Sursiglir al cuntegn principal

Frage vom 02. September 2026

deHTML
Liechtenstein2 da settember 2026

Die Regierung hat am 26. August 2026 die Leistungsvereinbarung 2027 mit der LIEmobil genehmigt. Darin wird die Direktverbindung Ruggell–Schellenberg wieder ins Grundangebot aufgenommen, mit jährlichen Mehrkosten von über CHF 100’000, ohne Erhöhung des Staatsbeitrags. Dieselbe Strecke war per Dezember 2025 wegen Unwirtschaftlichkeit gestrichen worden. Die Linie 40 in Triesen trägt die Gemeinde nach wie vor allein.

Das ist kein Ortsbus im Ortskern. Sie fährt auf der Landstrasse: Vaschiel, Poska, Langgasse, Vanetscha, Feldstrasse, zurück nach Vaduz. In Triesen wohnen rund 5’600 Personen. Im Oberdorf sind circa 1’500 Einwohner vom öffentlichen Verkehr praktisch abgeschnitten: Der Weg zur nächsten Haltestelle ist zu weit. Die Schülerinnen und Schüler nehmen das auf sich. Wer zur Arbeit muss, nimmt das Auto.

Am 4. September 2025 habe ich im Landtag festgehalten, dass der Ortsbus kaum fährt, unattraktiv ist und von Pendlern nicht angenommen wird. Die LIEmobil selbst sagt: Umsteigen hängt am Angebot, nicht am Preis.

Alle Triesner Abgeordneten haben die Aufnahme der Linie 40 ins ordentliche Liniennetz der LIEmobil wiederholt verlangt, konkret am 12. Juni 2024, am 5. September 2024 und am 4. September 2025. Die Gemeinde Triesen möchte wenigstens einen Teil dieser Landstrassenlinie an die Liemobil übergeben. In Eschen beteiligt sich die Gemeinde an der Strecke über den Schönbühl nur mit einem geringen Anteil, den Rest trägt die LIEmobil.

Weshalb Triesen die Linie 40 allein finanzieren soll, ist nach der jüngsten Entscheidung nicht nachvollziehbar. Die Regierung antwortete am 12. Juni 2024: Im Grundsatz finanzieren alle Gemeinden die Ortsbuslinien selbst. Die Gemeinde Triesen hat den Takt per Dezember 2025 auf eigene Kosten verdichtet, werktags halbstündlich als einjähriger Pilot. Ruggell–Schellenberg mit 0,3 Personen pro Fahrt kommt in die Leistungsvereinbarung des Landes. Für Triesen ist nach wie vor nichts vorgesehen, obwohl er kein Ortsbus ist, da er auf der Landstrasse verkehrt.

  1. Weshalb wird die Verbindung Ruggell–Schellenberg mit zuletzt 0,3 Personen pro Fahrt in die Leistungsvereinbarung 2027 und damit ins staatlich finanzierte Grundangebot aufgenommen, während die Linie 40 in Triesen weiterhin als Zusatzangebot vollständig von der Gemeinde finanziert werden muss?

  2. Was ist aus den Gesprächen zwischen der Gemeinde Triesen und der LIEmobil geworden, von denen die Regierung am 12. Juni 2024 berichtet hat, beziehungsweise liegt dazu ein Ergebnis vor?

  3. Wie vereinbart die Regierung die Aufnahme von Ruggell–Schellenberg ins Grundangebot mit ihrer Antwort vom 5. Dezember 2025, wonach die Umsteigeverbindung via Bendern angemessen sei und Ortsbusse sowie die Erschliessung innerhalb der Gemeinde von dieser selbst zu finanzieren seien?

  4. Ist die Regierung bereit, auch die Linie 40 analog zur Strecke über Schönbühl in Eschen oder der Verbindung Schellenberg nach Ruggell ins Grundangebot der LIEmobil aufzunehmen, allenfalls mit einem geringen Gemeindeanteil, und wenn nein, weshalb nicht?

  5. Wie viele Einsteiger verzeichnet die Linie 40 seit der Taktverdichtung im Dezember 2025 im Tagesdurchschnitt, und wie stellt sich dieses Verhältnis zur Verbindung Ruggell–Schellenberg dar?

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0