Simone Richner · FDP.Die Liberalen
Simone Richner (FDP) für die Fraktion: Zuerst möchte ich klarstellen, dass Racial Profiling inakzeptabel ist und rigoros bekämpft werden muss. Es bedarf konsequenter und transparenter Untersuchungen durch unsere Justiz, damit das Vertrauen erhalten bleibt und Diskriminierung verhindert wird. Aber auch für diese Motion ist die Stadt Bern nicht zuständig. Diese Thematik fällt in die Verantwortung der Kapo und somit des Grossen Rates, aber dies hat der Gemeinderat in seinem Bericht eingehend erläutert. Der UNO-Ausschuss, auf den sich die interfraktionelle Motion bezieht, nimmt Bezug auf einen Vorfall vor 10 Jahren in Zürich. Seit dann hat sich in der Schweiz viel verändert und die Sensibilisierung für diese Thematik hat deutlich zugenommen. Zum Glück. Insbesondere hat gerade die Kapo Bern interne Weisungen und regelmässige Weiterbildungen zum Thema Racial Profiling. Ein Quittungssystem, das hier als die Lösung vorgeschlagen wird, würde aber meiner Meinung nach das vermeintliche Problem nicht nachhaltig beheben. Es würde lediglich zusätzliche Bürokratie geschaffen werden, ohne dass den betroffenen Personen wirklich mehr Unterstützung zukommt und es einen echten Mehrwert bieten könnte. Ich bin überzeugt, dass wir vielmehr auf effektive Massnahmen wie Dialog, Sensibilisierung und Förderung von Awareness setzen müssen. Diese Ansätze stärken das Vertrauen und helfen, die Diskriminierung nachhaltig zu verhindern. Und das Beste daran: Genau darauf setzt unsere Kapo. Die FDP-JF-Fraktion nimmt den Begründungsbericht deshalb an.