Sven Heunert · SP
Kinder wünschen sich Spielplätze und keine Ersatzabgaben, die zu einem unverhältnismässigen Regulierungsaufwand führen würden. Mit den aktuellen Regelungen können die Gemeinden schon jetzt vieles in Eigenkompetenz vor Ort lösen. Als Gemeindepräsident weiss ich das gut. Bei einer anderen Überbauung in Thierachern hat man auf einen eigenen Kinderspielplatz verzichtet, weil dank einer Arbeitsgruppe gleich daneben ein öffentlicher Spielplatz entstanden ist. Die Gemeinde hat von der Bauherrschaft verlangt, das eingesparte Geld auf ein Sperrkonto zu legen, falls der öffentliche Spielplatz einmal nicht mehr sein sollte. Auf die grosse Spielfläche hat man auch gleich verzichtet, weil in unmittelbarer Nähe der Rasen der Schulanlage vorhanden ist. Wir haben das mittels Vereinbarung geregelt. Es ist also schon jetzt vieles möglich.
Darum sage ich im Interesse unserer Kinder: Ja zu Spielplätzen, Ja zur Eigenverantwortung der Gemeinde und der Bevölkerung. Aber Nein zu einem Postulat, das vor allem Papier produziert und unseren Kindern am Ende nicht mehr Schaukelzeit beschert. «Spielplätze – wie weiter?» – eben genau so wie jetzt. Die SP spielt im Team «Kein Problem» und will keine Aufweichungen. Deshalb lehnt die SP-JUSO-Fraktion diesen Vorstoss auch als Postulat ab.