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Freiwillige Weiterarbeit nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters in der AHV attraktiver machen

(25.3424)MotionÜberwiesen an den Bundesrat
Schweiz04.04.2025
Reden(25)
Sortiert nach Rededatum, Absteigend
25 Ergebnisse
  • Abstimmung
    Rede
    Schweiz
  • Redetext
    Schweiz

    Im Namen der Kommissionssprecher muss ich eine Korrektur anbringen. In der deutschen Version habe ich den Antrag der Kommission falsch wiedergegeben. Die Kommission beantragt nämlich mit 17 zu 8 Stimmen, die Motion in ihrer ursprünglichen Fassung anzunehmen. Ich bitte Sie um Entschuldigung für meine Aussage, dass die Kommission mit 16 zu 7 Stimmen bei 1 Enthaltung beantrage, die Motion in der abgeänderten Fassung anzunehmen. Das war der Rapport nach der ersten Behandlung. Die Kommission hat ein zweites Mal darüber beraten, und dabei wurde mit 17 zu 8 Stimmen der Entscheid gefällt, die Motion in der ursprünglichen Fassung anzunehmen. Ich danke für die Kenntnisnahme und bitte Sie, der Mehrheit der Kommission zu folgen.

  • Redetext
    Elisabeth Baume-Schneider(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Dans sa version initiale, telle qu'adoptée par le Conseil des États le 12 juin 2025, la motion charge le Conseil fédéral de prévoir des mesures qui visent à encourager la poursuite du travail après l'âge ordinaire de la retraite, et ce, dans le cadre de la réforme AVS 2030. Le 1er décembre 2025, votre conseil a adopté une version modifiée du texte de la motion qui charge le Conseil fédéral de mettre en oeuvre la motion séparément de la réforme AVS 2030. Le 5 mars 2026, le Conseil des États a décidé de maintenir sa décision. Aujourd'hui, la majorité de votre commission vous propose de vous rallier à la décision du Conseil des États, à savoir mettre en oeuvre la motion dans le cadre de la réforme AVS 2030, tandis que la minorité Prelicz-Huber propose le rejet de la motion.

    Le Conseil fédéral soutient la préoccupation exprimée dans la motion. Dans son avant-projet AVS 2030, cela a été mentionné, qui a été soumis à la consultation publique le 20 mai dernier, il propose diverses mesures pour rendre le travail au-delà de l'âge de référence plus attractif et pour réduire les incitations à prendre une retraite anticipée. La modification des principes servant à déterminer les taux d'anticipation et d'ajournement de la rente en fait notamment partie, comme demandé dans la présente motion. Les bases actuarielles seront ainsi écartées en tant que telles quant à leur automatisme et les taux seront désormais déterminés selon des principes incitatifs, tout en veillant à ne pas péjorer la situation des personnes avec de bas revenus. L'objectif de la présente motion est donc d'ores et déjà intégré dans le projet de réforme AVS 2030, qui permet une approche plus globale.

    Au vu de ces considérations, je vous invite, au nom du Conseil fédéral, à suivre la majorité de votre commission, qui préconise d'adopter la motion dans sa version initiale, comme l'a fait le Conseil des États.

  • Redetext
    Schweiz

    Dann gehören Sie anscheinend zu denjenigen Menschen, die dann wahrscheinlich eine Maximalrente beziehen. Sie gehören damit zu den sehr gut Verdienenden und erhalten aus der zweiten Säule auch noch eine tolle Rente. Das mag ich Ihnen gönnen, aber eben: Eine Erhöhung um 31 Prozent ist sehr viel. Wir haben eine gedeckelte Rente von 2500 Franken, daran wollen ja gerade Sie nichts ändern.

  • Redetext
    Peter Schilliger(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Frau Kollegin, Sie haben das Hinausschieben des Rentenalters als hochattraktiv bewertet. Ich bin ja in diesem Rentenalter und habe aus eigener Betroffenheit die Rechnung gemacht: Ab dem 86. Altersjahr würde ich vom Hinausschieben, vom längeren Arbeiten profitieren, bis dahin finanziere ich meinen Verzicht auf die Rente selber. Finden Sie das hochattraktiv?

  • Redetext
    Schweiz

    Im Namen der Minderheit beantrage ich Ihnen, diese Motion abzulehnen.

    Die Weiterarbeit ist schon mit der heutigen AHV höchst attraktiv. Man kann den Rentenbezug um fünf Jahre aufschieben, nämlich bis 70-jährig, und hat damit 31,5 Prozent mehr Rente, falls man bis in dieses hohe Alter einen Job hat, was oft nicht der Fall ist. Aber die AHV-Renten sind gedeckelt. Die Maximalrente beträgt rund 2500 Franken. Hier müsste eine Erhöhung kommen, nämlich bei der Normalrente. Diese 2500 Franken decken den Existenzbedarf nicht angemessen, wie es die Bundesverfassung eigentlich so schön vorgibt. Umso weniger sind wir mit der Minimalrente, die zurzeit bei 1260 Franken liegt, bei angemessenen Renten angekommen. Es besteht keine Chance, davon leben zu können. Zum Glück gibt es wenigstens die Ergänzungsleistungen. Die Erhöhung der Minimalrente wäre ein würdiges Anliegen für einen Antrag gewesen, diese Scheinvorlage ist es nicht.

    Die Erhöhung des Kürzungssatzes beim Vorbezug steht für uns nicht zur Diskussion. Der heutige Kürzungssatz von 6,8 Prozent, und das lebenslänglich, ist bereits hoch, weshalb sich viele Menschen einen Vorbezug nicht leisten können, gerade diejenigen nicht, die froh um einen Vorbezug wären, weil sie bereits ausgebrannt sind. Und da reicht es nicht zu sagen, man wolle Rücksicht nehmen auf Menschen mit einer langen Erwerbstätigkeit oder belastenden Arbeit. Ja, wer entscheidet denn, welche Arbeit belastend ist? Das ist sehr, sehr individuell. Und was passiert, wenn jemand ausgebrannt ist, aber in einem Bereich arbeitet, der nicht in die Kategorie "belastend" gehört?

    Heute ist die Realität so, dass diejenigen vorbeziehen, die bereits einen hohen Lohn hatten und es sich deshalb auch noch leisten können, früher zu gehen. Das sind vor allem IT-Mitarbeitende und Banker. Ich nenne als ein Beispiel unsere Grossbank UBS: Dort gehen 72 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer vorzeitig in Rente. Ja, in den hohen Lohnklassen kann man sich das leisten. Für diese Lohnklassen wäre sogar eine Kürzung verträglich, nicht aber für Menschen mit tiefen und mittleren Löhnen. Für sie ist eine Kürzung schlicht unverträglich. Damit ist faktisch für Menschen in vielen Arbeitsbereichen kein Vorbezug möglich, weil sie es sich budgetmässig nicht leisten können, obwohl es viele nötig hätten.

    Ein Vorbezug muss aber für alle möglich sein. Es scheint so, das wurde auch bereits erwähnt, dass es hier um eine mutmassliche Verschiebung geht, hin zur Diskussion um die Rentenaltererhöhung. Weil das Volk eine Erhöhung in der letzten Abstimmung ablehnte, soll sie über Umwege doch wieder eingeführt werden, und zwar indirekt über die Strategie, die Renten ja nicht so zu erhöhen, dass man davon leben kann. Die Renten sollen nur für jene attraktiver gemacht werden, die länger arbeiten wollen oder eben müssen, weil es sonst gar nicht zum Leben reicht.

    Von dieser Massnahme speziell betroffen sind einmal mehr die Frauen; das geht nicht. Wir müssen immer daran denken: Die heutige Medianrente, die erste und zweite Säule zusammengenommen, liegt bei 3500 Franken im Monat. Das gewährt noch kein gutes Leben. Viele - sie heisst ja schon Medianrente - beziehen eine Rente unter diesem Betrag, sie reicht nicht einmal zur Existenzsicherung, und das betrifft Menschen mit tiefen, aber leider auch mit mittleren Löhnen. Oft ist keine Energie mehr da, um weiterzuarbeiten. Aber wenn die Motion eine Mehrheit findet und angenommen wird, wäre das eine indirekte Nötigung.

    Das Ziel muss bleiben, dass die Renten erhöht werden, damit sie der Bundesverfassung entsprechend für alle angemessen existenzsichernd sind. Es ist trotz der Dauerpropaganda, der AHV gehe es schlecht, wichtig zu sagen: Die AHV ist die beste Sozialversicherung, die wir überhaupt kennen.

    Wir bitten Sie deshalb, diese Motion abzulehnen, die ja ohnehin obsolet ist, weil das Anliegen in der neuen Vorlage des Bundesrates zur AHV-Reform 2030 enthalten ist.

  • Redetext
    Schweiz

    Wir beraten heute die Motion "Freiwillige Weiterarbeit nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters in der AHV attraktiver machen". Im Kern verfolgt diese Motion ein einfaches Ziel: Wer freiwillig über das ordentliche Rentenalter hinaus arbeitet, soll dafür besser belohnt werden. Gleichzeitig soll ein vorzeitiger Rentenbezug weniger attraktiv ausgestaltet werden. Konkret verlangt die Motion zwei Massnahmen:

    Erstens sollen die Zuschläge auf die AHV-Rente erhöht werden, wenn jemand den Rentenbezug aufschiebt und länger erwerbstätig bleibt.

    Zweitens soll der heutige Kürzungssatz beim Rentenvorbezug von 6,8 Prozent pro Jahr mindestens beibehalten oder sogar erhöht werden. Dabei soll ausdrücklich Rücksicht auf Personen genommen werden, die bereits ein langes Erwerbsleben hinter sich haben oder körperlich besonders belastende Arbeiten verrichten.

    Die Motion stammt ursprünglich aus der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates. Der Ständerat hat sie einstimmig angenommen. In der SGK des Nationalrates wurde das Geschäft am 9. Oktober 2025 beraten. Die Kommission hat sich intensiv mit den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die AHV und die soziale Ausgewogenheit auseinandergesetzt.

    Dabei hat die Kommission eine wichtige Ergänzung vorgenommen. Sie beantragt, dass die Motion gemeinsam mit der Motion 25.3423 umgesetzt wird, welche den Freibetrag nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters erhöhen und regelmässig anpassen will. Zudem soll die Umsetzung unabhängig von der grossen Reform AHV 2030 erfolgen, damit die Massnahmen rascher wirksam werden können. Die Kommission hat die geänderte Motion mit 16 zu 7 Stimmen bei 1 Enthaltung angenommen. Dieses klare Stimmenverhältnis zeigt, dass eine Mehrheit Handlungsbedarf sieht, das Arbeitskräftepotenzial älterer Menschen besser zu nutzen. Warum ist das wichtig? Die Schweiz steht vor zwei grossen Herausforderungen:

    Erstens verschärft sich der Fachkräftemangel in zahlreichen Branchen. Viele Unternehmen suchen qualifizierte Mitarbeitende, gleichzeitig erreichen geburtenstarke Jahrgänge das Rentenalter.

    Zweitens steigt der finanzielle Druck auf die AHV aufgrund der demografischen Entwicklung. Immer weniger Erwerbstätige finanzieren immer mehr Renten.

    Genau hier setzt die Motion an. Wenn mehr Menschen freiwillig länger arbeiten, entstehen mehrere positive Effekte gleichzeitig: Die Wirtschaft kann auf erfahrene Fachkräfte zurückgreifen. Wissen, Erfahrung und Qualifikation bleiben dem Arbeitsmarkt länger erhalten. Das stärkt und bewahrt die Produktivität und reduziert den Druck auf Unternehmen, offene Stellen zu besetzen. Auch die AHV profitiert doppelt; wer länger arbeitet, zahlt weiterhin AHV-Beiträge ein, gleichzeitig wird die Altersrente später bezogen. Dadurch steigen die Einnahmen, und die Ausgaben werden zeitlich hinausgeschoben. Beides wirkt stabilisierend auf die Finanzierung der AHV.

    Die Mehrheit unserer Kommission ist deshalb überzeugt, dass diese Anreize einen sinnvollen Beitrag leisten können, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die finanzielle Stabilität der AHV zu stärken.

    Es gibt aber auch kritische Stimmen. Die Minderheit der Kommission weist darauf hin, dass die Kürzungssätze beim Rentenvorbezug bereits heute hoch seien und dass im Rahmen der Reform AHV 21 sogar eine Senkung für tiefere Einkommen signalisiert wurde. Zudem befürchtet sie, dass stärkere finanzielle Anreize indirekt dazu führen könnten, dass Menschen länger arbeiten müssen, um eine ausreichende Altersrente zu erreichen. Dies würde faktisch einer schleichenden Erhöhung des Rentenalters gleichkommen. Diese Bedenken verdienen Beachtung. Deshalb ist es richtig, dass die Motion ausdrücklich verlangt, die Situation von Personen mit langen Erwerbsbiografien oder besonders belastenden Berufen zu berücksichtigen.

    Die Motion erhöht das Rentenalter nicht. Sie schafft vielmehr Anreize für jene Menschen, die freiwillig länger arbeiten wollen und können. Sie stärkt den Arbeitsmarkt, nutzt vorhandene Fachkräfte besser und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur finanziellen Stabilisierung unserer AHV. Aus diesen Gründen beantragt Ihnen die Mehrheit der Kommission, die Motion in der geänderten Fassung anzunehmen.

  • Redetext
    Cyril Aellen(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Cette motion de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil des États (CSSS-E) part d'un constat simple : notre population vieillit. De nombreux secteurs manquent de personnels qualifiés et, dans le même temps, certaines personnes seraient disposées à travailler au-delà de l'âge de référence, pour autant que notre système de retraite ne les décourage pas.

    La motion 25.3424 entend répondre à cette situation et charge le Conseil fédéral d'inclure dans la prochaine révision de l'AVS deux mesures destinées à rendre plus attrayante la poursuite volontaire d'une activité lucrative après l'âge ordinaire de la retraite. La première mesure consiste en l'augmentation du supplément de rente accordé en cas d'ajournement de la rente AVS. La seconde mesure consiste à maintenir ou à augmenter le taux de réduction appliqué en cas d'anticipation de la rente, qui s'élève actuellement à 6,8 pour cent par année. Le Conseil fédéral devrait pouvoir, pour atteindre ces objectifs, déroger aux principes actuariels en vigueur. Ce texte fixe une exigence importante : la situation des personnes ayant accompli une longue carrière ou exercé un travail pénible devra être prise en considération. Autrement dit, il s'agit d'encourager celles et ceux qui peuvent et souhaitent travailler plus longtemps, et non de pénaliser ceux qui ne le peuvent pas.

    Permettez-moi de rappeler d'abord le parcours de cet objet et ensuite son contexte particulier. Le Conseil des États a adopté la motion à l'unanimité le 12 juin 2025. Lors de son premier examen, le 9 octobre 2025, la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique de notre conseil (CSSS-N) a soutenu la motion, par 16 voix contre 7 et 1 abstention. Elle avait toutefois ajouté au texte une exigence supplémentaire : la motion devait être mise en oeuvre rapidement, conjointement avec une autre motion, la motion 25.3423, concernant la franchise de cotisation après l'âge de référence, et indépendamment de la réforme AVS 2030. Le Conseil national avait suivi cette proposition le 1er décembre 2025, par 130 voix contre 60 et 1 abstention. Ensuite, le 5 février 2026, le Conseil des États a maintenu, sans opposition, la version initiale de la motion.

    La question qui demeure est donc la suivante : faut-il mettre les mesures en oeuvre dans un projet séparé, comme l'avait souhaité l'autre conseil, ou les intégrer dans la prochaine réforme de l'AVS, conformément au texte initial du Conseil des États ?

    Cela étant, la CSSS-N a donc réexaminé l'objet le 8 mai dernier. Par 17 voix contre 8, elle vous propose d'adopter la motion dans sa version initiale et de faire comme le Conseil des États. Il est toutefois important de mentionner que lors de cette séance, la représentante du Conseil fédéral, Mme la conseillère fédérale Baume-Schneider, avait annoncé que l'avant-projet AVS 2030 serait mis en consultation dans le courant du mois de mai et qu'il contiendrait des mesures allant précisément dans la direction de la motion. Depuis lors, les choses ont donc avancé, comme cela avait été indiqué par Mme la conseillère fédérale. Le 20 mai 2026, le Conseil fédéral a effectivement ouvert la consultation sur la réforme AVS 2030. L'avant-projet prévoit de ne pas fixer les taux d'anticipation et d'ajournement uniquement sur la base de principes actuariels. Ils pourraient être désormais déterminés en fonction d'objectifs politiques - rendre l'anticipation moins attrayante et l'ajournement plus intéressant. Il n'y a pas lieu de commenter ou de détailler l'avant-projet de la réforme du Conseil fédéral, car cette question, postérieure à notre séance de commission, n'a évidemment pas été examinée, mais je ne pouvais pas passer sous silence cet élément nouveau et important. En substance, l'avant-projet du Conseil fédéral reprend donc très largement la logique de la motion, mais il ne l'applique pas de manière uniforme. Toutefois, un avant-projet, ce n'est pas encore une loi, une consultation n'est pas encore une décision et une intention gouvernementale, même lorsqu'elle va dans la bonne direction, ne remplace pas un mandat du Parlement. C'est précisément pour cette raison que les membres de la commission, même si l'avant-projet avait été annoncé, sont restés majoritairement favorables à la motion et qu'ils considèrent qu'elle conserve son utilité politique. La motion donne une orientation politique, elle fixe un objectif, elle garantit que des mesures annoncées ne disparaîtront pas silencieusement au cours des étapes ultérieures de la réforme. Lorsque les objectifs de la motion auront effectivement été réalisés dans la réforme AVS 2030, elle pourra naturellement être classée.

    Le Conseil fédéral agit, la réforme AVS 2030 est en route. La question est de savoir si le Parlement entend simplement observer le chemin suivi ou s'il souhaite également indiquer clairement la direction. La majorité de la commission a choisi la seconde option. La commission a, par 17 voix contre 8, adopté la motion dans sa version initiale, comme le Conseil des États. Elle vous invite à en faire de même.

  • Redetext
    Pierre-André Page(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz
  • Redetext
    Stefan Engler(Die Mitte)
    Schweiz
  • Redetext
    Elisabeth Baume-Schneider(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Effectivement, cette motion charge le Conseil fédéral d'intégrer dans la prochaine révision deux mesures qui visent à inciter la poursuite du travail après l'âge de référence, soit en augmentant le supplément de rente en cas d'ajournement et en maintenant à 6,8 pour cent par année ou en augmentant le taux de réduction en cas d'anticipation de la rente. La situation des personnes ayant une longue carrière ou un travail considéré comme pénible devrait être prise en considération. Votre conseil l'avait adoptée à l'unanimité lors de sa séance du 12 juin 2025, tandis que le Conseil national a adopté en décembre 2025 une version modifiée du texte, qui chargerait le Conseil fédéral de la mettre en oeuvre hors du cadre de la réforme AVS 2030.

    Le Conseil fédéral comprend la préoccupation exprimée par la motion. Il ne l'avait toutefois pas soutenue, vu son texte très restrictif et les travaux en cours. Le 26 novembre dernier, le Conseil fédéral a adopté les lignes directrices d'AVS 2030 et a prévu de rendre le travail au-delà de l'âge de référence plus attractif et, également, de réduire les incitations à prendre une retraite anticipée. Ainsi, le Conseil fédéral envisage notamment de supprimer l'âge maximal de 70 ans dans l'AVS et de relever la franchise de cotisation. Il a également prévu de rendre la retraite anticipée moins attractive en appliquant des taux de réduction incitatifs et non plus simplement - si je dois dire ainsi - actuariels, et ce, tout en étant différenciés en fonction du revenu afin de ne pas péjorer la situation des bas revenus.

    L'objectif visé par la motion est donc intégré dans le projet de réforme AVS 2030, qui permet une approche globale. Par ailleurs, l'avancement des travaux d'AVS 2030 s'avère conforme aux intentions initiales. La consultation publique s'ouvrira au printemps. On est donc tout à fait dans une situation où une nouvelle approche séparée ne pourrait pas être mise en oeuvre plus rapidement.

    Vu ces considérations, je vous invite, au nom du Conseil fédéral, à soutenir la proposition de votre commission et à vous en tenir au texte initial de la motion.

  • Redetext
    Damian Müller(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Wir beraten die Motion 25.3424 in der Differenzbereinigung. Es geht um die Frage, wie wir die freiwillige Weiterarbeit nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters in der AHV attraktiver machen.

    Zur Ausgangslage: Die Motion beauftragt den Bundesrat, zwei zentrale Hebel in der nächsten AHV-Revision zu stärken, erstens höhere Zuschläge auf den Rentenbetrag bei Aufschub der Rente und zweitens Beibehaltung oder Erhöhung des heutigen Kürzungssatzes bei Vorbezug von 6,8 Prozent pro Jahr. Zudem soll die Situation von Menschen mit [PAGE 90] langer Erwerbslebenszeit oder belastender Arbeit ausdrücklich berücksichtigt werden.

    Der Hintergrund ist klar. Wir stehen vor demografischen Herausforderungen: Die Lebenserwartung steigt, die Babyboomer gehen in Pension, und gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Heute bleibt rund ein Viertel der Pensionierten erwerbstätig, das sind rund 190[NB]000 Personen. In anderen Ländern ist diese Quote höher, weil finanzielle Anreize stärker wirken. Wer länger arbeitet, soll davon profitieren; wer früher geht, soll die effektiven Kosten tragen - das ist fair und generationengerecht.

    Nun zum Verlauf im Parlament und zum Kern der Differenz: Der Ständerat nahm die Motion am 12.[NB]Juni 2025 einstimmig an. Der Nationalrat stimmte am 1.[NB]Dezember 2025 zu, ergänzte aber den Text. Die Umsetzung soll unabhängig von der Reform AHV 2030 erfolgen, und zwar zusammen mit der Motion 25.3423, gemäss der der Freibetrag nach dem Rentenalter von 16[NB]800 auf 21[NB]800 Franken erhöht und regelmässig angepasst werden soll. Die Differenz betrifft also nicht das Ziel, die Differenz betrifft den Zeitpunkt und den Rahmen der Umsetzung.

    Zur Diskussion und zu den Erwägungen der Kommission: Die SGK-S beriet die Vorlage am 26.[NB]Januar 2026. Sie beschloss mit 7 zu 5 Stimmen, am ursprünglichen Text festzuhalten. Die Mehrheit sagt: Ja, wir wollen rasch bessere Anreize und wir wollen die Weiterarbeit stärken, aber wir wollen dem Bundesrat nicht vorschreiben, dass er zwingend ausserhalb der Reform AHV 2030 handeln muss. Die geplante Reform AHV 2030 enthält bereits Massnahmen, um ältere Personen länger im Erwerbsleben zu halten. Wir geben einen klaren Auftrag, aber wir lassen Spielraum für eine systematische, finanzpolitisch tragfähige Umsetzung.

    Die Kommission beantragt mit 7 zu 0 Stimmen bei 5 Enthaltungen, die Motion in ihrer ursprünglichen Fassung anzunehmen.

    Ich bitte Sie, dem Antrag der Kommission zuzustimmen.

  • Redetext
    Stefan Engler(Die Mitte)
    Schweiz
  • Abstimmung
    Rede
    Schweiz
  • Redetext
    Elisabeth Baume-Schneider(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    La motion 25.3423 déposée par la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil des États vise l'augmentation de la franchise applicable aux personnes exerçant une activité lucrative et qui ont atteint l'âge de référence. Elle vise à faire passer cette franchise de 16[NB]800 francs à 21[NB]800 francs.

    Tout comme le Conseil des États, votre commission vous propose de l'accepter, mais de la lier à la motion 25.3424 concernant la poursuite de l'activité lucrative au-delà de l'âge de référence. La minorité Piller Carrard recommande le rejet de la motion.

    Selon le droit en vigueur, le Conseil fédéral peut excepter du calcul des cotisations le revenu de l'activité lucrative jusqu'à concurrence d'une fois et demie le montant minimal de la rente de vieillesse. La franchise n'a plus été adaptée à l'évolution des prix et des salaires depuis bientôt trente ans, mais le Conseil fédéral a proposé à plusieurs reprises au Parlement de la supprimer, afin de permettre aux assurés qui travaillent au-delà de l'âge de référence d'améliorer la situation de leur rente.

    In der letzten AHV-Reform, der AHV 21, wurde die Möglichkeit geschaffen, durch die Bezahlung von Beiträgen nach dem Referenzalter die Rente zu verbessern. Neu können die Betroffenen aber auch wählen, ob sie den Freibetrag in Anspruch nehmen wollen oder nicht. Der Freibetrag stellt somit kein Hindernis mehr dar. Wenn die Verbesserung der Altersrente für die Betroffenen nicht im Fokus steht, kann die Erhöhung des Freibetrags somit einen Anreiz zur Weiterführung der Erwerbstätigkeit setzen. Eine Erhöhung des Freibetrags auf 21[NB]800 Franken gemäss dem Motionstext würde zu einem Rückgang der AHV/IV/EO-Einnahmen um bis zu 50 Millionen Franken führen. Im Hinblick auf die Kostenneutralität ist es daher wichtig, diese Anpassung in die nächste AHV-Revision zu integrieren und sie nicht isoliert umzusetzen.

    J'en viens à la motion 25.3424, qui charge le Conseil fédéral d'intégrer dans la prochaine révision de l'AVS deux mesures qui visent à inciter la poursuite du travail après l'âge de référence, en augmentant le supplément de rente en cas d'ajournement et en maintenant à 6,8 pour cent par année ou en augmentant le taux de réduction en cas d'anticipation de la rente. La situation des personnes ayant une longue carrière ou un travail pénible devrait être prise en considération.

    Après l'adoption de la motion, à l'unanimité, par le Conseil des États, votre commission propose d'en faire de même tout en liant la présente motion à la précédente pour permettre d'anticiper sa mise en oeuvre, indépendamment de la réforme AVS 2030. La minorité Marti Samira vous recommande quant à elle de rejeter cette motion.

    Le Conseil fédéral comprend la préoccupation exprimée dans la motion.

    Die Leitlinien für die nächste AHV-Reform, die der Bundesrat am 26.[NB]November verabschiedet hat, sehen aus diesem Grunde vor, die Erwerbstätigkeit nach dem Referenzalter attraktiver zu gestalten und die Anreize für eine vorzeitige Pensionierung zu verringern. Zu diesem Zweck beabsichtigt der Bundesrat insbesondere, das Maximalalter von 70 Jahren in der AHV abzuschaffen und den Freibetrag auf AHV-Beiträgen anzuheben. Es ist auch vorgesehen, den Vorbezug weniger attraktiv zu machen, indem nicht mehr versicherungsmathematische, sondern anreizorientierte Kürzungssätze angewendet werden, die gleichzeitig einkommensabhängig sind, damit Geringverdienende nicht benachteiligt werden.

    Étant donné que le taux de réduction de 6,8 pour cent est explicitement mentionné dans la motion, une acceptation de cette dernière ne laisserait aucune marge de manoeuvre au Conseil fédéral pour retenir d'autres solutions qui seraient peut-être plus adéquates et qui tiendraient également compte des mesures adoptées dans le cadre d'AVS 21, tout en gardant en ligne de mire l'objectif de réduire l'attractivité d'une retraite anticipée. Un traitement de cette thématique en dehors du cadre de la réforme AVS 2030, tel que le souhaite votre commission, ne ferait en outre qu'augmenter le nombre de projets qui courent en parallèle, ce qui complexifierait encore la situation et ne serait pas plus efficient. Le Conseil fédéral soumettra son avant-projet en consultation publique au printemps 2026 déjà, donc très prochainement.

    Vu ces considérations, je vous invite, au nom du Conseil fédéral, à rejeter la motion 25.3424 et, ainsi, à suivre la proposition de la minorité Marti Samira, et à adopter la motion 25.3423, tout en prévoyant une mise en oeuvre de cette dernière dans le cadre d'AVS 2030.

    [VS]

  • Redetext
    Samira Marti(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Wenn wir ehrlich miteinander sind, spielt es überhaupt keine Rolle, ob wir diese Motion heute annehmen oder nicht, und auch die Textanpassung ist sicherlich nicht nötig. Denn der Bundesrat hat bereits letzte Woche die Eckwerte der nächsten AHV-Reform kommuniziert, und in diesem Rahmen werden beide Motionen inhaltlich hier wieder diskutiert werden.

    Heute sind die Kürzungssätze bei Frühpensionierungen respektive die Zuschläge beim Arbeiten über das Referenzalter hinaus eigentlich an versicherungsmathematischen Grundsätzen zu orientieren. Allerdings bedürfen diese Sätze schon längstens einer Anpassung an die gestiegene Lebenserwartung. Versicherungsmathematisch sind sowohl die heutigen Kürzungen als auch die Zuschläge zu hoch.

    Mit der AHV 21 wurde gesetzlich festgehalten, dass diese Sätze angepasst, also gesenkt werden sollen. Das wird nun wahrscheinlich nie passieren, und das finde ich demokratiepolitisch doch etwas fragwürdig. Weiter steht neu im Gesetz, dass die Kürzungssätze sozialpolitisch abgestuft werden sollen. Ist das massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen tiefer oder gleich hoch wie der Betrag der vierfachen minimalen Jahresrente, sollen die Kürzungssätze um 40 Prozent reduziert werden. Das wurde bis heute nicht umgesetzt.

    Anstatt hierzu nun Lösungen zu präsentieren, sieht der Bundesrat mit der AHV 2030 einen eigentlichen Paradigmenwechsel vor, sodass die Kürzungssätze zukünftig nicht mehr versicherungsmathematisch, sondern eben politisch festgesetzt werden sollen.

    Die SP-Fraktion wehrt sich gegen solche Rentenaltererhöhungen durch die Hintertüre. Die AHV-Renten erfüllen auch mit der 13.[NB]Rente den Verfassungsauftrag nach wie vor nicht. Mit 1800 Franken pro Monat lässt sich in der Schweiz im besten Fall knapp die Miete bezahlen, geschweige denn Krankenkassenprämien und die restlichen Lebenshaltungskosten.

    Für uns ist nun massgebend, dass unter dem Deckmantel der Erwerbsanreize nicht in erster Linie Menschen finanziell entlastet werden, die erstens sowieso länger arbeiten würden und zweitens sehr hohe Einkommen haben. Das gilt insbesondere für die andere Motion mit der Erhöhung des Freibetrages. Auch klar ist, dass auch mit erweiterten Erwerbsanreizen die AHV-Renten ab 65, ab dem Referenzalter, existenzsichernd sein müssen, allen Anreizen zum Trotz. Es darf nicht [PAGE 1952] indirekt zu einer De-facto-Rentenaltererhöhung kommen, indem immer mehr Menschen aus finanzieller Not gezwungen werden, länger - bis 70 oder bis wann auch immer - zu arbeiten.

    Im Gegenteil: Gerade nach einem langen und körperlich anstrengenden Erwerbsleben muss für Personen mit tiefen und mittleren Einkommen auch in Zukunft eine frühere Pensionierung möglich sein. Hier erwarten wir, dass der Bundesrat die bereits von der Bevölkerung beschlossenen sozialpolitisch abgestuften Anpassungen der Kürzungssätze weiterhin umsetzen wird, so wie das, wie bereits gesagt, schon von der Stimmbevölkerung beschlossen wurde.

    In diesem Sinne werden wir diese Diskussion heute nicht zum letzten Mal führen. Die Motion wird, auch wenn sie angenommen wird, eigentlich keine Wirkung haben. Sie kommen damit zu spät. Der Bundesrat hat dies mit den Eckwerten letzte Woche bereits entschieden, und das wird dann im Rahmen der AHV 2030 sicherlich wieder zu Diskussionen führen.

    In diesem Sinne, im Sinne des Bürokratieabbaus, empfehle ich, bereits heute auf die Motion zu verzichten.

  • Redetext
    Valérie Piller Carrard(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Le groupe socialiste vous invite clairement à rejeter la motion 25.3423, car elle affaiblirait l'AVS au moment où nous devons au contraire la renforcer.

    Par cette motion, il est proposé d'augmenter la franchise pour les personnes actives après 65 ans, la faisant passer de 16[NB]800 à 21[NB]800 francs. Présentée comme un encouragement à travailler plus longtemps, cette mesure aurait en réalité un effet beaucoup plus problématique[NB]: elle ferait perdre plus de 50 millions de francs par an à l'AVS. À l'heure où la pérennité de notre premier pilier est au coeur des préoccupations, affaiblir ses recettes n'a absolument aucun sens. Si une telle augmentation n'a jamais été sérieusement envisagée jusqu'ici, c'est pour une raison simple[NB]: elle ne fonctionne pas. Les différents rapports du Conseil fédéral l'ont mis en évidence au fil des révisions[NB]: une franchise plus élevée ne prolonge pas l'activité professionnelle, mais réduit les cotisations et empêche les assurés, notamment les personnes à revenus modestes, d'améliorer leur rente.

    Rappelons-le[NB]: depuis AVS 21, les cotisations versées après 65 ans comptent enfin pour combler des lacunes ou augmenter la rente. Cette avancée est importante. Or, plus on augmente la franchise, plus on vide cette avancée de son sens. En clair[NB]: une franchise plus élevée profite surtout aux hauts revenus et pénalise celles et ceux qui auraient le plus besoin d'améliorer leur rente.

    Par ailleurs, nous n'avons aujourd'hui aucun recul sur les effets d'AVS 21, entrée en vigueur seulement en janvier 2024. Modifier le système maintenant, avant même d'en mesurer l'impact réel, revient à piloter à l'aveugle. Ce n'est ni responsable ni cohérent.

    Enfin - et c'est déterminant - le Conseil fédéral a annoncé que la réforme AVS 2030 intégrera déjà un paquet complet de mesures visant à encourager l'activité au-delà de l'âge de référence. Si une adaptation de la franchise devait être discutée, elle devrait l'être dans ce cadre global, avec des mesures compensatoires permettant de préserver l'équilibre financier de l'AVS, mais pas isolément, pas dans l'urgence, et certainement pas de manière coûteuse.

    En résumé, cette motion aurait pour effet un affaiblissement des finances de l'AVS. Elle n'incite pas réellement à travailler plus longtemps. Elle neutralise les améliorations introduites par AVS 21. Elle doit, si nécessaire, être examinée avec le paquet de réformes proposé par le Conseil fédéral, soit AVS 2030, mais pas séparément.

    Pour toutes ces raisons, le groupe socialiste vous invite à rejeter fermement la motion qui vous est soumise aujourd'hui.

  • Redetext
    Cyril Aellen(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Au nom de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil national, j'ai l'honneur de vous présenter le rapport de la commission sur les motions 25.3423 et 25.3424. Il s'agit donc de deux textes datés du 4 avril 2025, issus de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil des États, proposés dans le cadre de l'examen de la motion Müller Damian 23.3596, "Combattre la pénurie de main-d'oeuvre en rendant plus attrayante la poursuite volontaire du travail après l'âge ordinaire de la retraite", et aussi fondés sur un rapport de l'OFAS. Ces deux motions poursuivent les mêmes objectifs, à savoir encourager la poursuite volontaire de l'activité professionnelle après l'âge ordinaire de la retraite et répondre aux deux défis majeurs de notre pays que sont la pénurie de main-d'oeuvre et le vieillissement démographique.

    La motion 25.3423 vise à augmenter la franchise - désormais facultative, rappelons-le - de l'AVS, après l'âge de référence, de 16[NB]800 francs à 21[NB]800 francs, puis à adapter progressivement ce montant à un indice mixte. Elle permet aux personnes qui souhaitent travailler après la retraite de conserver une part plus importante de leurs revenus.

    La motion 25.3424 renforce les incitations structurelles en augmentant les suppléments sur le montant de la rente en [PAGE 1951] cas d'ajournement de cette dernière et en maintenant ou en augmentant le taux de réduction de 6,8 pour cent en cas de prise de retraite anticipée. L'objectif est donc double[NB]: valoriser celles et ceux qui souhaitent travailler plus longtemps et décourager les départs anticipés coûteux pour l'assurance et problématiques dans un contexte de tensions sur le marché du travail. Dans les deux cas, ce qui est important, c'est que la commission du Conseil national a explicitement intégré la nécessité de tenir compte des situations particulières, soit notamment les longues carrières, les métiers pénibles et les bas revenus. Le message porté par la commission est donc clair[NB]: il faut utiliser tous les leviers raisonnables pour encourager celles et ceux qui souhaitent continuer à travailler. Actuellement, seul un nombre limité de personnes de plus de 65 ans poursuivent une activité lucrative et cotisent à l'AVS. Ce nombre limité signifie que l'impact budgétaire de la mise en oeuvre de ces motions sera maîtrisé. En revanche, l'impact économique pourrait être significatif dans plusieurs secteurs économiques. Chaque poste occupé par une personne expérimentée contribue directement à atténuer la pénurie de main-d'oeuvre.

    La commission considère donc que le fait de relever légèrement la franchise, d'augmenter la récompense de l'ajournement et de maintenir un taux dissuasif pour l'anticipation sont des mesures à la fois équilibrées, proportionnées et utiles. La commission du Conseil national s'est distinguée de la commission du Conseil des États dès lors qu'elle a souhaité aller un petit peu plus loin en disant que ces deux motions devaient être applicables immédiatement, sans attendre la réforme AVS 2030. Ce choix repose sur deux arguments principaux[NB]: il ne faut pas surcharger la réforme AVS 2030 et regrouper des éléments dans une réforme lourde et ainsi augmenter le risque de blocage[NB]; il s'agit de deux motions qui forment un tout cohérent qui peut être mis en oeuvre tout de suite.

    Le Conseil fédéral soutient ces deux motions, mais il appelle à attendre la réforme de l'AVS 2030. La commission entend ces préoccupations, mais ne les partage pas, au moins pour trois raisons. Premièrement, le besoin d'agir est immédiat, car le marché du travail est déjà sous tension aujourd'hui, deuxièmement, les deux motions sont compatibles avec AVS 2021, contrairement à ce qu'indique l'avis du Conseil fédéral et, troisièmement, les mesures sont ciblées, elles ne bouleversent pas les équilibres de l'AVS, mais créent des incitations structurelles plus adaptées au contexte économique actuel.

    Les opposants à ces motions ont toujours les mêmes arguments[NB]: ils craignent d'octroyer plus de liberté à la population et surtout, que les citoyens en fassent usage. Les opposants font donc état d'une crainte liée à l'élévation indirecte de l'âge de la retraite sous couvert d'incitations et de flexibilisation. Or, il n'en est rien. Les mesures sont volontaires, rien n'oblige quiconque à travailler plus longtemps. Elles tiennent compte des réalités des métiers pénibles et des carrières longues, elles n'empêchent pas l'application, dès 2027, des réductions spécifiques pour les bas revenus prévues dans l'AVS 2021. Au contraire, elles se superposent harmonieusement avec celles-là.

    En conséquence, la commission, pour toutes ces raisons, vous prie de faire un accueil favorable à ces deux motions telles qu'elle les a modifiées.

  • Redetext
    Schweiz

    Ich werde Ihnen die beiden Motionen in drei Teilen vorstellen. Zuerst sage ich, wie sie entstanden sind, dann komme ich auf den Inhalt zu sprechen und am Schluss zum Antrag der Kommission.

    Zum Ablauf der Beratungen: Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat am 9.[NB]Oktober 2025 beide Motionen geprüft, welche die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates am 4.[NB]April 2025 eingereicht und welche der Ständerat am 12.[NB]Juni dieses Jahres angenommen hatte. Die beiden Vorstösse haben ihren Ursprung in der Motion Müller Damian 23.3596, "Massnahmenpaket zur Bekämpfung des Arbeitskräftemangels durch die Attraktivierung der freiwilligen Weiterarbeit nach dem ordentlichen Rentenalter". Diese Motion wurde nach Einreichen der nun heute vorliegenden Geschäfte zurückgezogen.

    Zum Inhalt: Mit der ersten Motion wird der Bundesrat beauftragt, die rechtlichen Grundlagen so anzupassen, dass der Freibetrag für selbstständige und unselbstständige Erwerbstätige nach Erreichen des Referenzalters von heute 16[NB]800 Franken auf neu 21[NB]800 Franken pro Jahr angehoben wird. Dieser Betrag soll regelmässig an den Mischindex angepasst werden. Die Mehrheit unterstützt dies und sieht in der Erhöhung des Freibetrags eine zielgerichtete und zweckmässige Massnahme, um die freiwillige Weiterarbeit nach dem ordentlichen Rentenalter in der AHV zu fördern. Die finanziellen Auswirkungen auf die Einnahmen der AHV aufgrund der Erhöhung des Freibetrags sind bescheiden. Zudem besteht die im Rahmen der AHV 21 eingeführte Opting-out-Möglichkeit, auf den Freibetrag zu verzichten und die AHV-Rente aufzubessern, also weiterhin Beiträge zu bezahlen.

    Die Mehrheit der Kommission will diese Motion zusammen mit der nächsten Motion behandeln. Die Minderheit der Kommission sieht die Notwendigkeit für die Erhöhung des Freibetrags als nicht gegeben. Die Reform AHV 21 habe bereits Anreize für die Weiterarbeit eingeführt, und bevor weitere Änderungen gemacht werden, soll zuerst die Wirkung dieser Massnahmen abgewartet werden. Die Mindereinnahmen durch die Erhöhung des Freibetrags ergeben aus Sicht der Minderheit keinen erkennbaren Nutzen.

    Schlussendlich beantragt Ihnen die Kommission mit 17 zu 6 Stimmen, die Motion anzunehmen.

    Mit der zweiten Motion wird der Bundesrat beauftragt, einerseits den Zuschlag auf den Rentenbetrag bei Aufschub der AHV-Rente zu erhöhen und andererseits den heutigen Kürzungssatz der Altersrente beim Rentenvorbezug von 6,8 Prozent pro Jahr beizubehalten oder zu erhöhen. Dabei soll er aber die Situation von Menschen mit einer langen Erwerbslebenszeit oder belastender Arbeit berücksichtigen, und der Bundesrat soll auch von versicherungstechnischen Prinzipien abweichen können.

    Es geht hier also ganz einfach um den Kürzungssatz bei einer vorzeitigen Pensionierung und um den Zuschlag bei einem Aufschub. Diese Motion ist eine Ergänzung zur vorangehenden Motion, um Anreize für den Erhalt der Erwerbstätigkeit im Rentenalter zu schaffen.

    Von der Kommissionsmehrheit wurde eine Textänderung beschlossen. Damit soll sichergestellt werden, dass diese Motion losgelöst von der grossen Reform AHV 2030 rasch vorangetrieben werden kann. So sollen Verzögerungen vermieden werden.

    Die Minderheit betont, dass die beim Vorbezug angewandten Kürzungssätze versicherungsmathematisch zu hoch sind. Sie hält auch fest, dass der Stimmbevölkerung bei der Reform AHV 21 eine Senkung dieser Sätze in Aussicht gestellt wurde. Die Minderheit lehnt auch Flexibilisierungsmassnahmen ab, die dazu führen, dass Personen länger arbeiten müssen, um ihre existenzsichernde Rente zu generieren, was einer indirekten Erhöhung des Rentenalters gleichkäme.

    Die Mehrheit gelangt hingegen zum Schluss, dass sowohl die Erhöhung des Zuschlags bei einem Rentenaufschub als auch die Beibehaltung bzw. Erhöhung des Kürzungssatzes wirksame und zielgerichtete Massnahmen darstellen. Die Mehrheit weist auch darauf hin, dass angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels alle Massnahmen und Möglichkeiten genutzt werden müssen, um das vorhandene Arbeitskräftepotenzial im Erwerbsleben zu halten.

    Der Kommissionsmehrheit ist auch bewusst, dass Personen mit langen Erwerbsbiografien ebenso wie Menschen, die über viele Jahre hinweg besonders schwere Tätigkeiten ausgeübt haben, nicht in gleicher Weise in der Lage sein werden, ihre Erwerbstätigkeit über das Referenzalter hinaus fortzuführen. Deshalb sind bei der konkreten Ausgestaltung der Massnahmen differenzierte und sozial ausgewogene Lösungen vorzusehen.

    Zum Fazit: Die Kommission beantragt mit 16 zu 7 Stimmen bei 1 Enthaltung, die Motion in der abgeänderten Fassung anzunehmen. Eine Minderheit beantragt hingegen, die Motion ganz abzulehnen.

  • Redetext
    Maja Riniker(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

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