Michael Koller
- Funzione
- Grossrat
- Parlamento
- Gran Consiglio (AI)
- Circondario elettorale
- Schwende-Rüte
- Numero di seggio
- 7
- Pagina del Parlamento
- Profilo ufficiale
- Sesso
- Maschile
- Lingua
- Tedesco
- Indirizzo
- Neuhüsli 2
9050 Appenzell Eggerstanden
- Organo d'origine
- AI
- Record aggiornato
- 15.08.2026
- Prima importazione
- 14.08.2025
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- Intervento
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- InterventoInterventoGran ConsigliereGran Consiglio
Grossrat Michael Koller, Schwende-Rüte, erzählt, dass Thyssenkrupp Presta bis zu 570 Stellen abbaut, Mubea in Arbon stellt die Stahlproduktion ein und streicht 100 Arbeitsplätze, Leica Geosystems baut 90 Stellen ab, die Zeitung 20 Minuten stellt die Printausgabe ein - 80 Arbeitsplätze sind betroffen, Swisscom Schweiz will Hunderte IT-Stellen ins Ausland verlagern. Mit solchen Beispielen aus den letzten drei Monaten könnte er noch lange fortfahren. Das ist die Realität in der Wirtschaft. Und wenn man den Prognosen der Wirtschaftsverbände Glauben schenkt, muss man leider davon ausgehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Viele Stellen in der Privatwirtschaft gehen derzeit verloren oder stehen unter Druck. Die Menschen - und auch die Unternehmen - stehen vor herausfordernden Zeiten. Er versteht, dass man in Zeiten des Fachkräftemangels den Hebel bei den Leistungen der Mitarbeitenden ansetzen möchte. Ob dieser Mangel jedoch dauerhaft bestehen bleibt, ist zumindest fraglich. Zeitgemässe und konkurrenzfähige Löhne und Entschädigungen: ja - aber mit Augenmass. Denn bezahlen müssen es letztlich alle, insbesondere auch jene, die in Branchen arbeiten, in denen die Arbeitsplätze weniger sicher sind als jene in der Verwaltung. Die Gewerbebetriebe jetzt zusätzlich unter Druck zu setzen, ist für ihn nicht nur unnötig, sondern sogar gefährlich. Es darf insbesondere nicht sein, dass man bei Krankheit oder Militärdienst finanziell besser dasteht, als wenn man normal arbeitet. Wenn er das in seinem Betrieb umsetzen müsste, dann müssten diejenigen, die weiterarbeiten, mehr Umsatz machen, damit man die Löhne der Kranken oder Dienstpflichtigen bezahlen können. Das ist schlicht nicht fair. Natürlich könnte er einfach die Preise erhöhen - aber dann ist er irgendwann schlicht nicht mehr konkurrenzfähig. Frau Grossratspräsidentin Kathrin Birrer hat in ihrer Eröffnungsrede für ein solidarisches Miteinander plädiert. Dem stimmt er voll und ganz zu. Als Unternehmer trägt er jedoch die Gesamtverantwortung in seinem Betrieb. Wenn er die Kosten nicht im Griff hat, weil er zu grosszügig ist, hat das - gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten - zur Folge, dass er am Ende nicht mehr alle Löhne bezahlen kann. Dann haben am Schluss alle verloren. Er bittet, diese Überlegungen bei der Beurteilung der Anträge, die in den kommenden Beratungen gestellt werden, mit einzubeziehen.
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Grossrat Michael Koller, Schwende-Rüte, möchte auf das Stichwort Zwängerei eingehen. Wenn jetzt der Vorwurf der Zwängerei ins Feld geführt wird, kann er dem nicht folgen. Die Ostschweizer Kantone haben sich geschlossen positioniert und dies aus guten Gründen. Jetzt locker zu lassen wäre falsch. Denn andere Kantone, die vor einem Jahr Nein gesagt haben, zum Beispiel Zürich oder Graubünden, haben in der Zwischenzeit bereits wieder neue Strassenbauprojekte beim Bund deponiert. Es kann nicht sein, dass sich der Kanton Appenzell I.Rh. zurückhält, während andere Regionen Projekte realisieren, welche eine deutlich tiefere Priorität haben. Der Rosenbergtunnel hat eine hohe verkehrspolitische Bedeutung. Mit der Standesinitiative verleiht man dieser Einschätzung zusätzliches Gewicht und man setzt ein starkes Zeichen für eine leistungsfähige, faire und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur in der Ostschweiz. Ausserdem zeigt man sich solidarisch mit den Ostschweizer Nachbarn. Darum ist der Kanton Appenzell I.Rh. vielleicht auch wieder mal dankbar. Gerade für die Wirtschaft ist man auf gewisse Engpassbeseitigungen unheimlich angewiesen. Es können nicht alle mit dem Zug in die Stadt fahren, beispielsweise Handwerkerinnen und Handwerker. Er bittet den Grossen Rat diesem Geschäft mit grosser Mehrheit zuzustimmen.
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Grossrat Michael Koller, Schwende-Rüte, führt aus, dass die Schweizer Stimmbevölkerung am 24. November 2024 den Bundesbeschluss über den Ausbauschritt 2023 der Nationalstrassen abgelehnt hat. Die Ostschweiz sah dies ganz anders. Die Kantone Appenzell I.Rh., Appenzell A.Rh., Schaffhausen, St.Gallen und Thurgau haben dem Beschluss mehrheitlich zugestimmt. Der Kanton Appenzell I.Rh. hat sogar mit 65.2% zugestimmt. Mit diesem Ja hat die Ostschweizerische Stimmbevölkerung einerseits bekräftigt, dass sie hinter dem gesamten Ausbauschritt 2023 steht, und andererseits, dass sie die beiden Ostschweizer Projekte - die in St.Gallen geplante dritte Röhre des Rosenbergtunnels inklusive dem Zubringer Güterbahnhof sowie die in Schaffhausen vorgesehene zweite Röhre des Fäsenstaubtunnels - voll unterstützt. Dazu beigetragen haben vor allem drei Tatsachen: Erstens hat der Bund seit 1990 deutlich weniger in die Nationalstrassen der Ostschweiz investiert als in jene jeder anderen Region. Zweitens handelt es sich bei beiden Projekten um Tunnelbauten, die keinen Eingriff in die Landschaft erfordern (die dritte Röhre des Rosenbergtunnels ist zudem in erster Linie ein Sanierungsprojekt). Drittens ist man sich in der Ostschweiz der Notwendigkeit der vier vordringlichsten Nationalstrassenprojekte bewusst und lebt die Solidarität: Die dritte Röhre Rosenbergtunnel und die zweite Röhre Fäsenstaubtunnel bilden den ersten Schritt. Die zwei weiteren Ostschweizer Projekte - der Zubringer Appenzellerland und die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) - sollen zeitnah folgen. All dies zeigt: Die Ostschweiz steht hinter der dritten Röhre des Rosenbergtunnels inklusive dem Zubringer Güterbahnhof und der zweiten Röhre des Fäsenstaubtunnels. Sie braucht diese beiden Projekte - und zwar möglichst bald. Diese Botschaft gilt es, unmissverständlich und mit aller Deutlichkeit nach Bern zu tragen. Vor diesem Hintergrund beauftragt er die Standeskommission, einen Grossratsbeschluss für eine Standesinitiative auszuarbeiten, mit dem Ziel, die beiden Projekte - dritte Röhre Rosenbergtunnel (inklusive Zubringer Güterbahnhof) und zweite Röhre Fäsenstaubtunnel - in den nächsten Bundesbeschluss zum Ausbauschritt für die Nationalstrassen aufzunehmen. Er ist sehr froh, wenn dieser möglichst zeitnah aufgenommen wird. Die Zürcher und die Bündner - die übrigens beide beim STEP-Projekt Nein gesagt haben - haben in der Zwischenzeit bereits wieder eigene Projekte eingereicht. Um Zeit zu sparen, könnte man sicherlich auch bei den anderen Kantonen nachfragen, wie sie ihre Begehren formuliert haben.
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- Commissione
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- Versione 101.01.2025 – 31.12.2199
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