Sursiglir al cuntegn principal

Antwort BR / Büro

deTEXT
Schweiz

Die absoluten Verwaltungskosten der Versicherer in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) haben sich wie folgt entwickelt: 2017 stiegen sie gegenüber dem Vorjahr um 6 %, 2018 gingen sie um 1 % zurück, während 2019 ein Anstieg um rund 3 % zu verzeichnen war. Es ist korrekt, dass die absoluten Verwaltungskosten in den Jahren 2020 und 2021 jeweils um 8 % zugenommen haben. 2022 kam es zu einem leichten Rückgang um 1 %, gefolgt von einer moderaten Steigerung von jeweils 1 % in 2023 und 2024.

Die Betrachtung der absoluten Zahlen allein kann jedoch ein verzerrtes Bild vermitteln. Denn im genannten Zeitraum ist ebenfalls eine Zunahme der Leistungsfälle und der versicherten Personen zu beobachten, was sich direkt auf die Höhe der Verwaltungskosten auswirkt.

In Relation zu den verdienten Prämien der OKP machten die Verwaltungskosten 4,8 % (2017), 4,5 % (2018), 4,6 % (2019), 4,9 % (2020), 5,3 % (2021), 5,2 % (2022), 4,9 % (2023) und 4,6 % (2024) aus. Das Verhältnis der Verwaltungskosten zu den Prämien hat also nach 2022 im Vergleich zu den beiden Vorjahren abgenommen. Gleiches gilt auch für die Verwaltungskosten pro versicherte Person. Diese haben sich seit 2022 stabilisiert und machen rund 193 Franken pro Jahr aus.

Wie bereits in der Stellungnahme des Bundesrates auf die Interpellation 24.3623 Dobler «Verwaltungskosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung» ausgeführt, ist der Anstieg der Verwaltungskosten bis 2022 insbesondere auf Investitionen in IT-Systeme zurückzuführen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass den Verwaltungskosten auch eine entsprechende Leistung gegenübersteht, wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme auf die Interpellation 22.3998 Lohr «Digitalisierung und Kostendämpfung bei der obligatorischen Krankenpflegeversicherung» ausführt. So ist beispielsweise eine stärkere Rechnungs- bzw. Leistungskontrolle lohnenswert, wenn die dafür verwendeten Verwaltungskosten zu grösseren Einsparungen bei den Leistungskosten führen und damit die Kosten der OKP insgesamt gesenkt werden können.

Datas: OpenParlData · CC BY 4.0