Dank.

  3. Intervento
    Gran Consiglio
    Belinda Nazan Walpoth, Bern (SP), Einzelsprecherin. Prinzipiell wollte ich nicht reden, aber nach dem langen Zuhören von heute merke ich: Eigentlich wollen ja alle die Qualität haben. Und worum geht es in der Initiative? Wir wollen in der Kantonsverfassung verankern, dass der Kanton und die Gemeinden für eine flächendeckend hohe Bildungsqualität sorgen, dass sie genügend qualifizierte Lehrpersonen zur Verfügung stellen, und dass deren Arbeit in erster Linie den Schülerinnen und Schülern zugutekommt. Dazu kann niemand hier Nein sagen. Ist das radikal? Nein. Ist es überflüssig? Ebenfalls nein. Also, wo ist das Problem?

    Qualität darf kein unverbindliches Ziel bleiben; sie braucht eine klare Priorität. Und wenn wir dies in die Verfassung schreiben können, dann können wir sicher sein, dass dafür gesorgt wird. Bildung ist die Grundlage für Chancengleichheit, für wirtschaftliche Stärke, für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir alle kennen die Herausforderungen: Lehrpersonenmangel, steigende Anforderungen im Unterricht, heterogene Klassen, zunehmender administrativer Aufwand.

    Wir müssen unsere Lehrpersonen stärken. Hohe Bildungsqualität braucht ausreichende Mittel, qualifiziertes Personal, und dafür müssen wir sorgen. Gerade jetzt, in finanziell angespannten Zeiten, besteht die Gefahr, dass bei der Bildung gespart wird, weil die Folgen eben nicht sofort sichtbar sind. Doch wenn wir bei der Bildung sparen, zahlen wir es morgen doppelt.

    Also, ich bin überzeugt: Wenn wir es ernst meinen mit Chancengleichheit, mit Qualität und mit der Zukunft unseres Kantons – nicht vergessen: 20’000 Stimmberechtigte wollen das, sie haben unterschrieben –, wieso wollen wir jetzt das Ganze mit einer Rückweisung oder Ablehnung verschieben? Das Problem löst sich ja nicht von alleine. Vielen Dank, wenn Sie dies unterstützen. Alle, die sich nicht sicher sind: Bitte unterstützen Sie diese Initiative.

  4. Intervento
    Gran Consiglio
    Belinda Nazan Walpoth, Bern (SP), Fraktionssprecherin. Es gibt klare Regeln für die Sterilisation von Medizinprodukten. Diese stehen in der Medizinprodukteverordnung (MepV). Fachgesellschaften wie die Schweizerische Gesellschaft für Sterilgutversorgung (SGSV) und die Schweizerische Gesellschaft für Spitalhygiene (SGSH) helfen dabei. Sie machen genaue Anleitungen, damit die Spitäler und Praxen wissen, wie sie diese Regeln richtig umsetzen. Diese Guidelines werden also national gemacht.

    In den Spitälern kontrolliert Swissmedic, ob alles richtig gemacht wird. Swissmedic führt Inspektionen durch und überprüft, ob die Vorgaben eingehalten werden. In Praxen, also Arztpraxen, Ambulatorien oder Zahnkliniken, sind meistens die Kantone für die Kontrollen zuständig.

    Zu Punkt 1 der Motion: Es betrifft eine Sache, die national geregelt wird, was auch so bleiben sollte. Der Bund bestimmt die Regeln, die Kantone müssen kontrollieren. Die Standards, gute Hygiene, geprüfte Sterilisationsverfahren und Rückverfolgbarkeit sind zwingend und wichtig für die Patientensicherheit. Die Kantone dürfen diese Standards nicht abschwächen und sollten das auch nicht tun.

    Wir verstehen, dass viele Praxen durch bauliche und administrative Vorgaben stark belastet sind. Aber an den nationalen Regeln können wir nichts ändern, sollten wir auch nichts ändern. Die Patientinnen- und Patientensicherheit ist ernst zu nehmen.

    Ich kann Ihnen von einem Fall aus meiner Greenhorn-Zeit erzählen, als ich auf Rotation auf der Intensivstation war. Eine Patientin kam nach einer banalen Operation, es war Fettabsaugen im Knie, mit einem Multiorganversagen nach einem Sterilisationsversagen. Sie hat das dann auch nicht überlebt. Es ist eine ernsthafte Geschichte, wenn die Sterilisation nicht klappt.

    Ein wichtiger Punkt in dieser Motion – was wir natürlich auch gut finden – ist Mehrwegmaterial. Es ist ökologisch sinnvoll und gut für die Versorgung. Klar, die SP unterstützt das auch ausdrücklich. Aber Mehrwegmaterial ist nur dann sinnvoll, wenn die Aufbereitung wirklich sicher ist. Nachhaltigkeit ja, aber niemals auf Kosten der Patientensicherheit.

    Praxen im Kanton Bern, die wiederverwendbare Medizinprodukte nutzen, müssen mit Kontrollen rechnen. Das kantonale Heilmittelinspektorat führt diese Inspektionen durch. Grundlage ist eine Selbstdeklaration mit Formularen, die man selber ausfüllt. Es gibt nach meinem Wissen keine spontanen Kontrollen. Es gibt heute auch keine einfache öffentliche Übersicht, wie jeder Kanton diese Kontrollen genau macht.

    Vielleicht kann der Regierungsrat noch etwas dazu sagen, wie es im Kanton Bern aussieht, zum Beispiel wie viele Inspektionen durchgeführt wurden und wie viele Mängel aufgedeckt wurden.

    Zu Punkt 2: Hier geht es darum, dass sich der Kanton Bern in den nationalen Gremien aktiv einbringen soll. Ziel ist, dass die neuen Richtlinien praxistauglicher und risikobasiert werden. Das begrüssen wir. Das ist sehr wichtig. Der Kanton hat dort Einsitz und sollte sich auch mehr einbringen. An dieser Überarbeitung wird bereits gearbeitet, zusammen mit dem Kanton, Swissmedic, mit der FMH, der SSO und den Fachgesellschaften. Der Regierungsrat ist da schon aktiv. Das unterstützen wir sehr.

    Für die SP ist klar: den Punkt 1 ablehnen – es ist national geregelt –, auch als Postulat, und den Punkt 2 annehmen – das ist sinnvoll, realistisch und verbessert die Praxistauglichkeit. Vielen Dank.

  5. Intervento
    Gran Consiglio
    Belinda Nazan Walpoth, Bern (SP), Einzelsprecherin. Ich möchte jetzt aus eigener Erfahrung sprechen. Ich bin selber Ärztin. Ich gehöre nicht mehr zu der jungen Generation, aber wir haben sehr viele Ärztinnen und Ärzte, die wir wegen den langen Arbeitszeiten, wegen der vielen Administration, wegen den familienunfreundlichen Arbeitsbedingungen verlieren. Und da muss man wirklich ansetzen.

    Es geht heute um die Studienplätze, es geht um die Weiterbildungsplätze: Wir müssen diese Motion unterstützen! Wir haben es gehört, es geht 15 Jahre, bis das fruchtet. Wenn wir heute die Weichen stellen, wird das nicht von einem Tag auf den anderen gehen.

    Die Forschung wurde erwähnt: Es wäre schön, wenn alle nur forschen könnten. Man forscht und macht nebenbei Klinik, so läuft es im Alltag, wenn Sie klinische Forschung machen. Die Grundlagenforscher sind ausgenommen, diese forschen nur. Aber das tangiert nicht die Mängel, über die wir heute reden.

    Ich begrüsse es ausdrücklich, dass die Regierungsrätin eigentlich den Bedarf sieht. Da muss etwas passieren! Bitte akzeptieren Sie geschlossen diese Motion in allen Punkten.

    Wir wissen auch, wo die Mängel sind, auch in den Fachrichtungen: Hausärztinnen, Kinder- und Jugendärztinnen, Psychiaterinnen. Wir haben gehört: Es braucht selbst in der Uni ein Jahr, bis Sie überhaupt einen Termin bekommen. Das kann doch in einem entwickelten Land, wie wir es sind, mit so vielen Möglichkeiten, nicht so sein.

    Sagen Sie einfach in allen Punkten Ja zu dieser Motion. Vielen Dank.

Appartenenze(5)

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Dati: OpenParlData · CC BY 4.0