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Die Schweiz braucht eine nationale Kältestrategie

(26.4181)MozioneDepositato
Svizzera17 set 2026
Profilo
Tipo
Mozione
Stato
Depositato
Parlamento
Svizzera
Numero
26.4181
Inizio
17 set 2026
Riferimenti e fonte
Fonte ufficiale
Profilo ufficiale
ID esterno
20264181
Contributi(20)
Cronologia(1)
  • Depositato
Testi(3)
  • Titolo dell'oggettoTEXT
    Titolo segue
  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, eine Kältestrategie zu erarbeiten und umzusetzen. Darin ist aufzuzeigen, wie der Wärmeschutz, Massnahmen zur Vermeidung und Reduktion sommerlicher Überhitzung, die Kältebereitstellung und die Kältespeicherung konsequent auf Effizienz sowie auf Synergien mit der Wärmeerzeugung im Winter ausgerichtet werden können.

  • BegründungTEXT

    Der Klimawandel senkt den Wärmebedarf im Winter und erhöht den Kühlbedarf im Sommer. Die Wärmestrategie des Bundesrats zeigt den Weg zu erneuerbaren Energieträgern und effizienterer Wärmeerzeugung auf. Kühlung wird in der Strategie aber nur teilweise mitberücksichtigt und fehlt im Zielbild. Eine Empa-Studie zeigt jedoch: Selbst bei flächendeckendem Einsatz effizienter Klimaanlagen oder Wärmepumpen könnte der Kühlbedarf bis 2050 fast so gross werden wie der Heizbedarf. Wird auch in Zukunft eine Rekordzahl an ineffizienten mobilen Kühlgeräten verkauft, dürfte der Energiebedarf noch höher ausfallen.  

     

    Dabei kann passiver Wärmeschutz (Storen, Dämmung, Nachtlüftung) den Kühlbedarf gemäss IEA um bis zu 80 Prozent senken und städtebauliche Massnahmen (Freiluftkorridore, Begrünung, Schwammstadt) können Hitzeinseln in Städten vorbeugen. Zudem bestehen effizientere Kälteerzeugungsmethoden als mobile Kühlgeräte: Free Cooling nutzt natürliche Kältequellen (Seen, Grundwasser, Erdreich) ganz ohne aktive Kühlung. Auch aktiv betriebene Wärmepumpen mit Erdsonden und Geothermieanlagen benötigen nur begrenzt zusätzlichen Strom und speichern sommerliche Solarüberschüsse saisonal als Wärme im Untergrund. Kältenetze für Industrie- und Büroflächen wirken zudem lokalen Hitzeinseln entgegen. Mit der Motion 22.3702 Jauslin wurden erste Schritte zur besseren Nutzung des geothermischen Untergrundpotenzials eingeleitet. 

     

    Es fehlt jedoch eine Analyse, wie die Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen, damit passiver Wärmeschutz und städtebauliche Massnahmen die sommerliche Überhitzung möglichst reduzieren und für die verbleibende Wärmeabfuhr effiziente, mit der Wärmeerzeugung kombinierbare Lösungen eingesetzt werden können. Der zusätzliche Kühlbedarf von Gebäuden, auch im Wohnbereich, sollte daher sowohl in den rechtlichen Rahmenbedingungen als auch bei den Förderinstrumenten berücksichtigt werden, um Synergien, Effizienz und eine verstärkte saisonale Speichernutzung zu ermöglichen.

Dati: OpenParlData · CC BY 4.0