Brigitte Häberli-Koller · M-E
Die Motion geht in ihrer Formulierung wohl zu weit, aber sie ist ein guter Anlass, uns einer Problematik bewusster zu werden.
Bei den Anhörungen hat uns die Post am Beispiel des Aufbaus eines IT-Hubs in Lissabon erklärt, dass dieser zusätzliche Aufbau abgesagt wurde, weil in der Schweiz wieder zunehmend IT-Fachkräfte verfügbar sind und somit der Ausbau nicht mehr notwendig ist. Das ist schon einmal ein gutes Zeichen. Wir haben auch gefragt, was betreffend die Datensicherheit zu erwarten ist, und diese sensible Frage angesprochen.
Ich denke, insgesamt geht die Motion in dieser Form zu weit, aber wir müssen aufmerksam und sensibel bleiben und aufpassen, dass in Bundesbetrieben nicht zunehmend Auslagerungen erfolgen, in Bereichen, in denen wir in der Schweiz die nötigen Kapazitäten haben. Ich begreife das Argument der Kosten; es ist natürlich wesentlich, dass die Lohnkosten andernorts günstiger sind, aber dies allein soll nicht der Grund sein. Ich erwarte vom Bundesrat, der dies auch in der Kommission bestätigt hat, dass man solche Auslagerungen mit Sorgfalt und Augenmass beobachtet, und ich erwarte, dass solche Aufgaben, wenn immer möglich, in der Schweiz ausgeführt werden.