Frage vom 30. September 2026
Die hausärztliche Versorgung stellt einen wichtigen Bestandteil der medizinischen Grundversorgung in Liechtenstein dar. In den kommenden Jahren werden mehrere Hausärztinnen und Hausärzte das Pensionsalter erreichen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Gesundheitsversorgung aufgrund der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Zahl chronischer Erkrankungen. Die Sicherstellung einer ausreichenden hausärztlichen Versorgung ist auch im Hinblick auf die Entwicklung der Gesundheitskosten von Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wird die Regierung um Auskunft zu den erwarteten Auswirkungen der anstehenden Pensionierungen sowie zu allfälligen Massnahmen zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung ersucht.
- Wie viele Hausärztinnen und Hausärzte werden nach Kenntnis der Regierung in den nächsten fünf bis zehn Jahren voraussichtlich aus dem Berufsleben ausscheiden?
- Wie beurteilt die Regierung die Nachfolgesituation bei Hausarztpraxen in Liechtenstein und sieht sie Risiken für regionale Versorgungslücken?
- Welche Massnahmen wurden bisher ergriffen oder sind geplant, um junge Ärztinnen und Ärzte für eine hausärztliche Tätigkeit in Liechtenstein zu gewinnen und Praxisübernahmen zu erleichtern?
- Welche Auswirkungen erwartet die Regierung auf die Gesundheitskosten und die Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, falls die hausärztliche Versorgung künftig nicht im bisherigen Umfang sichergestellt werden kann?
- Wie hoch sind die aktuellen Reserven der in Liechtenstein tätigen Krankenkassen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und in welchem Umfang liegen diese über oder innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserven?