Luc Mentha · PS
Ich bin auch froh, dass der GLP-Antrag abgelehnt wurde. Das hätte zu Verzögerungen geführt. Man hätte die Arbeiten jetzt einmal zunächst über ein halbes Jahr sistieren müssen, um sie nachher wieder zu starten. Und eine Folge davon ist ja klar: Es würde teuer. Aber es wird eben auch heute teuer, weil wir schon lange darauf warten. Wir hatten letztes Jahr einen Ausfall des Lifts. Wochenlang war unser Haus nicht mehr zugänglich für Menschen mit Behinderungen. Wir mussten eine Reparatur für 80’000 Franken zahlen. Sie war unausweichlich, aber natürlich nicht nachhaltig, denn wir werden diese Liftanlage ersetzen müssen, und diese 80’000 Franken sind im Prinzip in den Sand gesetzt.
Und einen zweiten Grund möchte ich vielleicht auch noch erwähnen: Das ist das Energetische. Ich würde hier die Behauptung wagen, dass dieses Schlossmuseum vermutlich zu den 10 grössten Energieschleudern im Raum Bern gehört. Wir benötigen zurzeit so viel fossile Energie wie 180 Einfamilienhäuser pro Jahr. Und das ist etwas, das wir dringend korrigieren müssen. Wir werden eine Erdsondenheizung einbauen, Solarpanels einsetzen, und wir werden den Energieverbrauch um wahrscheinlich etwa 50 Prozent senken können.
Dieses Museum ist – es ist gesagt worden, ich will es einfach auch noch einmal betonen – das historische Museum des Kantons Bern. Wir haben bedeutende Teile der Sammlung bei uns. Diese sind im Eigentum des Kanton Berns; es gibt Leihgaben, die bei uns in unserer Sammlung eingelagert sind. Und dieses alte Museumsschloss mit Wasserleitungen aus der Bauzeit von vor 120, 130 Jahren ist einfach auch ein Risiko für diese Sammlungen. Wir hatten in den vergangenen Jahren auch schon Wasserschäden. Wir konnten diese glücklicherweise früh feststellen, aber diese Sammlungsgegenstände sind zum Teil solche Preziosen, dass man sie eben dann nicht ersetzen kann, wenn sie einmal kaputtgegangen sind.
Das BHM gehört zu den drei grössten, bedeutendsten kulturhistorischen Museen der Schweiz, ... (Der Präsident bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / Le président demande à l’orateur de conclure.) ... neben dem Landesmuseum und dem Historischen Museum Basel. Sie sind ein Besuchermagnet – ich komme gleich zum Schluss – für Schulen. Sie sind für eine Tourismusdestination wahnsinnig wichtig. Und wir werden im Zusammenhang mit dieser Gesamtsanierung ... (Der Präsident bittet den Redner erneut, zum Schluss zu kommen. / Le président demande encore une fois à l’orateur de conclure.) ... die Dauerausstellungen renovieren und erneuern und die Besucherzahlen steigern, und das führt dann letztendlich auch zu besseren Erträgen. (Der Präsident bittet den Redner erneut, zum Schluss zu kommen. / Le président demande encore une fois à l’orateur de conclure.)
Und damit komme ich zum Schluss. (Heiterkeit / Hilarité) Noch einmal merci vielmals für Ihre Unterstützung, auch wenn Samuel Krähenbühl wahrscheinlich jetzt ein Obiter Dictum platzieren wird.