Mindestens 5 Wochen Ferien für Personen über 50
(10.472)- RedetextJean-Pierre Grin(Schweizerische Volkspartei)Schweiz
Lors de ce long débat, beaucoup de choses ont été dites. En commission, les arguments des uns et des autres avaient également été développés. Les principaux arguments en faveur des initiatives, c'est que seulement 50 pour cent des travailleurs sont soumis à une convention collective de travail; c'est aussi un stress toujours plus important au travail; et c'est surtout faire profiter les travailleurs et les travailleuses des gains de productivité réalisés ces dernières années.
Les arguments contre ces initiatives, c'est surtout une hausse des coûts de la main-d'oeuvre en général et des charges sociales, au moment où notre franc devient de moins en moins compétitif face à l'euro et au dollar; c'est également une flexibilité plus faible des horaires hebdomadaires de travail. Or la Suisse n'est surtout pas en retard concernant les conditions sociales dans le cadre de l'aménagement de la durée du travail et du niveau des salaires. Voilà disons, résumés rapidement, les différents arguments.
Maintenant, pour ce qui est des recommandations de la commission: concernant l'initiative populaire "6 semaines de vacances pour tous", la commission vous propose, par 17 voix contre 8 et aucune abstention, de recommander au peuple et aux cantons de rejeter l'initiative.
Concernant l'initiative parlementaire Leutenegger Oberholzer 10.455, c'est par 15 voix contre 8 et 2 abstentions que la commission vous demande de ne pas y donner suite.
Concernant l'initiative parlementaire Leuenberger-Genève 10.464, par 15 voix contre 10, la commission vous propose de ne pas y donner suite.
Et finalement, concernant l'initiative parlementaire de Buman 10.472, la commission vous invite en deuxième lecture, par 13 voix contre 10 et 3 abstentions, à ne pas y donner suite non plus.
Quant à la proposition von Graffenried, elle n'a pas été examinée en commission. Je ne ferai donc pas de commentaire particulier à son sujet en tant que rapporteur.
- RedetextPhilipp Müller(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Ich kann es kurz machen. Sie haben alle Argumente ausgetauscht, materiell will ich mich daher nicht mehr äussern. Noch kurz zum Antrag von Graffenried: Dieser Antrag lag der Kommission nicht vor, er konnte also nicht diskutiert werden. Wir können daher die Meinung der Kommission zu diesem Antrag nicht wiedergeben.
Ich möchte mich darauf beschränken, Ihnen nochmals in Erinnerung zu rufen, wie sich die Kommission betreffend die einzelnen Vorlagen, über die wir in den nächsten Minuten abstimmen werden, entschieden hat. Volksinitiative "6 Wochen Ferien für alle": Die Kommission hat sich mit 17 zu 8 Stimmen bei 0 Enthaltungen dagegen ausgesprochen. Bei der parlamentarischen Initiative Leutenegger Oberholzer "Mindestens 5 Wochen Ferien für alle" hat sich die Kommission mit 15 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen dagegen ausgesprochen. Bei der parlamentarischen Initiative Leuenberger-Genève "Erhöhung des Ferienanspruchs" hat sich die Kommission mit 15 zu 10 Stimmen dagegen ausgesprochen. Bei der parlamentarischen Initiative de Buman "Mindestens 5 Wochen Ferien für Personen über 50" hat sich die Kommission ebenfalls mit 13 zu 10 Stimmen bei 3 Enthaltungen dagegen ausgesprochen.
Ich bitte Sie im Namen der Kommissionsmehrheit, ihren Anträgen zu folgen.
- RedetextSimonetta Sommaruga(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Es war heute Morgen viel von Produktivität, von zunehmender Belastung am Arbeitsplatz und von gesundheitlichen Folgekosten die Rede. Einig war man sich darüber - das ist auch die Meinung des Bundesrates -, dass gute Arbeitsbedingungen und damit motivierte und gesunde Arbeitnehmer die beste Investition in den Wirtschaftsstandort Schweiz sind. Sie alle waren sich zudem einig - auch hier schliesst sich der Bundesrat an -, dass genügend Erholungszeit eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, damit Arbeitnehmer über Jahre hinweg motiviert und engagiert arbeiten können. Wir alle haben ein Interesse daran, und zwar nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus menschlichen Gründen, dass die Arbeitskraft bis ins Rentenalter erhalten bleibt. Schliesslich ist eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit auch für das soziale Zusammenleben wichtig, damit für Familie, für Kinder, für Freundschaften und Nachbarschaften genügend Zeit bleibt.
Es ist unbestritten, dass die Belastung am Arbeitsplatz in den meisten Bereichen in den letzten Jahren zugenommen hat. Gerade die neuen Kommunikationsmittel haben das Tempo erhöht und die Abgrenzung und damit eben auch die Erholung schwieriger gemacht. Immer häufiger sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer und überall erreichbar, und es wird von ihnen auch erwartet, dass sie erreichbar sind. Diese zusätzliche Belastung ist nicht zu unterschätzen. Wir wissen, dass diese Belastung, Stress, Burnout und psychische Probleme hohe Gesundheitskosten verursachen; die Seco-Studie, die von Kosten in der Höhe von 10 Milliarden Franken spricht, wurde heute Vormittag mehrmals zitiert. Das sind übrigens Kosten, die sowohl von den Unternehmen als auch von der Allgemeinheit getragen werden müssen.
Krankheit, Ausfälle und abnehmende Motivation drücken schliesslich auch auf die Produktivität; positiv ausgedrückt heisst das, dass die Produktivität nur dann erhöht werden kann, wenn die Mitarbeiter fit, gut ausgebildet, aber auch motiviert, erholt und vor allem gesund sind. Bis hierher herrschte bei allen Einigkeit, und der Bundesrat schliesst sich durchwegs an.
Uneinig war man sich in der politischen Diskussion über die vorliegende Initiative vor allem in zwei Punkten:
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Erstens in der Frage, ob zwei zusätzliche Ferienwochen für alle, wie es die Initiative verlangt, das richtige Mittel sei, um die Arbeitnehmer zu entlasten. Auch der Bundesrat ist diesbezüglich skeptisch. So sind zusätzliche Ferien z. B. für eine erfolgreiche Vereinbarkeit von Beruf und Familie - gerade diese Situation führt ja sehr häufig auch zu Stress - nur beschränkt nützlich. Flexible Arbeitszeiten, eine Reduktion der Wochenarbeitszeit und das Angebot von Teilzeitstellen, verbunden mit einem guten Kinderbetreuungsangebot, sind je nach Situation unter Umständen hilfreicher als zwei zusätzliche Ferienwochen.
Uneinig war man sich zweitens in der Frage, ob es sinnvoll sei, die zwei zusätzlichen Ferienwochen gesetzlich respektive verfassungsmässig vorzuschreiben. Gesetzlich vorgeschrieben sind heute 4 Wochen Ferien; bis zum 20. Altersjahr beträgt der Anspruch 5 Wochen. Dabei handelt es sich um das gesetzliche Minimum. Das heisst, man darf nicht darunter gehen, aber man darf selbstverständlich jederzeit auch mehr Ferien vereinbaren. Die heute bestehende Flexibilität wird in der Arbeitswelt auch genutzt. Die verschiedenen Gesamtarbeitsverträge zeigen, dass man sich in den unterschiedlichsten Branchen offenbar auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite einig geworden ist, dass eine oder zwei zusätzliche Ferienwochen gerade auch für die über 50-jährigen Arbeitnehmer durchaus sinnvoll und für die Unternehmen auch wirtschaftlich verkraftbar sind. Der Bundesrat ist der Meinung, dass man es auch weiterhin den einzelnen Unternehmen oder Branchen überlassen soll, möglichst gute Arbeitsbedingungen anzubieten.
Wenn es tatsächlich so ist, wie immer wieder behauptet wird und auch in diesem Saal heute Morgen von allen Seiten gesagt wurde, dass nämlich gute Arbeitsbedingungen die wichtigste Voraussetzung für eine starke Wirtschaft und die beste Investition in die Zukunft unserer Wirtschaft sind, dann müsste mindestens die Stossrichtung der Initiative eine Selbstverständlichkeit sein, und das ist ja in der Realität zum Teil auch der Fall. Mittlerweile haben 90 Prozent der über 50-jährigen Arbeitnehmer ein Anrecht auf 5 Wochen Ferien. Das beweist, dass sich diese Investition ganz offensichtlich lohnt und eben auch wirtschaftlich verkraftbar ist.
Der Bundesrat will deshalb auch nicht den Teufel an die Wand malen. Wir gehen aufgrund einer früheren Untersuchung davon aus, dass eine zusätzliche Ferienwoche rund 2 Prozent mehr Lohnkosten bedeutet; die meisten Betriebe könnten das verkraften. Zusätzliche Ferien bringen aber nur eine echte Entlastung, wenn die Arbeit dann auch auf mehr Hände respektive mehr Köpfe verteilt wird, ansonsten riskiert man, dass die Belastung für den Einzelnen sogar noch höher wird. Das wäre sicher auch nicht im Interesse der Initiantinnen und Initianten.
Der Bundesrat ist der Meinung, dass die Überlegungen, die hinter der Initiative stehen, sinnvoll und ernst zu nehmen sind. Der Bundesrat möchte die zusätzlichen Ferienwochen aber nicht in der Bundesverfassung festschreiben und bittet Sie deshalb, die Initiative "6 Wochen Ferien für alle" Volk und Ständen zur Ablehnung zu empfehlen.
Zu den parlamentarischen Initiativen nimmt der Bundesrat in dieser Phase keine Stellung.
- RedetextPeter Malama(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Wir debattieren hier und heute über ein Anliegen, das auf den ersten Blick wohl die Sympathie der meisten weckt: mehr Ferien für alle! Dieser Wunsch reiht sich in eine ganze Reihe von Forderungen ein, die auf die Schnelle eine positive Reflexreaktion auslösen: mehr Lohn für alle, bessere Sozialleistungen für alle, kürzere Arbeitszeiten für alle usw. So populär diese Forderungen auf Anhieb scheinen, so sehr erstaunt es, dass sie nicht allesamt in unserer Verfassung verankert sind, wie dies nun für die 6 Wochen Ferien gefordert wird. Doch dies hat einen ganz simplen Grund: Der Souverän hat bisher bewusst darauf verzichtet, das Erfolgsmodell der Sozialpartnerschaft zu untergraben. Das ist auch gut so, denn wenn durch den Gesetzgeber zu viel vorgeschrieben wird, macht Verhandeln auf Stufe der Sozialpartnerschaft wenig Sinn.
Der Ferienanspruch ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtarbeitsverträge. In den Verhandlungen über diese Verträge ringen Arbeitgebervertretungen und Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter bekannterweise hart um Löhne, um Arbeitszeiten, um Arbeitsbedingungen und eben auch um Ferientage. Am Schluss der Verhandlungen schaut allermeistens - im Sinne von Nehmen und Geben - ein für beide Seiten tragbarer Kompromiss heraus, bei dem die unterschiedlichen Komponenten fein aufeinander abgestimmt sind. Abgesehen davon gehen viele Gesamtarbeitsverträge bekannterweise über das gesetzliche Minimum von 4 Wochen Ferien hinaus. In den Gesamtarbeitsverträgen wird den besonderen Anforderungen einer bestimmten Branche besser Rechnung getragen, als dies mit irgendeiner obrigkeitlichen Regelung möglich wäre. Dies kommt sowohl den Arbeitnehmern als auch den Arbeitgebern zugute. Es wäre deshalb falsch, eine dieser Vertragskomponenten von oben herab zu regulieren. Dadurch würden viele Gesamtarbeitsverträge gehörig aus dem Lot gebracht, und die bewährte Sozialpartnerschaft würde massiv belastet.
Als die 4 Wochen Ferien vor knapp dreissig Jahren im Obligationenrecht festgeschrieben wurden, stand die Schweiz mit ihrem gesetzlich geregelten minimalen Ferienanspruch nicht gut da, ein Eingriff des Gesetzgebers war gerechtfertigt. Heute aber präsentiert sich die Lage anders, die Schweiz steht im internationalen Vergleich mit ihren Ferienregelungen gut da. Es gibt daher keinen Grund dafür, dass die branchenspezifische Flexibilität und die bewährte Sozialpartnerschaft mit einem Verfassungsartikel oder einer Anpassung des Gesetzes ausgehebelt werden, ganz zu schweigen von den Mehrkosten, welche gesetzlich verankerte 6 Wochen für die Wirtschaft mit sich bringen würden. Dies würde die internationale Wettbewerbsfähigkeit des schweizerischen Werkplatzes belasten und könnte einen Stellenabbau zur Folge haben.
Ich empfehle Ihnen deshalb im Sinne einer stabilen und sicheren Sozialpartnerschaft in unserem Land, die Volksinitiative dem Volk zur Ablehnung zu empfehlen und die entsprechenden Vorstösse abzulehnen.
- RedetextMarina Carobbio Guscetti(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
"Tutti i lavoratori e le lavoratrici hanno diritto ad almeno 6 settimane di vacanza." È quanto chiedono gli autori dell'iniziativa rispetto all'ultimo adattamento del diritto alle vacanze, avvenuto 27 anni fa in risposta a una iniziativa popolare del PS.
Nel frattempo il mondo del lavoro è cambiato, e con questo anche la pressione sui lavoratori e le lavoratrici è diventata sempre più forte. La relazione tra carico lavorativo, stress e [PAGE 498] conseguenze psico-fisiche sulla salute è spesso oggetto di studi scientifici. Tutti giungono a conclusioni paragonabili, come medico ne ho potuti approfondire diversi. Numerosi di questi studi evidenziano appunto le conseguenze dello stress sul posto di lavoro e il fatto che il tasso di stress sul posto del lavoro da noi sia aumentato, tra il 2001 e il 2007, dal 40 al 60 per cento, con costi, che secondo un recente studio della SECO, si aggirano intorno ai 10 miliardi di franchi all'anno.
Ma non sono solo gli argomenti di protezione della salute che devono spingere a sostenere quest'iniziativa, bensì anche ragioni di tipo sociale e ragioni che prendono in considerazione la qualità della vita, la possibilità di conciliare famiglia e lavoro e il tempo libero in una società che cambia sempre di più e dove sempre più coppie partecipano al mondo del lavoro. Vi sono poi anche ragioni di tipo economico che, appunto, giustificano quest'iniziativa e spingono a sostenerla: negli ultimi 16 anni la produttività in Svizzera è aumentata del 21,5 per cento. Il profitto derivante di questa produttività aumentata non è però stato distribuito alla maggioranza dei lavoratori e delle lavoratrici, bensì è stato dato, in forma dei conosciuti bonus esorbitanti, solo a ristrette fasce della popolazione. Quindi, è tempo che quest'aumento della produttività venga distribuito a tutti. Questo può essere anche una delle ragioni di tipo economico che giustificano quest'iniziativa. Sì, l'iniziativa comporta dei costi, ma valutati rispetto a questo aumento della produttività ed a questa distribuzione possibile sono ben poca cosa, anche perché, se li calcoliamo arriviamo a un ammontare che corrisponde circa al 2 per cento della massa salariale.
Gli argomenti contrari esposti oggi dal collega Abate che mi ha preceduto sono, tra l'altro, gli stessi argomenti che venivano esposti anche 27 anni fa, quando si trattava di introdurre nel diritto le 4 settimane di vacanza. Anche allora si diceva che le imprese avrebbero dovuto cercare altri lavoratori e che ci sarebbero state delle difficoltà per le piccole e medie imprese. In realtà, come vi dicevo prima, vi è stato un chiaro aumento della produttività.
Ci sono buoni e validi motivi per garantire a tutti 6 settimane di vacanza - oggi l'avete sentito più volte. Non valgono quindi le tesi di chi ritiene che siano solo i partner sociali con le contrattazioni a doversene occupare. Sono la prima a sottolineare l'importanza dei contratti collettivi di lavoro e della contrattazione tra partner sociali. Ma che ne è di tutta quella fetta importante di lavoratori - molte donne -, che non hanno i contratti collettivi di lavoro e che non hanno diritto a 5 settimane di vacanza come viene invece, per fortuna, garantito da numerosi contratti collettivi di lavoro?
L'attuazione di quest'iniziativa è possibile, anche dal lato economico. Quindi, dopo 27 anni è giunto il momento di fare un passo in avanti a favore di tutti i lavoratori e tutte le lavoratrici.
- RedetextFabio Abate(FDP.Die Liberalen)Schweiz
L'istituto delle vacanze, modificato nel 1984, viene regolato dal Codice delle obbligazioni e segnatamente dagli articoli 329a e seguenti. La legge prescrive una durata minima delle vacanze, 4 settimane, aumentate a 5 per i lavoratori sino ai 20 anni compiuti. Il legislatore ha così voluto prescrivere condizioni minime con carattere vincolante, lasciando alle parti contrattuali la facoltà di concordare clausole più favorevoli a favore dei lavoratori.
Gli scopi dell'iniziativa, con la quale si chiedono 6 settimane di vacanza vincolanti con una modifica costituzionale, sono senz'altro condivisibili - maggiore riposo e tutela della salute dei lavoratori. Ma le ulteriori circostanze oggettive che caratterizzano la promozione e l'esercizio del diritto alle vacanze non possono essere trascurate. Un incremento delle settimane di vacanze non implica certo un'interruzione dell'esercizio e dell'attività del datore di lavoro. La necessità di reperire ulteriore manodopera, collaboratori e collaboratrici, è una conseguenza ovvia che configura un problema purtroppo irrisolvibile per una moltitudine di datori di lavoro nel nostro Paese. Mi riferisco in particolare alle piccole e medie imprese, agli artigiani. Maggiori costi, spesso non sopportabili, nonché l'esigenza di reperire personale qualificato, che oltretutto non abbiamo in Svizzera, sono solamente due esempi di seri problemi che tutti, non solo i datori di lavoro, saremmo chiamati a risolvere o, meglio, a tentare di risolvere.
Il dibattito sulle conseguenze della libera circolazione delle persone è aperto e tende ad evidenziare distorsioni e difficoltà, che stanno creando incertezza nella popolazione. Quale conseguenza al sostegno dell'iniziativa in esame parecchi settori della nostra realtà economica dovrebbero, giocoforza, fare capo a questa facilitazione nella ricerca di manodopera - non fatico ad immaginarmi le discussioni, le polemiche e soprattutto i dissidi.
Oggi possiamo affermare che il sistema è soddisfacente e funziona. I contratti collettivi citati nel messaggio del Consiglio federale evidenziano soluzioni interessanti ed attente alle specificità del settore coinvolto. Quindi, 6 settimane di vacanza possono diventare un diritto, così come concesso dal diritto privato in vigore, ma non devono trasformarsi in un'imposizione, così come richiesto dagli autori dell'iniziativa.
- RedetextSilvia Schenker(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Ich möchte einen besonderen Aspekt herausgreifen, warum 6 Wochen Ferien für alle sinnvoll und notwendig sind, nämlich die Vereinbarkeit von Betreuungsaufgaben und Erwerbsarbeit. Ich bin mit der Analyse von Frau Ingold einig, komme aber zu einem anderen Schluss in Bezug auf die Initiative. Ganz explizit beschränke ich mich nicht ausschliesslich auf die Betreuung von Kindern, sondern beziehe mich auch auf die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen in einer späteren Lebensphase.
Familie und Beruf neben- und miteinander zu leben ist nicht einfach. Es gilt, den Bedürfnissen der Kinder und den Ansprüchen der Arbeitswelt gerecht zu werden. Alle, die das vom eigenen Erleben oder aus der Nähe kennen, wissen um die täglichen kleineren oder grösseren Herausforderungen, die das mit sich bringt. Besonders stark fordert dieses Nebeneinander dann, wenn die Kinder krank werden oder eben Ferien haben. Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, Kinder auch in ihren Ferien unterzubringen. Damit sind aber häufig nicht die ganzen Schulferienwochen abgedeckt.
Wie hilfreich ist es darum für berufstätige Eltern, wenn jeder Elternteil 6 Wochen Ferien hat! So ist es möglich, Familienferien gemeinsam zu verbringen und einen Teil der Ferienwochen zeitverschoben zu beziehen und damit die Betreuungsaufgaben aufzuteilen. Das Gleiche, was ich für die Familien mit schulpflichtigen Kindern beschreibe, oder Ähnliches gilt für Berufstätige, die pflege- oder unterstützungsbedürftige Erwachsene betreuen. Ohne die unzähligen und unzählbaren Stunden, welche Angehörige, Freunde und Bekannte damit verbringen, pflegebedürftige Menschen zu betreuen und zu unterstützen, könnten Tausende von älteren oder auch jüngeren Pflegebedürftigen nicht mehr zu Hause leben, sondern müssten in einer Institution untergebracht werden; das Thema ist bekannt. Es gibt darum übrigens auch eine grosse Anzahl von Vorstössen mit unterschiedlichsten Forderungen, welche für pflegende Angehörige Entlastungen bringen sollen. Mit der Initiative "6 Wochen Ferien für alle" haben all diejenigen, die schon Vorstösse zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Vorstösse zur Entlastung von pflegenden Angehörigen gemacht haben, die Möglichkeit, etwas ganz Konkretes zu tun.
Sagen Sie Ja zur Initiative, und helfen Sie damit den Menschen in unserem Land - es sind sehr viele -, die neben ihrer Erwerbsarbeit Betreuungsaufgaben übernehmen!
- RedetextPaul-André Roux(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Alors, ce que je peux reconnaître très volontiers, par rapport aux problèmes de la santé des travailleurs, c'est que nous avons vécu ces derniers temps, avec la mondialisation, la globalisation, de nombreuses restructurations qui ont provoqué un grand stress chez les travailleurs. Cela est dû uniquement à la conjoncture. Mais je crois que les conditions de travail se sont nettement améliorées. Je pense que pour les travailleurs suisses il est bien plus utile d'avoir la sécurité de l'emploi plutôt que deux semaines de vacances supplémentaires.
- RedetextUeli Leuenberger(Die Grünen)Schweiz
Vous opposez à l'étude scientifique du SECO, qui estime à 10 milliards de francs les coûts liés au stress, le fait que plus de 90 pour cent des sondés considéraient être en bonne santé. Etes-vous d'accord que le sentiment d'être en bonne santé est tout à fait subjectif? En revanche, les coûts de 10 milliards de francs sont démontrés très clairement par la recherche menée. Ces plus de 90 pour cent des sondés ne savent pas toujours qu'ils connaîtront des difficultés par la suite. Etes-vous d'accord que ce résultat de plus de 90 pour cent est subjectif?
- RedetextPaul-André Roux(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
A lire l'argumentaire des initiants, on a l'impression que les salariés de notre pays vivent dans un goulag, qu'ils sont des esclaves et qu'ils payent de leur santé le fait de travailler. Les initiants décrivent les patrons comme des profiteurs qui exploitent sans une once d'humanité leurs collaborateurs avec une seule idée: faire du profit. Leur constat est bien malheureux et ne reflète en rien la réalité. Les initiants ont-ils connu les conditions de travail difficiles qu'ont connues nos parents: peu ou pas de vacances, dix heures de travail par jour, double journée pour joindre les deux bouts, forte pénibilité, et j'en passe?
Les temps ont heureusement changé. Avec l'arrivée de l'informatique et de la robotique, ainsi qu'avec les progrès sociaux, les conditions de travail, de salaire et de couverture sociale sont arrivées à un excellent niveau en Suisse. Beaucoup de progrès ont été réalisés dans les domaines de la [PAGE 497] pénibilité du travail, de la flexibilité des horaires, du perfectionnement professionnel, de la création de crèches. On a favorisé le temps partiel. Les partenaires sociaux sont toujours en train de rechercher des solutions communes. C'est grâce à ce système que nous connaissons la paix du travail en Suisse.
Les initiants mentionnent souvent le rapport du SECO de 2007 "Travail et santé" pour justifier leur initiative en mettant en évidence le coût de la santé au travail, mais ils oublient volontiers de citer que, dans ce même rapport, 93 pour cent des travailleurs considèrent leur état de santé comme bon, voire très bon, et qu'en général l'état de santé des personnes qui exercent une activité lucrative est bien meilleur que celui des chômeurs.
Les initiants citent volontiers également les pays voisins et les qualifient de progressistes en la matière. Mais ces pays sont-ils vraiment un exemple: fort taux de chômage, économie chancelante, finances publiques catastrophiques, troubles sociaux? En revanche, en Suisse, c'est tout le contraire, quand bien même il ne faut jamais se reposer sur ses lauriers.
Cette initiative populaire, comme bon nombre d'entre elles, est excessive, car elle vise à imposer de manière linéaire 6 semaines de vacances par an à toute l'économie. Elle est partiellement inutile, car elle a déjà rempli son rôle dans plusieurs secteurs. Et surtout, elle est dangereuse, car elle va mettre une plus grande pression tant sur les travailleurs que sur l'économie. Je suis donc convaincu que la population suisse préférera la sécurité de l'emploi, l'indexation des salaires et une économie forte et concurrentielle à une initiative excessive, partiellement inutile et dangereuse.
- RedetextJean-Claude Rennwald(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Sans parler du soutien à l'initiative, j'aimerais revenir sur trois éléments.
Tout d'abord, on nous a dit durant toute la matinée qu'il fallait régler cette question par la voie du partenariat social. Eh bien, sachez qu'en tant que syndicaliste je suis attaché à ce partenariat. Le problème, c'est que la moitié des salariés de ce pays ne sont pas soumis à une convention collective de travail, et qu'il en va de même pour les entreprises. Or, pour faire du partenariat social, il faut être deux. Dans l'artisanat et le bâtiment, il n'y a pas trop de problème, car la plupart des conventions sont de force obligatoire. Mais ce n'est pas le cas dans l'industrie par exemple, où dans l'horlogerie il y a 70 pour cent des entreprises signataires de la convention, ce qui représente 85 pour cent des salariés - ce qui est bien; dans les machines, ce ne sont que 30 à 40 pour cent; et dans d'autres branches, c'est encore moins.
Ensuite, on nous dit que l'acceptation de l'initiative nuirait à la compétitivité de l'économie suisse, voire nous conduirait à la catastrophe. Mais alors, comment pouvez-vous nous expliquer qu'en 150 ans, la durée du temps de travail a été divisé par deux alors que nous produisons toujours plus de richesses? Si votre raisonnement était juste, nous devrions être retournés à l'époque des hommes des cavernes; or, ce matin, que je sache, je n'ai encore vu personne dans cette salle ronger un os.
Je n'ai jamais prétendu que la réduction de la durée du travail impliquait automatiquement la création d'emplois. C'est la croissance qui crée des emplois. Ceci dit, je pense qu'à croissance égale, on peut répartir le travail sur un plus grand nombre de personnes s'il y a diminution de la durée du travail. En France, on a beaucoup décrié les lois Aubry; c'est vrai qu'elles avaient un certain nombre de défauts, mais elles ont tout de même permis de créer quelque 300 000 emplois à l'époque du gouvernement Jospin.
Enfin, en plus du soutien à l'initiative populaire, j'aimerais aussi apporter mon appui aux trois initiatives parlementaires qui nous sont soumises, et en particulier à l'initiative Leutenegger Oberholzer. Cette initiative prévoit 5 semaines de vacances pour tous, 6 jusqu'à l'âge de 20 ans et dès l'âge de 55 ans. Je pense que cette initiative présente au moins deux avantages. Elle rapprocherait la législation des grandes conventions collectives de travail, comme celles de l'industrie des machines, de l'horlogerie et du secteur de la construction, qui prévoient des systèmes semblables. Je dois vous dire que ce n'est pas tout à fait un hasard si, dans ces conventions, on a prévu d'offrir davantage de vacances à partir d'un certain âge. En effet, plus les gens avancent en âge, plus ils sont fatigués, moins ils supportent le stress et plus le rythme de vie ralentit.
Par conséquent, je vous demande de donner suite à ces trois initiatives parlementaires. Et j'espère que le groupe PDC/PEV/PVL donnera suite au moins à l'initiative de Buman.
- RedetextChristian van Singer(Die Grünen)Schweiz
Nous examinons une proposition sensée: 6 semaines de vacances pour tous. Mais l'opération de lavage des cerveaux commence. On essaye de nous convaincre que l'économie suisse ne supporterait pas ce changement. Est-ce possible? Comme cela a été dit, cela représenterait une augmentation des charges salariales de 2 pour cent. Ces quinze dernières années, la productivité a augmenté de 21,5 pour cent, alors que les salaires n'ont augmenté que de 4,3 pour cent. Pourquoi dès lors ne pas consacrer une partie - je dis bien une partie seulement - de cette augmentation de la productivité pour donner de meilleures conditions de vie aux salariés?
Améliorer la qualité de vie doit être une de nos priorités! Cela réduirait aussi les absences pour maladie et les coûts de la santé. Qu'on ne vienne pas nous dire que c'est impossible, car la différence entre l'augmentation de la productivité et celle des salaires a bien fini quelque part! C'est vite vu, elle a fini dans l'augmentation du montant des bonus pour les cadres et dans celle des dividendes.
La prospérité d'un pays dépend du travail déployé dans les entreprises. Cela a été avancé comme motif pour ne pas réduire la durée des vacances, mais c'est justement la conclusion contraire qu'on doit en tirer. Pour persévérer, pour préserver la qualité du travail, nous devons en réduire l'intensité, et cela est possible en augmentant la durée des vacances.
- RedetextJean-Charles Rielle(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Le Secrétariat d'Etat à l'économie et l'Office fédéral de la statistique nous dévoilent des résultats alarmants. En 2007, 62 pour cent des travailleuses et des travailleurs déclarent qu'ils sont stressés au travail et qu'ils sont sous pression au niveau des délais. 41 pour cent des travailleuses et des travailleurs considèrent leur travail comme psychiquement et nerveusement pesant, et une personne sur cinq mentionne les charges corporelles.
La détérioration des conditions de travail est rapide. En 2001, 40 pour cent des actifs considéraient leur travail comme stressant et agité. Seulement six ans plus tard, ils sont 62 pour cent dans le même cas. Une charge élevée au travail conduit à des troubles comme des douleurs de dos et des maux de tête, des problèmes de digestion, d'insomnie, des troubles cardiaques et vasculaires. Les coûts de la charge trop élevée au travail pour les travailleurs sont évalués par le SECO à 10 milliards de francs par an.
La vie professionnelle a en Suisse une durée de 40 à 45 ans. En raison de la charge de travail croissante, les travailleuses et les travailleurs sont de moins en moins capables de travailler jusqu'à leur retraite. Pour preuve, le quota d'invalidité augmente massivement chez les travailleuses et les travailleurs à partir de 50 ans, et un grand nombre de personnes prennent leur préretraite forcée pour des raisons de santé.
Le développement démographique étant ce qu'il est, la capacité des travailleuses et des travailleurs de fournir des prestations à long terme devient de plus en plus importante. Sans contre-mesure, une charge de travail élevée et l'évolution démographique actuelle vont avoir des conséquences fatales sur la capacité de la Suisse de fournir des prestations économiques.
D'après une enquête représentative de Travail Suisse, plus de 80 pour cent de la population et presque 90 pour cent [PAGE 496] des actifs sont convaincus que les vacances contribuent à les maintenir en bonne santé. Ce point de vue coïncide avec les connaissances de la médecine du travail qui attribue une grande importance au cycle travail-repos. La pression au travail ne favorise pas l'équilibre des différents domaines de vie: travail, famille, temps libre, etc. L'augmentation des situations de burn-out est significative.
Les vacances servent à se reposer et préservent en fin de compte la santé de la population et la capacité de travail à long terme des actifs. 6 semaines de vacances par an permettent aux travailleuses et aux travailleurs d'interrompre au moins deux fois par année la charge permanente à la place de travail, de se reposer complètement et de maintenir ainsi à long terme leur capacité de fournir des prestations.
6 semaines de vacances par an sont méritées et supportables économiquement, d'autres l'ont dit avant moi. En quinze ans, soit de 1992 à 2007, en Suisse, la productivité des travailleuses et des travailleurs a augmenté de 21,5 pour cent, alors que les salaires réels, eux, n'ont augmenté que de 4,3 pour cent. La différence de 17,2 pour cent entre la croissance de la productivité et l'évolution des salaires montre qu'en Suisse, les travailleuses et les travailleurs produisent aujourd'hui, pour le même salaire, beaucoup plus qu'il y a presque vingt ans. Les fruits de cette augmentation des prestations ont surtout fait monter le cours d'actions et contribué au versement de juteux bonus aux managers. Faire passer à 6 semaines par an le droit aux vacances pour toutes les travailleuses et tous les travailleurs est donc mérité depuis longtemps et ne constitue, en fait, qu'une juste reconnaissance de l'augmentation des prestations fournies par les travailleuses et les travailleurs.
Comme je l'ai dit, les coûts du stress au travail sont estimés à environ 10 milliards de francs par an, soit 2 pour cent du PIB. Ces coûts pourraient bien aller croissant ces prochaines années, car les salariés doivent faire face à des conditions toujours plus difficiles: augmentation de la précarité de l'emploi et de la pénibilité du travail, difficultés à concilier vie familiale et activité professionnelle, etc. Il est scientifiquement prouvé que seules des vacances d'une durée de 2 à 3 semaines consécutives permettent un ressourcement complet. 6 semaines de vacances par an constituent donc un minimum pour que les travailleuses et les travailleurs puissent interrompre de manière efficace au moins deux fois par an une charge permanente et en augmentation au poste de travail. Par ailleurs, il serait intéressant de constater que cette sixième semaine de vacances est souvent déjà prise sous forme d'arrêts-maladie de deux et trois jours engendrant des coûts de santé supplémentaires.
Je vous invite à recommander au peuple et aux cantons d'accepter cette initiative qui est fondée sur le respect de la santé des travailleuses et des travailleurs et qui est tout à fait supportable économiquement.
- RedetextMeinrado Robbiani(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Innanzitutto segnalo la mia appartenenza al comitato promotore di questa iniziativa. È certamente possibile, come fatto dalla commissione rispettivamente da numerosi colleghi intervenuti questa mattina, alzare delle saracinesche contro questa iniziativa e contro tutte le proposte che oggi sono in discussione. Ma non per questo si dissolvono nel nulla i suoi motivi fondati.
Un primo motivo è ricollegabile all'esplosione dei ritmi, dei carichi di lavoro indotta da un'accentuata concorrenza tra le imprese, ciò che fa conseguire un'accentuata crescita di stress, di scompensi per la salute, che oggi - com'è stato ricordato - ammontano a circa 10 miliardi di franchi all'anno; 10 miliardi che rimangono tali anche se si chiudono gli occhi di fronte a questa realtà.
Un secondo motivo riguarda l'esigenza di meglio conciliare lavoro e famiglia in un contesto dove entrambi i coniugi sono spesso attivi professionalmente. Un migliore equilibrio tra lavoro e famiglia è certamente favorevole alla famiglia stessa e, di riflesso, a tutto il settore sociale, ma anche, non dimentichiamolo, all'economia.
Un terzo motivo riguarda l'intenzione da più parti sottolineata di riuscire a mantenere il più a lungo possibile i lavoratori nella vita attiva, questo quale antidoto contro le conseguenze dell'invecchiamento della popolazione. Ora, dobbiamo esserne certi, un simile obiettivo è concepibile, è raggiungibile solo nella misura in cui si salvaguardia la salute del lavoratore lungo tutto l'arco della vita attiva. Non scordiamo che oggi circa un lavoratore su cinque giunge all'età pensionabile in AI. Quindi, la richiesta di maggiori vacanze non è riducibile, come fatto da alcuni, al piano del semplice piacere del lavoratore, quasi che si tratti di un lusso. È una misura primariamente, prevalentemente e pienamente sintonizzata su quelle che sono le caratteristiche odierne del mercato del lavoro, su quella che è l'evoluzione del mercato del lavoro stesso. Nè si venga ad obiettare che si tratterebbe di un costo eccessivo per le aziende, se pensiamo, com'è già stato sottolineato questa mattina, che nell'ultimo quindicennio la produttività è aumentata di oltre il 20 per cento mentre i salari sono cresciuti in una misura nettamente inferiore - manager esclusi, evidentemente.
Nè si invochi oltre misura il gioco delle parti. Il dialogo tra sindacati e datori di lavoro è certamente indispensabile e prezioso, ma copre solo la metà - e forse nemmeno - dei lavoratori. Forse che l'altra metà dei lavoratori non ha diritto anch'essa di seguire l'evoluzione delle condizioni di lavoro e in particolare del diritto alle vacanze?
Va forse ricordato che un'opzione simile a quella che dibattiamo oggi in passato, all'inizio degli anni Ottanta, si era già posta. Si trattava di decidere se adeguare la legge alla realtà del mondo del lavoro. Il Parlamento, in quell'occasione ha avuto il buon senso di farlo. Ha persino avuto il coraggio di andare oltre quanto proponeva il Consiglio federale, portando il diritto alle vacanze da 2 a 4 settimane; questo proprio per mettere in sintonia la legge con la realtà del mercato del lavoro. L'ultima domanda che pongo è perciò la seguente: è proprio inconcepibile che questo Consiglio recuperi una lungimiranza analoga a quella dimostrata dal Parlamento all'inizio degli anni Ottanta, aderendo quindi all'iniziativa o alle altre proposte che oggi sono sul tappeto? Mi auguro che tale lungimiranza non sia andata svanita e che si possa fare un passo innanzi, verso un diritto accresciuto alle vacanze.
- RedetextJosef Lang(Alternative Linke)Schweiz
Die meisten Einwände, die diesen Morgen gegen die Ferien-Initiative vorgebracht wurden, sind so alt wie der Kampf um sozialen Fortschritt in der modernen Industriewelt. Argumente wie jenes, dass Kleinbetriebe das nicht überleben würden, oder jenes, dass das Anliegen privatrechtlich geregelt werden solle, wurden schon gegen das Verbot der Kinderarbeit vorgebracht. Der soziale Fortschritt hat - das zeigt ein Rückblick auf die Schweizer Geschichte - nicht nur den Arbeiterinnen und Arbeitern zum Segen gereicht, er war auch für die Wirtschaft letztlich ein Segen und nicht ein Fluch. Er hat die Schweizer Wirtschaft gezwungen, das zu tun, was ihre Stärke ausmacht, nämlich die Produktivität zu erhöhen und auf Qualität, statt auf Quantität zu setzen.
Zugunsten der Volksinitiative "6 Wochen Ferien für alle" möchte ich grosse Veränderungen in zwei Bereichen unserer Gesellschaft zur Sprache bringen: erstens die Veränderungen in der Arbeitswelt, zweitens die Veränderungen in der Familienwelt.
Der wirtschaftliche Wandel hat zur Folge, dass von den Arbeiterinnen und Arbeitern immer mehr höchste zeitliche, organisatorische und inhaltliche Flexibilität und maximaler Leistungseinsatz verlangt wird. Die Intensität der Arbeitsprozesse nimmt zu, und der Arbeitsrhythmus wird stetig höher. Es gibt eine höhere Arbeitsbelastung, stärkeren Zeitdruck und längere Konzentrationsphasen. Gegen diesen gewachsenen Belastungsdruck gibt es letztlich nur eine verbindliche Massnahme: die Reduktion der Arbeitszeit. Eine Möglichkeit dazu ist die Verlängerung der Ferienzeit.
Nach mehr Ferienzeit rufen auch die geänderten Familienverhältnisse. Hier möchte ich mich auf ein Argument beschränken, das in der Diskussion viel zu kurz kommt. Die Zunahme von Patchworkfamilien erheischt mehr Freizeit, insbesondere auch mehr Ferien für ein lebendiges Familienleben. Sowohl die Mütter als auch die Väter benötigen mehr zeitlichen Freiraum für ihre Patchworkfamilien. Was speziell die Väter betrifft: Es reicht nicht, wenn die Männer mehr Interesse oder - ich denke jetzt an die Demonstration vom Montag auf dem Bundesplatz - mehr Rechte haben, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, sie müssen auch mehr Zeit dazu haben. Wer die Verhältnisse kennt, weiss: Der Schwachpunkt liegt in der Regel nicht beim Interesse und auch nicht beim Recht, sondern bei der Zeit.
Ich bitte Sie also, diese Initiative zu unterstützen, weil sie eine zeitgerechte Initiative ist.
- RedetextAndy Tschümperlin(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Es ist Zeit, meine Damen und Herren. Nachdem es für die Manager keine Boni-Steuer gibt und die Mehrheit hier in diesem Saal ohne mit der Wimper zu zucken horrende Ausfälle bei den Unternehmenssteuern in Kauf nimmt, ist es Zeit, nun auch etwas für die ganz gewöhnlichen Arbeitnehmer zu machen. Es ist Zeit für 6 Wochen Ferien.
Die Schweizer Arbeitnehmer sind nämlich Spitzenklasse: Sie sind tüchtig, fleissig, pflichtbewusst und qualitätsorientiert. Sie sind ausdauernd und lassen unseren Wirtschaftsmotor brummen. Das zeigt der europäische Vergleich. Dieser Vergleich zeigt aber auch, dass dieser Fleiss nicht gleich belohnt wird wie andernorts. Zusammen mit dem Bankrottstaat Irland bildet die Schweiz mit 29 Ferien- und Feiertagen das Schlusslicht im europäischen Vergleich. Spitzenreiter in Sachen Freizeit sind Finnland und Russland mit 40 Ferien- und Feiertagen. Schweden und Norwegen, die mit uns am besten zu vergleichenden Länder, liegen mit 36 bzw. 35 Tagen im Mittelfeld.
Doch das sind nicht alle Argumente. Wissen Sie, wie viel es uns kostet, dass für unsere fleissigen Arbeitnehmer die Erholungszeit nur knapp ist, sodass viele, nicht nur Kadermitglieder, irgendwann nicht mehr zur Arbeit gehen können, weil sie ausgebrannt sind? Das Staatsekretariat für Wirtschaft hat diese Ausfälle ausgerechnet: Satte 10 Milliarden Franken jährlich - ich wiederhole es gerne noch einmal: 10 Milliarden Franken im Jahr! - kostet uns das. Ob dieser Summe erblassen sogar die Boni-Kassierer. Das ist verlorenes Geld. Dieses Geld können wir sparen, indem wir in die Erhöhung des Ferienanspruchs um durchschnittlich eine Woche investieren. Es ist im Schnitt nämlich nur eine Woche mehr, da der Ferienanspruch heute bereits durchschnittlich 5 Wochen beträgt. Diese Woche mehr Freizeit verursacht volkswirtschaftliche Kosten von von rund 2 Prozent der Lohnsumme. Diese 2 Prozent haben sich die Arbeitnehmer aber bereits seit Langem durch höhere Arbeitsleistungen verdient. Allein zwischen 1992 und 2007 ist die Arbeitsproduktivität der Arbeitnehmer in der Schweiz um 21,5 Prozent gestiegen, die Reallöhne haben jedoch nur um 4,3 Prozent zugenommen.
Unsere Arbeitnehmer stellen aufgrund ihres grossen Fleisses und ihrer Motivation einen wichtigen Standortvorteil für die Schweiz dar. Sie tragen dazu bei, dass die Wirtschaft gut läuft und die Schweiz im internationalen Vergleich, auch was [PAGE 495] die Konkurrenzfähigkeit und Innovationsfähigkeit betrifft, einen Spitzenplatz besetzt.
Tragen wir Sorge zu unseren Arbeitskräften und ermöglichen wir ihnen 6 Wochen Ferien! Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir diese Investition um ein Vielfaches wieder zurückbekommen.
- RedetextAlec von Graffenried(Grüne Freie Liste)Schweiz
Es wurde bereits mehrmals erwähnt: Bis 1984 betrug der Ferienanspruch in der Schweiz noch zwei Wochen. Überlegen Sie sich das einmal: zwei Wochen! Viele von Ihnen hätten damals einer Erhöhung vielleicht auch nicht zugestimmt, die Erhöhung wurde aber Realität; seit 1984 haben wir mindestens 4 Wochen Ferien.
Seither ist die Zeit aber nicht stillgestanden. Die meisten Arbeitnehmer profitieren heute bereits von mehr als 4 Wochen Ferien: Jugendliche bis 20 Jahre haben 5 Wochen, und Jugendliche bis 30 Jahre können noch eine zusätzliche Woche für Jugendarbeit beziehen. Gemäss Gesamtarbeitsverträgen, gemäss öffentlich-rechtlichen Personalgesetzen sowie gemäss individuellen Arbeitsverträgen besteht oft ein Anspruch auf 5 Wochen Ferien. Zum Beispiel gelten für rund 90 Prozent der mehr als 50 Jahre alten Arbeitnehmer bereits heute 5 Wochen Ferien, oft gelten ab 60 Jahren dann 6 Wochen. Zudem gibt es in der Schweiz, auch das wurde bereits gesagt, 6 bis 8 Feiertage - im Kanton Bern leider etwas weniger, in anderen Kantonen etwas mehr -, welche in der Regel auch als bezahlte Freitage akzeptiert sind.
Seit der Erhöhung des Ferienanspruchs vor gut 25 Jahren haben die Sozialpartner die minimalen Ferien somit bereits "süüferli" auf 5 Wochen erhöht. Nur gelten aber die 5 Wochen Ferien noch längst nicht für alle. Es gibt sie noch, die Arbeitnehmer, die auf dem gesetzlichen Minimum von 4 Wochen Ferien sitzengeblieben sind. Wer sind diese Arbeitnehmer? Es sind meist Leute, welche nicht unter Gesamtarbeitverträgen stehen, es sind Arbeitnehmer, die nicht organisiert sind, es sind Menschen in Tieflohnbranchen wie jenen der Landwirtschaft, der Hausarbeit und der Reinigungsdienste. Ein moderates Anheben des minimalen Ferienanspruchs würde vor allem den Menschen mit den tiefsten Einkommen helfen. Stimmen Sie daher meinem moderaten, aber zeitgemässen Gegenvorschlag - 5 Wochen Ferien für alle - zu.
Sie können jetzt sagen, das sei ja etwas sehr Ähnliches wie das, was Herr de Buman auch vorschlage, nämlich 5 Wochen Ferien für alle ab 50 Jahren. Sie müssen sich aber überlegen, was 5 Wochen Ferien ab 50 bedeuten. Es bedeutet wiederum eine zusätzliche Last für Arbeitnehmer ab 50 Jahren, eine Ungleichbehandlung für die Arbeitnehmer ab 50 Jahren vom Gesetz her. Das heisst, dass die Arbeitnehmer ab 50 Jahren auf dem Arbeitsmarkt erneut benachteiligt werden, wie sie das ja in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht bereits sind. Sie sind dann, vor allem im Fall eines Jobwechsels, weniger attraktiv für neue Arbeitgeber.
Wir alle haben offensichtlich Ferien nötig, und ich hoffe, wir können nach dieser anstrengenden Session auch einige Tage Ferien beziehen. Eine inoffizielle Umfrage meinerseits hat übrigens ergeben, dass die durchschnittlichen Ferien hier im Parlament etwa 6 Wochen betragen. Fragen Sie links, fragen Sie rechts neben sich nach - Sie haben zwar jetzt gerade fast niemanden mehr neben sich, aber fragen Sie vielleicht in der Mittagspause nach -: Viele hier drin, ich gehöre nicht dazu, haben bereits heute 6 Wochen Ferien oder mehr. Ich selber habe vertraglich 5 Wochen Ferien. Aber wir hier drin profitieren bereits mehrheitlich von dem, was Sie mehrheitlich nicht als allgemeine Regelung zulassen wollen. Vergessen Sie das beim Abstimmen bitte nicht!
Ich bitte Sie, den moderaten parlamentarischen Initiativen Leuenberger-Genève, de Buman und Leutenegger Oberholzer Folge zu geben, und vor allem bitte ich Sie natürlich, meinem Antrag für einen direkten Gegenvorschlag - 5 Wochen Ferien für alle - zuzustimmen.
- RedetextBea Heim(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Ich bitte Sie, diese Initiative zu unterstützen, und ich bitte insbesondere all jene, die sich jetzt dagegen ausgesprochen haben oder die noch zögern, dies auch zu tun. Denn mehr Ferien sind nicht nur verdient, sie sind nötig, sie stärken die Wirtschaft, weil sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärken.
Das Leben ist schneller und hektischer geworden, das Arbeitsleben ganz besonders. In dieser Zeit der Deregulierungen und technologischen Quantensprünge steigen die Anforderungen an die Arbeitnehmer laufend. "Just in time" heisst die Maxime, immer und überall erreichbar sein, möglichst vieles gleichzeitig erledigen, dauernder Zeitdruck und immer wieder Überstunden. Anders als angenommen wurde, stärken die neuen Arbeitszeitmodelle, Gleit- und Vertrauensarbeitszeiten, nicht die Zeitautonomie der Arbeitnehmer, sondern dienen in erster Linie den Unternehmen, kurz: Die [PAGE 494] Hektik am Arbeitsplatz ist unvergleichlich grösser als früher, die Arbeitsprozesse haben sich verdichtet, der Arbeitsrhythmus ist hektischer.
Stress ist kein Modebegriff, sondern in der Arbeitswelt eine Realität. Stress verlangt mehr Ausgleich, mehr Ruhepausen, damit Körper und Psyche das schnelle Arbeitstempo durchhalten können. Die jüngste Gesundheitsbefragung - Sie haben es mehrfach gehört - hat gezeigt, dass in den letzten Jahren in der Invalidenversicherung die Zahl der Neurenten, die aus psychischen Gründen gesprochen werden, stark zugenommen hat. Diese Leute sind keine eingebildeten Kranken, das sind Leute, die ausgepowert, die an die Grenze ihrer Kräfte gekommen sind und darum ernsthafte und chronische gesundheitliche Probleme haben. So sind heute 20 Prozent der Männer kurz vor der Pensionierung IV-Rentner, mit anderen Worten: Wir haben einerseits bei der demografischen Entwicklung einen Anstieg des Durchschnittsalters der Arbeitnehmer und andererseits aber auch den Bedarf der Wirtschaft, möglichst viele Arbeitnehmer wegen ihres Know-hows, wegen ihrer Erfahrung und Verlässlichkeit im Arbeitsprozess zu halten. Aber gerade diese Arbeitnehmer brauchen, um die hohe Arbeitsbelastung durchzuhalten - um sie auch gesund durchzuhalten - mehr planbare Ruhezeiten. Es ist doch gescheiter, in die Gesundheit zu investieren, als schliesslich die Kosten krankheitsbedingter Ausfälle berappen zu müssen. Das ist etwas, was von vielen Arbeitgebern anerkannt wird. Doch es gibt bei der Anzahl bezahlter Ferienwochen eben grosse Branchenunterschiede.
Wir meinen, es brauche eine einheitliche Regelung und nicht nur Branchenregelungen, es brauche eine Regelung, von der alle profitieren. 6 Wochen Ferien sind nicht übertrieben, sondern schlicht eine Regelung der Vernunft, und zwar nicht nur aus der Sicht der älteren Arbeitnehmer; für die jüngeren Leute und für die Familien sind sie mindestens ebenso wichtig. Es ist aus gesundheitspolitischer Sicht ganz einfach die richtige Lösung. Schliesslich ist auch ganz klar: 6 Wochen Ferien stärken die Wirtschaft, weil sie die Arbeitnehmer stärken. Sie sind eine lohnende Investition für Wirtschaft und Gesellschaft.
- RedetextMaja Ingold(Evangelische Volkspartei)Schweiz
4 Wochen Ferien sind ungenügend; ich habe niemanden gefunden, der das nicht unterschrieben hätte. Nicht einmal Arbeitgeber und Unternehmer, auch nicht die öffentlichen Verwaltungen sind davon ausgenommen. Die Wünsche nach Ferien kann man zwar nie vollständig befriedigen, aber das garantierte Minimum ist zu tief. Die Begründungen für eine Erhöhung der Ferien sind alle bereits mehrfach genannt worden. Die wichtigste ist in meinen Augen die Verbesserung der Work-Live-Balance, damit die Produktivität nicht durch die anforderungsreichen Arbeitsjahre ausgehöhlt wird - und ich verstehe "Produktivität" umfassend: die Produktivität am Arbeitsplatz, die Produktivität in der Familie und die Produktivität im gesellschaftlichen Umfeld, das heisst, es geht um die Erhaltung der Arbeitsressourcen für den Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin selbst, für die Familie, die Angehörigen und für die Volkswirtschaft.
Heute lässt der Druck am Arbeitsplatz fast keine Möglichkeit für ein ausgewogenes Nebeneinander der verschiedenen Lebensbereiche Arbeit, Familie und Freizeit. Die Zunahme von Burnouts, und zwar nicht nur bei Führungskräften, spricht eine deutliche Sprache. 40 Prozent der unfreiwilligen vorzeitigen Pensionierungen erfolgen aus gesundheitlichen Gründen. Heute wird von den Mitarbeitern höchste Flexibilität verlangt. Die Arbeitsprozesse wurden im Zuge der technologischen Entwicklungsschübe verdichtet, und der Arbeitsrhythmus wurde ständig erhöht. Aufgrund der zunehmenden Arbeitsbelastung sind je länger, je weniger Arbeitnehmer in der Lage, bis zur ordentlichen Pensionierung zu arbeiten. So ist die langfristige Leistungsfähigkeit bedroht, und es ist volkswirtschaftlich zwingend, diesen Produktivitätsrisiken mit verschiedenen Massnahmen entgegenzuwirken - und eine davon sind Ferien.
Noch viel wichtiger als für die Volkswirtschaft sind die zusätzlichen Ferien aber für die Familien. In unserem Land machen die Familien, in denen beide Elternteile arbeiten, die grosse Mehrheit aus - es sind 70 Prozent der Familien mit Kindern unter fünfzehn Jahren. Es ist eine ständige Herausforderung, die verschiedenen Betreuungsangebote, die man als Familie neben den Grosseltern nutzt, aufeinander abzustimmen. Arbeitende Mütter sind zwar Weltmeisterinnen im Organisieren; gerade die Ferien sind aber am schwierigsten und unter allergrösstem Stress zu organisieren, weil Kinder, Vater und Mutter nie gleichzeitig Ferien haben - das muss entlastet werden. Mehr Ferien geben mehr Eltern mehr Luft.
Die Schweiz gilt nicht als familienfreundliches Land. Hier können wir konkret etwas dagegen tun. Volkswirtschaftlich zahlt es sich erst noch aus, wenn das Produktivitätspotenzial durch das ganze Erwachsenenleben - das in der Schweiz mehr als vierzig Jahre dauert - besser erhalten werden kann.
Die Volksinitiative "6 Wochen Ferien für alle" erleichtert die Vereinbarung von Beruf und Familie, aber sie geht zu weit; sie wäre für KMU und auch für grössere öffentliche Verwaltungen, die noch bei 4 Wochen Ferien sind, eine Riesenbelastung. Richtig ist nach Einschätzung der EVP der Gegenvorschlag von Alec von Graffenried, nämlich 5 Wochen Ferien für alle.
- RedetextEric Voruz(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Durant mes quelque 26 années de fonction comme secrétaire syndical, j'ai eu l'occasion de participer à de nombreux renouvellements de conventions collectives de travail, qu'elles soient cantonales ou fédérales, renouvellements qui nécessitaient de nombreuses consultations auprès des salariées et salariés des branches correspondantes. Lors de ces consultations, presque à chaque fois, il ressortait que les priorités des priorités étaient la durée du travail, donc l'horaire hebdomadaire de travail, la question de l'annualisation de la durée du travail et surtout le droit aux vacances. Et c'est ce dernier point qui attirait le plus l'attention, aussi bien des travailleuses et travailleurs soumis aux conventions collectives de travail que de celles et ceux qui ne l'étaient pas. D'ailleurs, l'enquête de Travail Suisse le confirme également.
Oui, la question de la durée des vacances prime celle de la durée hebdomadaire de travail. Cette durée moyenne qui est de 44 heures par semaine, une des plus élevées en Europe, n'est pas tout à fait innocente. En effet, au lieu d'une diminution de l'horaire hebdomadaire de travail, nous devions avant tout négocier sur les vacances. Lors des consultations précédant les négociations de renouvellements de conventions collectives de travail, j'ai toujours voulu savoir pourquoi la majorité des personnes axaient leurs premières revendications sur les vacances.
Les raisons sont simples. Tout d'abord, il faut dire que la période de travail est longue et que le droit aux vacances permet de se retrouver en famille pour une période déterminée et sans contraintes d'un lendemain consacré au travail. Ensuite, depuis le temps, et cela se confirme dans les enquêtes officielles, le stress - cela a été dit - conduit à des situations pénibles, stress causé par une sécurité de l'emploi précaire, de l'exigence de rendements supérieurs du fait que des entreprises produisent plus avec du personnel en moins.
Ces faits démontrent bien qu'en plus d'une vie familiale normale durant quelques semaines par année, il est nécessaire que les salariées et salariés puissent bénéficier d'une durée de vacances plus longue. Certes, les conventions collectives de travail prévoient souvent au moins cinq semaines de vacances, mais pas encore pour toutes et tous.
Mais comme plus de la moitié des travailleuses et travailleurs ne sont pas au bénéfice d'une convention collective de travail, c'est donc le Code des obligations qui fait foi et qui, comme à son habitude, est en retard de plusieurs guerres, puisqu'il prévoit encore seulement 4 semaines de vacances obligatoires et 5 semaines pour les jeunes de moins de vingt ans.
Il n'est plus nécessaire de prouver que si notre pays ne s'en sort pas trop mal au niveau de la situation économique, la principale raison tient à la qualité de l'ensemble des travailleuses et travailleurs qui ont une motivation sans faille dont bénéficient les entreprises. Il est aussi prouvé que la productivité des entreprises a souvent augmenté suite aux améliorations des conditions de travail, donc de la durée des vacances. D'après une statistique de l'Office fédéral de la statistique, que j'ai consultée ce matin, au quatrième trimestre 2010, la production a augmenté de 6,1 pour cent et le carnet des commandes de 6 pour cent. Comme vous le savez, en Inde, la vache est un animal sacré; en Suisse, c'est le travail qui est sacré. Il faut savoir que 6 semaines de vacances annuelles au minimum ne remettra pas ce constat en question.
Recommander l'acceptation de l'initiative populaire "6 semaines de vacances pour tous" sera bénéfique surtout pour celles et ceux qui ne bénéficient pas encore des avantages d'une convention collective de travail, donc encore sujets à la précarité du travail.
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