SR

Simone Richner

Aktiv
FDP.Die Liberalen
StadtratV - Breitenrain-Lorraine

Mandat
Partei
FDP.Die Liberalen
Parlament
Stadtrat
Wahlkreis
V - Breitenrain-Lorraine
Sitznummer
10
Parlamentsseite
Offizielles Profil
Persönliches
Geschlecht
Weiblich
Geboren
1985
Beruf
Rechtsanwältin
Sprache
Deutsch
Kontakt
Referenzen & Quelle
Quell-Körperschaft
351
Datensatz aktualisiert
04.07.2026
Erstmals importiert
14.08.2025
Abstimmungsverhalten(1941)
  1. Nein
    Stadtrat
    Ergebnis: 43 Ja · 5 Nein · 13 Enth. · 18 Abwesend
  2. Nein
    Stadtrat
    Ergebnis: 43 Ja · 20 Nein · 1 Enth. · 15 Abwesend
  3. Abwesend
    Stadtrat
    Ergebnis: 9 Ja · 48 Nein · 1 Enth. · 21 Abwesend
  4. Ja
    Stadtrat
    Ergebnis: 52 Ja · 6 Nein · 2 Enth. · 19 Abwesend
  5. Nein
    Stadtrat
    Ergebnis: 13 Ja · 38 Nein · 5 Enth. · 23 Abwesend
Interessenbindungen(5)
Zutrittsausweise

Keine Zutrittsausweise vergeben.

Reden(78)
  1. Rede
    Jahresrechnung 2025Nr. 2024.FPI.0149
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 7: Jahresbericht 2025
  2. Rede
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 10: MFH Huberstrasse 18 und 20, 3008 Bern: Gesamtsanierung; Baukredit
  3. Rede
    Stadtrat
    Traktandum 10: Motion Maurice Lindgren/Janina Aeberhard (GLP)/Bettina Jans-Troxler (EVP): Jede Stimme zählt: faireres Wahlverfahren für die Stadt Bern; Ablehnung
  4. Rede
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 10: Motion Maurice Lindgren/Janina Aeberhard (GLP)/Bettina Jans-Troxler (EVP): Jede Stimme zählt: faireres Wahlverfahren für die Stadt Bern; Ablehnung

    Simone Richner (FDP) für die Fraktion: Danke, Denise, für dein präzises Votum. Das erspart mir viele Ausführungen. Unser aktuelles Wahlsystem bevorzugt systematisch grosse Parteien und taktische Listenverbindungen. Anders gesagt: Kleine Parteien werden geschwächt. Wer sich rein taktisch zu breiten Wahlbündnissen formiert, wird belohnt, egal, ob programmatische Nähe besteht oder nicht. Das ist reine Mathematik mit enormer politischer Wirkung. Ein solches System ist aber unseres Erachtens nicht mehr zeitgemäss. Ein Wahlsystem, das Stimmen je nach Parteigrösse unterschiedlich gewichtet, kann keine Demokratie auf Augenhöhe gewährleisten. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Bern mit einer lebendigen Zivilgesellschaft, jungen Bewegungen und neuen Listen darf unser Wahlsystem die Türen nicht schliessen, bevor die Debatte überhaupt begonnen hat. Es ist Zeit, dieses Verfahren zugunsten von mehr Gerechtigkeit und echter Repräsentation zu reformieren. Sainte-Laguë, wie ich heute gelernt habe, ermöglicht genau das: ein feineres, gerechteres Proporz. Jede Stimme zählt gleich, unabhängig von der Grösse der Partei. Jede Stimme wird fair berücksichtigt. Jede politische Meinung wird sichtbar.

    Und darum sage ich, werte Kolleg*innen: Ein Parlament, das sich Diversität buchstäblich auf die Fahne schreiben will, muss Diversität konsequenterweise auch rechnerisch möglich machen. Proporzwahlen leben davon, dass Minderheiten repräsentiert werden. Auch kleinere politische Kräfte sollen die Chance haben, ihre Wähler*innen zu vertreten. Das stärkt die Legitimität des politischen Prozesses und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein weiterer entscheidender Punkt, der für die Motion steht: Mit Sainte-Laguë entfällt das taktische Listenpuzzle, das bisher nötig war, um faire Chancen zu sichern. Entscheidungen würden also dadurch für die Wählenden klarer, nachvollziehbarer, transparenter.

    Städte wie Zürich, Basel und Nachbargemeinden Berns haben bereits auf gerechtere Verfahren gesetzt. Auch Bern muss nun endlich den Mut haben, sein Wahlrecht zu modernisieren. Nun liegt der Ball insbesondere auch bei euch, liebe Kolleg*innen der SP. Ich bin extrem gespannt, ob ihr heute euer Wahlversprechen einlöst, und es ernst nehmt mit der Stärkung von Minderheiten oder ob es bei einem Lippenbekenntnis bleibt. Die FDP jedenfalls steht für die Stärkung von Minderheiten. Deshalb unterstützen wir die Motion klar und überzeugt. Vielen Dank.

  5. Rede
    MitgliedStadtrat
    Traktandum 7: Heiz- und Betriebskosten 2024/2025: Nachkredit

    Simone Richner (FDP) für die Fraktion: Erneut liegt dem Stadtrat ein Nachkredit im Bereich der Heiz- und Betriebskosten vor. Das ist kein gutes Zeichen. Nach dem erheblichen Nachkredit im vergangenen Jahr hätte man erwarten dürfen, dass sich die Lage rascher stabilisiert. Stattdessen müssen wir heute weitere 5,3 Mio. Franken bewilligen und bereits jetzt steht ein zusätzlicher Nachkredit für 2026 im Raum. Das ist finanzpolitisch klar unbefriedigend. Für die FDP ist deshalb klar: Solche Nachkredite dürfen nicht zum Normalfall werden.

    Der Stadtrat ist nicht dafür da, strukturelle Schwächen in der Budgetierung Jahr für Jahr nachträglich zu korrigieren. Wer Globalbudgets beschliesst, muss sich darauf verlassen können, dass wesentliche Kostenentwicklungen möglichst realitätsnah abgebildet sind. Dennoch werden wir dieser Vorlage zustimmen. Nicht, weil wir diese Entwicklung verharmlosen, sondern weil der Nachkredit in seiner Entstehung nachvollziehbar dargelegt wurde, und weil inzwischen Korrekturen eingeleitet worden sind, an denen sich die Verwaltung messen lassen muss. Die Gründe liegen auf dem Tisch. Ein gewachsenes Immobilienportfolio., insbesondere bei Schul- und Sportanlagen, deutlich höhere Energie- und Betriebskosten sowie zu tief angesetzte Akontozahlungen infolge früherer Annahmen. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass die Budgets 2024 und 2025 die tatsächlichen Belastungen nicht genügend abgebildet haben. Das erklärt auch, weshalb die nun beschlossenen Anpassungen nicht sofort vollständig wirken. Die erhöhten Akontozahlungen schlagen systembedingt zeitlich verzögert durch. Politisch befriedigend ist das nicht. Aber es ist offengelegt und in der Sache verständlich.

    Entscheidend ist nun etwas anderes – ob die eingeleiteten Massnahmen tatsächlich greifen. Genau das werden wir sehr genau verfolgen. Die heutige Zustimmung ist kein Freipass, sondern mit der klaren Erwartung verbunden, dass die Budgetierung ab 2027 verlässlicher wird und sicher diese Entwicklung nicht fortsetzt. Denn sollte der Stadtrat in kurzer Folge erneut mit denselben Abweichungen konfrontiert werden, wäre das nicht mehr mit Überraschungseffekten zu erklären, sondern mit ungenügender Steuerung. Vielen Dank.

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Mitgliedschaften(9)

Bilder(1)

  • Version 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

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